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29.12.2012
SCHWARZ
Lasst es krachen!
Von Nico Buchholz

Ich war das ganze Jahr über vernünftig. Ich habe den Müll getrennt, habe Wasser gespart und meistens daran gedacht, das Licht auszuschalten. Aber Silvester wird es so weit sein: Ich gebe der Unvernunft nach und werde nach Herzenslust böllern.

Natürlich weiß ich, dass ich das ausgegebene Geld zum Fenster rausschmeiße. Ich weiß auch, dass Böllern viel Müll produziert und dass es gefährlich sein kann. Aber sein wir doch mal ehrlich: Es macht einfach einen Heidenspaß! Wenn die Funken der Raketen am Himmel verglühen, die Fontänen sprühen und die Knallfrösche hüpfen, bin ich in meinem Element. Das kann wahrscheinlich nur verstehen, wer selbst schon in jungen Jahren mit der Böllerei in Kontakt gekommen ist.

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Silvester: Mit Böllerei oder in aller Stille?




Schon Tage vor dem Jahreswechsel habe ich vor der Zeitung gehockt und aus den bunten Prospekten voller Knaller einen Mix zum Gruß an das neue Jahr zusammengestellt. Und wenn das Geld nicht reichte: Vom Opa gab’s noch was dazu. Denn auch der konnte das Böllern nicht lassen. Und so wird es kommen, dass ich auch in diesem Jahr am Silvesterabend in der Dunkelheit stehe und Flammen und Zündschnüre zusammen bringe.

Denn so verhält es sich eben mit schönen Erinnerungen und Traditionen gleichermaßen: Man kann sie nicht rational erklären. Sie bereiten Freude, ohne dass man genau versteht, warum.

Also lasst es krachen am Silvesterabend. Deckt euch mit Kanonenschlägen, Brummkreiseln und Raketen ein. Genießt die kindische Freude. Die Vernunft kehrt immer schon am nächsten Tag zurück: Böllerreste zusammenfegen und so schon am guten Gewissen für das Knallen im nächsten Jahr basteln.

Kommentare
Natuerlich werden diesem Aufruf insbesondere diejenigen folgen, die von Medien, Politik und Wissenschaft als "arm" bezeichnet werden. Fuer derartige Aktionen wie das Boellern scheint dann bei den "Armen" doch immer noch genug Geld da sein.

Ich empfehle einen fruehmorgendlichen Katerspaziergang in sozialen Brennpunkten der Stadt Bielefeld. Das sieht es am Neujahrstag teilweise aus wie in einem Kriegsgebiet. Man kann sich jedes Mal ausmalen, was das wohl wieder gekostet hatte.

Ansonsten stimme ich dem Autor zu. Boellern macht Spass. Nur sollte das jeder fuer sich erarbeiten und nicht auf Kosten des Sozialstaates das Geld in die Luft jagen.

Da sind sie wieder unterwegs die Moralapostel...
Soll doch jeder machen was er will!Wer böllert böllert,wer spenden möcte soll spenden,und wer beides mag soll auch das gerne tun!!!

wenn man schon im stadion nicht zünden darf dann lasst uns doch wenigstens silvester !!!!
guten rutsch zusammen

Ja Herr Buchholz, dann verballern Sie mal die Kohle, nur Ihr Kommentar ist absolut lächerlich, Sie trennen Ihren Müll, sparen Wasser, schalten das Licht aus, aber jetzt wird geballert, mal ehrlich so einen Schwachsinn habe ich selten gelesen GUTEN RUTSCH und GLÜCK AUF !!

Genehmige mir schon seit vielen Jahren für das Geld was ich früher für Böllerkram ausgegeben habe einen stillen Gast aus einem SOS Kinderdorf zu Weihnachten.

Und wie wir es krachen lassen! Ist aber hier nicht beschreibbar, da es nicht veröffentlicht würde. Was es ist kann sich wohl jeder denken und macht zigmal mehr Spaß als draußen die Lunte zu zünden! ^^



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