Ich habe noch nie einen Fernseher besessen, Zeitung lesen ist einfach informativer , lehr- und vor allem inhaltsreicher als jede Sendung im Fernsehen. Der Inhalt der Tagesschau passt auf eine Dreiviertelseite der NW. Ich habe schon einen PC gehabt, als es noch kein Internet gab. Der Computer war einfach praktischer als meine alte mechanische Schreibmaschine. Mit dem Handy war ich unterwegs, als die Dinger noch die Größe eines kleinen Baguettes hatten.
Meine Kinder haben keinen Fernseher. Sie sind im Internet unterwegs, verabreden sich mit ihren vielen (nichtvirtuellen) Freunden über Facebook oder per SMS. Sie haben sich ihren ersten PC von ihrem Konfirmationsgeld gekauft. Vorher gingen sie über Mutters Laptop ins Netz. Hat ihnen diese frühe elektronisch-mediale Knappheit geschadet?
Fernsehen, Internet und Handys für Kinder?
Ich glaube kaum. Sie lesen regelmäßig mehrere Zeitungen und Zeitschriften, verfügen so über ein umfassendes Allgemeinwissen. Sie sind über Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft differenziert informiert und vertreten ihre Meinungen argumentativ.
Eltern wollen, dass es ihren Kindern gut geht, dass sie Chancen im Leben haben. Ihre Kinder sollen am Leben teilhaben. Das geht auch ohne frühe Nutzung von Fernseher, Internet und Handy, vielleicht sogar besser. Denn hier, bei der frühen Nutzung, geht es oft um die Eltern selbst: Fernseher und Computer dienen als Babysitter. Ihr erstes Handy bekamen meine Kinder mit etwa zwölf Jahren, sie sollten für Unvorhergesehenes erreichbar sein. So scheint es öfter zu sein. Bei einem Elternabend zu einer Klassenfahrt beantragte ein Vater ein Handy-Verbot. Eine Mutter war entrüstet: "Ich muss doch mein Kind anrufen können!" Ob ihr Kind das auch so sah?
Ich denke, man kann die Zeit nicht aufhalten! Wenn ich immer höre "frügher hatten wir das alles nicht!"... schon richtig! Ich bin als Kind damals (Gott bin ich schon alt, dass ich das schreiben muß! ;) ) früher nach den Hausaufgaben raus gegangen, und mußte "nach Hause wenn die Laternen angehen!" Und wenn die Eltern noch weg waren, wenn man nach hause kam, wußte man, wo der Schlüssel liegt! Und heute ruft man eben kurz an, und sagt bescheid. man kann jede Entwicklung verteufeln, oder man kann das Beste draus machen... das liegt an jedem selbst!