Jericho/Ramallah. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat dem palästinensischen Regierungschef Salam Fayyad deutsche Unterstützung im Friedensprozess zugesagt.
Zum Abschluss ihrer Nahostreise als Präsidentin des Bundesrates hat NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gestern die Palästinensergebiete besucht. In Gesprächen mit Fayyad unterstrich Kraft die Bedeutung des Friedensprozesses im Nahen Osten und sagte weitere deutsche Unterstützung dafür zu.
Wie solche Unterstützung konkret aussehen kann, hatte die NRW-Ministerpräsidentin zuvor beim Besuch des Polizei-Trainingscenters der Palästinenser in Jericho deutlich werden lassen. "Der Aufbau von Sicherheitsstrukturen ist ein ganz wichtiger Meilenstein", sagte Kraft.
NRW-Polizeiausrüstung für Palästina
Für die nordrhein-westfälische Polizei vereinbarte deren Inspekteur Dieter Wehe mit dem Chef der palästinensischen Zivilpolizei, Hasem Attallah, eine Vertiefung der Zusammenarbeit. Zugleich übergab die deutsche Delegation Ausrüstungsgegenstände an ihre palästinensichen Kollegen, darunter auch zwei Unfall- und Kriminalitätsaufnahme-Koffer zur Sicherung von Beweismaterial. Im Gespräch mit Kraft erneuerte Fayyad seine Forderung nach einem Ende der israelischen Besatzung. "Deutschland ist ein besonderer Partner für uns, auch wegen der sehr wichtigen Rolle, die Deutschland in der EU und international spielt", so Fayyad.
Christina Rau (54), Witwe des früheren Bundespräsidenten Johannes Rau, begleitet NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auf ihrer Reise durch Israel und die palästinensischen Gebiete. Bereits im vergangenen Jahr war Christina Rau mit der damaligen Oppositionsführerin Kraft in den Nahen Osten gereist. Die gebürtige Bielefelderin pflegt seit langen Jahren ein enges Verhältnis zu beiden Seiten im Nahen Osten. Gemeinsam mit ihrem Mann war sie Mitte der neunziger Jahre von Jerusalem nach Jericho gewandert.
Am Freitag wird sie bereits wieder in Bielefeld zu Gast sein bei den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Christina Rau gehört dem Verwaltungsrat dort an.
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