Es gibt Regeln, damit das Zusammenleben von Menschen funktioniert. Auch beim Autofahren. Über rote Ampeln fahren wir auch nicht einfach drüber weg. Warum also Geschwindigkeitsbeschränkungen links liegen lassen? Anarchie auf dem Straßen? Nein danke, darauf habe ich wirklich keine Lust. Allerdings auch nicht auf den pädagogisch erhobenen Zeigefinger, sondern eher auf die Überzeugung, dass Tempokontrollen Sinn machen.
Und die habe ich, nachdem mittlerweile zweimal Raser dafür sorgten, dass ich mir ein neues Auto kaufen musste: einmal auf der Autobahn, als mir ein militanter und offenbar blinder Schnellfahrer am Ende des Staus mein Auto hinten und vorn auf die Hälfte verkürzte, indem er es mit voller Wucht in die haltende Autoschlange hineinkatapultierte. Zum Glück war ich mit dem großen Auto meines Vaters unterwegs. Beim Kleinwagen hätte der Raser wohl bei mir auf dem Vordersitz gesessen.
Blitzer: Schutz oder Abzocke?
Beim zweiten Mal übersah der Raser in seinem dicken BMW sämtliche Verkehrsschilder – darunter eins mit den großen Buchstaben "STOP" – und butterte mir auf der Bundesstraße die gesamte Front meines kleinen Peugeot einfach ab. Peng. Gut, dass ich nicht einen halbe Sekunde schneller war, sonst hätte er genau die Fahrertür getroffen. Beide Male also Riesendusel.
Wer täglich im Straßenverkehr unterwegs ist und jährlich etwa 25.000 Kilometer auf den Tacho bringt, kommt an Blitzern gar nicht vorbei. Natürlich habe ich mich auch schon mal darüber geärgert und musste auch schon mal die Geldbörse zücken – wie sicherlich viele andere auch. Aber ich habe die Folgen von Raserei selbst erlebt und sehe sie, wenn wir raus zu Unfällen müssen. Deshalb: Köpfchen einschalten statt Turbo. Die Polizei hat einen langen Atem. Und ich habe keine Lust drauf, dass der dritte Versuch der rasenden Autofahrer, mich ins Jenseits zu befördern, Erfolg hat.
leider nur ein Beispiel für diese Art von Geldmacherei .