Sonnabend, 26.05.2012
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28.01.2012
WEISS
Mehr Lohn für mehr Arbeit
VON CARSTEN HEIL

Politiker werden in Deutschland viel zu schlecht bezahlt. Auch wenn alle Polit-Kritiker jetzt gemeinsam aufheulen. Jede Diätenerhöhung wird reflexhaft von großem Schimpfen begleitet. Das ist bitter, dumm und klingt nach Neid und Missgunst. Gutes Geld für gute Arbeit, das sollte auch für die Männer und Frauen in unseren Parlamenten gelten. Die meisten von ihnen machen gute Arbeit und mühen sich nach Kräften. Und: Wer mehr arbeitet, sollte auch mehr Geld bekommen. Sicher, ein Parlamentarier verdient mehr als ein Handwerker, Lehrer oder Sachbearbeiter.

Ohne dem Einzelnen zu nahe treten zu wollen: Aber arbeiten die Genannten regelmäßig auch am Wochenende? Haben sie ständig eine 45- bis 55-Stunden-Woche mit Terminen bis spät in den Abend? Läge ihnen daran, die Hälfte des Jahres fern der Familie in der Bundes- oder Landeshauptstadt zu leben? Wären sie zufrieden mit Zeitverträgen, die nur vier oder fünf Jahre laufen? Bei jeder Wahl droht dem Abgeordneten, nicht aufgestellt oder nicht gewählt zu werden. Es gibt genug Beispiele, bei denen ein Parlamentarier nach einer Legislaturperiode im Bundestag plötzlich vor dem Nichts stand, eine Ex-Volksvertreterin fand sich als Putzfrau wieder (was nicht ehrenrührig ist). Wie sollen sich qualifizierte Männer und Frauen für den wichtigen Beruf des Politikers interessieren, wenn sie erstens leicht abserviert werden können und zweitens nicht mal so gut verdienen wie mit gleicher Qualifikation in der Wirtschaft?

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Mehr Geld für unsere Politiker?




Den Wahlbürgern sollte schon die Selbstachtung gebieten, ihre Vertreter angemessen zu bezahlen. Denn wollen wir wirklich von Menschen vertreten werden, die selbst schlecht versorgt sind? Zu einer gewissen Unabhängigkeit auch als Schutz vor Korruption und Bestechung trägt eine ausreichende Bezahlung bei. Deswegen sollte der Souverän etwas großzügiger sein und nicht bei jeder Diätenerhöhung von "Taschen vollstopfen" reden.
     


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Kommentare
lieber Herr Heil sie können löschen lassen was sie wollen. Untergebene ihres Berufsstandes (und Ihres Arbeitgebers) hatten lange vor diesem Kommentar per Fax angebissen.Niemand nimmt sich das Recht heraus einen Menschen einzuäschern wenn dieser das nicht wollte. Auch nicht ein Kunde ihres Arbeitgebers bzw. der Zeitung für die Sie arbeiten.

"Gutes Geld für gute Arbeit, das sollte auch für die Männer und Frauen in unseren Parlamenten gelten."

Das ist wahr, allerdings sollte das für JEDEN Arbeitnehmer gelten und das ist leider längst nicht mehr so, wie man oft genug in den Medien hört.

"Wären sie zufrieden mit Zeitverträgen, die nur vier oder fünf Jahre laufen?"
Oh ja, viele Arbeitnehmer wären zufrieden, wenn ihre Arbeitsverträge so lange laufen würden, denn gerade die junge Generation kämpft sich immer wieder von einem befristeten Jahresvertrag zum nächsten, immer in der Hoffnung, endlich eine unbefriststete Stelle zu bekommen, um dann immer wieder enttäuscht zu werden, dass der Vertrag leider, leider nicht verlängert werden kann, man habe zwar gute Arbeit geleistet, aber die wirtschaftliche Lage lasse es einfach nicht zu.
Daran sollten die Politiker endlich ernsthaft etwas ändern, dann könnten auch mehr Menschen vesrstehen, wenn sie die Diäten erhöhen möchten. Doch es hat nichts mit " Neid und Missgunst" zu tun, ist auch nicht "dumm". Aber "bitter" ist es schon, nämlich die bittere Realität für viele Arbeitnehmer in Deutschland.

lieber Herr Heil hätten Sie mal lieber beim Presseevent in Bünde im Tabakmuseum dem Herrn Superindententen Krause oder dem jetzigen Bürgermeister, wie vorgeschlagen eine Frage gestellt würden Sie jetzt vielleicht für Leistung auch mehr Geld verdienen. Statt dessen durften Sie am Stehtisch (recht bedrückt aussehend) dem Hintergrund beiwohnen.
Naja, wer nicht wollte, der hatte eben schon. Oder? Aber keine Angst, daß mit (...)

Achtung bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Ein Landtagsabgeordneter hat eine Anwesenheitspflicht von 2 Tagen in der Woche, der Rest ist Wahlkreis-, Lobby, oder Aufsichtsrattätigkeit. Eine Vielzahl der Abgeordneten hat einen Neben- oder Hauptverdienst. Es gibt da Anwälte, hochrangige Beamte A16 - B Gehalt, Lehrer etc. Eine Nebentätigkeit ist sogar erwünscht um vom Amt unabhängig zu bleiben. Es gibt natürlich auch andere Fälle aber eher in der Minderzahl. Für eine 2 Tage Woche und die Sicherung der Pension sollten 9600 € gerade ausreichen.

Hallo Herr Heil ich habe Ihre Berichte immer gerne gelesen und war oft Ihrer Meinung.Mehr Lohn für mehr Arbeitliegen Sie aber daneben.Ein Sprichwort heisst Ich kann nur einem Herren dienen.In den 45-50 Stunden-Woche sindandere Tätigkeiten,die aber auch zusätzlich bezahlt werden ,enthalten. Herr Heil Politiker sollten meiner Meinung viel Geld verdienen im Jahr 300-7000000,00 € sollten dann aber auch wie jeder Angestellter in die Rentenkasse einzahlen.Sollten Sie nachAblauf derZeit schlechte Politik gemacht habenund Sie nicht wiedergewählt werden,kann man ei n Übergangsgeld bis zu einem Jahr zahlen.Ich war Automobilverkäufer und habe früher 400,00DM und dann 500,00 € Fixum erhalten alles adere musste ich mir erarbeiten.Durch meinen Fleiss habe ichmehr als 55 Stunden und 6 Tage die Woche gearbeitet und habe gutes Geld verdient.Ich wäre aber nie in in eine Hängematte weich gefallen wie es bei den Politikern der Fall ist.Ich konnte auch nicht um mehr Geld zu verdienen für einen anderen Hädlerbetrieb tätig sei.Sollen Politiker doch ein Grundgehallt und Zulagen wenn die Leistung stimmt.Politiker sollten auchüber ausreichent Lebenserfahrung verfügen. Ich meine Politiker,die gerade vom Studium kommen sind dafür nicht geeignet.Sie sind noch sehr rechthaberisch und unbelehrbar(siehe FDP)Auf eine Antwwwort würde ich mich freuen M.f.Grüssen Max H.



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