Bielefeld (hl). Bei den Ermittlungen im Korruptionsverdacht gegen 100 Professoren in ganz Deutschland konzentriert sich die Kölner Staatsanwaltschaft auf die Geschäfte sogenannter Promotionsberater. Zum genauen Ablauf der umstrittenen Promotionsverfahren wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft "aus ermittlungstechnischen Gründen" am Dienstag keine Angaben machen.
Das NRW-Wissenschaftsministerium verwies darauf, dass Privatdozenten, also habilitierte Wissenschaftler ohne Professorenstelle, bei Doktorarbeiten nicht Erstgutachter sein dürften. Der Münchner Wirtschaftswissenschaftler Manuel René Theisen forderte alle Fakultäten auf, sich von Promotionskandidaten schriftlich versichern zu lassen, dass er nicht mit einem Promotionsberater zusammengearbeitet habe. Theisen gilt als entschiedener Gegner des Geschäfts von Promotionsberatern.
Wie von dieser Zeitung berichtet, soll das "Institut für Wissenschaftsberatung" in Bergisch Gladbach regelmäßig Schmiergelder an Hochschullehrer gezahlt haben, die sich um die Promotion seiner Kunden kümmerten.











