Beim Zubereiten von Speisen bloß nicht auf die schnelle Nummer setzen. Denn: Essen macht Spaß, kochen bereitet Lust. Schon lange vor dem Einkaufen fängt das Vergnügen an. Wenn sich der Koch darüber Gedanken macht, was er seinen Lieben denn auftischen will. Es muss zur Jahreszeit passen, die Gänge müssen aufeinander abgestimmt werden und: Was mögen meine Lieben und was eventuell nicht so gern? Natürlich müssen auch die richtigen Getränke im Haus sein. Das gilt besonders für die Feiertage.
Solche Überlegungen zeigen, dass sich der Gastgeber intensiv mit seinen Gästen beschäftigt, seien sie nun aus der Familie oder seien es Freunde. Einfach ne Tütensuppe als Vorspeise, ne Tiefkühlpizza als Hauptgang und dann als Dessert einen Pudding aus dem Becher ist absolut nix. Wer die Menschen nicht aufwendig bekocht, schätzt sie auch nicht. Und bringt sich selbst um Lebensfreude. So ist schon das Einkaufen, am besten auf dem Markt bei vielen freundlichen Marktbeschickern, ein sinnliches Erlebnis. An der Supermarkt-Gefriertruhe kommt das nicht auf.
Kochen:Schlicht oder opulent?
Das Kochen selbst fängt bereits Tage vor dem eigentlichen Event an. Einen Fond selbst herstellen, Fleisch beizen oder marinieren. Immer wieder nachschauen, ob die Sache auf einem guten Weg ist: Riechen, fühlen. Auch die Suppe als Vorspeise ist gut schon Tage vorher zu köcheln. Auch eine gute Soße ist nur schwer in fünf Minuten zu fabrizieren. Da vergehen schnell viele Stunden.
Die aber sind schließlich Entspannung pur. Der Koch ist Herr seiner Taten, niemand schreibt ihm etwas vor. Kein Chef gibt Anweisungen, kein Kollege quakt dazwischen. Und am Ende wartet das Glück des Gelingens in Gestalt einer zufriedenen und gesättigten Tischgesellschaft. Der Koch braucht nur noch jemanden, der die Küche aufräumt.