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19.04.2010
Freie Liebe dank Asche-Regen
seitwärts - der Wochenrückblick von Johann Vollmer

Die Bibel lässt uns bekanntlich - wie alle gut geschriebenen Fantasy-Romane - über den Ausgang der ganzen Nummer hier auf Erden im Ungewissen. Was das Weltende betrifft ist der Mensch trotz aller Sicherheit in Wetter-, Wahl-, und Fußballergebnis-Vorhersagen nicht sehr viel klüger als eine Eintagsfliege.

Einige Hinweise auf unser letztes Stündlein finden sich immerhin in der Offenbarung des Johannes, der uns mit Pauken und Trompeten die Apokalypse herbeiposaunt. Leider ist die wirre Prognose vermutlich unter Hinzunahme von reichlich Weihrauch und Myrrhe entstanden, sodass da nicht wirklich Nektar herauszuziehen ist.

Die Apokalyptischen Reiter sind da

Im sechsten Kapitel ist von vier Reitern die Rede, auf weißen, roten, schwarzen und grauen Pferden, die uns Krieg, Inflation und Hunger, Krankheit und Tod bringen. Alles unliebsame Dinge, die wir dank des zivilisatorischen Fortschritts nach Afghanistan und in andere Entwicklungsländer outsourcen konnten.

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Die apokalyptischen Reiter sind also keine ernsthafte Bedrohung mehr. Anders verhält es sich mit den sieben Plagen, die auf die siebte Posaune des Johannes folgen. Die siebte und schlimmste Plage beginnt mit großen Erdbeben, die Insel und Berge vernichten. Weiter gehen soll es mit großem Hagel- und Asche-Regen, der auf die Erde hernieder fällt. Danach ist Sense.

Das Weltende ist nah

Gewackelt hat es ja in letzter Zeit das ein oder andere Mal auf diesem Planeten. Dass uns Islands Vulkan jetzt was hustet, mag noch zu romantischen Sonnenuntergängen führen. Lustig wird es, wenn demnächst der Yellowstone ausbricht, ein Supervulkan in den USA, der so große Rauch- und Aschemengen in der Atmosphäre spuckt, dass der folgende Temperatursturz ein Leben auf der Erde praktisch unmöglich macht.

Genau zu wissen, wann uns die Erde abschüttelt, hätte natürlich nur Vorteile. Käme das Ende beispielsweise in einem knappen halben Jahr, könnte man das Ersparte, das der Durchschnittsbürger auf der hohen Kante hat, im Sommer lockerleicht verprassen. "Altersvorsorge" wäre das Unwort des Jahres und in Sachen Verhütung (Stichwort: Armutsrisiko Kinder), müsste sich auch niemand mehr Sorgen machen. So frei liebend und zwanglos müssen sich zuletzt die 68er gefühlt haben.

Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
Gut geschrieben. Ich geh dann mal mein Geld verprassen und wild .......


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