Brackwede. Am Sonntag, 13. September, um Punkt 16 Uhr, könnte es passieren, dass in einigen Seismologischen Instituten die Messgeräte ein kleines Erdbeben melden, dessen Epizentrum in Brackwede liegt. Zur Panik besteht dennoch keinerlei Anlass. Denn was da die Erdkruste in leichte Schwingungen versetzt, ist nichts anderes als ein tanzsportlicher Rekordversuch.
An diesem Tag auf dem Stadtring versucht werden, den Guinness-Weltrekord im "Jumpstyle-Tanzen" zu brechen. "Jumpstyle ist eine aktuelle Tanzrichtung für junge Menschen, die hauptsächlich aus Sprungschritten besteht. Das macht nicht nur Spaß, sondern trainiert auch noch die Kondition", erläutert Norbert Kalkbrenner , Inhaber der Tanzschule am Stadtring, der gemeinsam mit seinem Team die Organisation des Rekordversuchs übernommen hat.
Unter dem Motto "Bielefeld springt zum Weltrekord" sollen möglichst viele Tänzerinnen und Tänzer fünf Minuten lang gleichzeitig eine bestimmte Schrittfolge möglichst synchron durchtanzen.
Die Sache wird schwieriger als erwartet
Die Idee, den Guinness-Weltrekord in dieser nicht alltäglichen und noch jungen Tanzsportdisziplin zu brechen, stammt von Kalkbrenners Sohn Christopher (24). Als die Kalkbrenners sich mit dem in London beheimateten Guinness-Organisationskommittee in Verbindung setzten, wurde ihnen klar, dass die Sache schwieriger werden würde als erwartet.
"Man teilte uns mit, dass wir mindestens 1.030 Tänzer benötigen, um den Rekord zu brechen, berichtet Kalkbrenner, "ich hatte mit vielleicht 300 gerechnet".
Unterstützung und Schützenhilfe bei der Vorbereitung und der Durchführung des Rekordversuchs bekommen die Kalkbrenners vom Stadtbezirk Brackwede. So erklärte sich Bezirksvorsteher Siegfried Kienitz bereit, die Schirmherrschaft zu übernehmen. In dieser Woche geht ein von ihm unterzeichneter Brief an die Leiter der Bielefelder Schulen.
1.030 Tänzer auf der Fahrbahn
Die werden darin gebeten, ihre Schülerinnen und Schüler zu motivieren, bei dem tollen Ereignis mitzumachen. "Allein hier in Brackwede können wir das nicht stemmen", erklärt Bezirksamtsleiter Egon Schäffer, "wir brauchen die Unterstützung aller Bielefelder Schulen".
Am Tag des Rekordversuchs soll der Stadtring zwischen der Gaswerk- und der Germanenstraße für den Verkehr gesperrt werden. Während die mehr als 1.030 Tänzer auf der Fahrbahn ihren "Jumpstyle" tanzen, können Fans und Zuschauer von den Bürgersteigen aus das spannende Geschehen verfolgen. Getanzt wird nach einem eigens für diese Veranstaltung geschriebenen Musikstück.
Damit auch wirklich alle Mitwirkenden einheitlich "jumpen", bietet die Tanzschule Kalkbrenner kostenlose Workshops an, die in den Schulen durchgeführt werden. Auch Einzelteilnehmer sind willkommen. Nähere Informationen gibt es unter der Telefonnummer (0521) 43 33 37.