Das sehe ich dir doch an der Nasenspitze an!" Der Onlineweber kennt diesen Spruch seiner Gattin, wenn er einen Sachverhalt vielleicht nicht ganz wahrheitsgemäß wiedergegeben hat. Dabei ist er sich sicher, dass seine Gedanken nicht für andere sichtbar sind. Bis gestern. Da macht er doch mit seinem Chef ab, dass er die letzten zwei Arbeitstage dieser Woche frei hat. Der Onlineweber arbeitet gern. Aber er hat auch genau so gern frei. Und so begann bereits gestern die Freude. Ganz still. Eher das zufriedene Glück. Das trug er den ganzen Tag in sich. Am späten Nachmittag macht er sich auf zum Supermarkt. Als er an der Fleischtheke von einem jungen Mann bedient wird und der zum Abschied sagt: "Schönes Wochenende!", da ist der Onlineweber baff. Vielleicht ist sie ja doch verräterisch, die Nasenspitze von . . . Ihrem Onlineweber.