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12.12.2009
PADERBORN
Windkraftpionier Benik angeklagt
Geschäftsführer der Energieteam AG steht unter Untreueverdacht
VON ANDREA FRÜHAUF UND HUBERTUS GÄRTNER

Voller Stolz | FOTO: MARC KÖPPELMANN

Paderborn. Der durch seine internationalen geschäftlichen Aktivitäten bekannte Windkraftpionier und Unternehmer Günter Benik (55) aus Lichtenau im Kreis Paderborn sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Die Staatsanwaltschaft hat gegen ihn Anklage wegen Untreue erhoben.

Laut Anklage soll Benik Einspeiseerlöse in Höhe von 500.000 Euro, die eigentlich zwei Windparks zustanden, in der Zeit von September 2007 bis Februar 2008 "aus eigennützigen Gründen" auf ein Geschäftskonto seiner Firma EWO Energietechnologie GmbH überwiesen haben. Durch die strafrechtlich relevanten Transaktionen seien ein Windpark in Blomberg sowie einer in Keppeln am Niederrhein in erhebliche Liquiditätsprobleme geraten.

Die beiden Windparkbetreiberfirmen, in denen Benik jeweils als vertretungsberechtigter Geschäftsführer der Komplementärgesellschaften agierte, hätten deswegen "in der konkreten Gefahr einer Insolvenz" gestanden, sagte Oberstaatsanwalt Horst Rürup. Seine Behörde habe bei ihren Ermittlungen, die bereits im Oktober vergangenen Jahres eingeleitet wurden, auch Erkenntnisse aus Zivilverfahren mit einbezogen. Wie berichtet, hatten bereits einige Zivilgerichte Benik zur Zahlung hoher Summen verurteilt.

Benik war am Freitag nicht erreichbar. Sein Sprecher, Matthias Hack, betonte, es "sei noch nicht erwiesen, ob ein Schaden entstanden ist". Außerdem müsse erst entschieden werden, ob die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen werde. Laut Staatsanwaltschaft hat Benik die 500.000 Euro zurückgezahlt. Das spiele für eine Strafbarkeit der Untreue aber keine Rolle.

Benik droht weiteres Unheil

Benik droht nach Informationen der Neuen Westfälischen noch weiteres Unheil. Auch der Windpark Wohlbedacht in Bad Wünnenberg hat gegen Benik und dessen Unternehmen EWO mehrere Zivilklagen in sechsstelliger Höhe eingereicht, wie Wohlbedacht-Geschäftsführer Johannes Lackmann auf Anfrage bestätigte.

Nachdem erst vor wenigen Tagen Vereinsvizepräsident Peter Evers im Zuge einer strafrechtlichen Affäre zurückgetreten ist, dürfte man beim Fußball-Zweitligisten SC Paderborn 07 die Anklage gegen Benik aus Imagegründen mit Sorge betrachten. Denn die schweizerische Energieteam AG, eine Holdinggesellschaft, unter deren Dach Benik offenbar seine vielfältigen Aktivitäten bündelt und wo er auch Geschäftsführer ist, war erst im Juni als Sponsor und neuer Stadion-Namensgeber in Paderborn präsentiert worden. Die Energieteam AG übernahm dabei die Rolle der insolventen Delbrücker Paragon AG. SC-Präsident Wilfried Finke war für eine Stellungnahme am Freitag nicht erreichbar.

Laut Handelsregister des Kantons Zug haben sich in der Energieteam AG, die mit einem Aktienkapital von 105.000 Schweizer Franken ausgestattet ist, in den letzten Monaten einige personelle Änderungen ergeben. Als Direktorin fungiert jetzt eine Deutsche, die offenbar in einer ganz anderen Branche aktiv ist und in Zug eine Sprachschule für Firmen betreibt.


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Kommentare
Geschäftliches und privates zu trennen, wäre sicherlich mehr als angebracht. Genauso sollte man die Manschaft und ihre Leistung, nicht mit den Geschäften des Vereins in einen Topf zu werfen. Der Bericht bezieht sich doch in der Hauptsache eher auf eine Person, dem seine Geschäftspartner es allem Anschein nach sehr leicht machen, übers Ohr gehauen zu werden.

Ich finde das alles sehr skuril beim SCP, der Verein hat einen AR-Vorsitzenden, der als Wirtschaftsprüfer/Steuerberater auch noch die Bücher des Vereins prüft, sich also selbst prüft. In Schalke führte das zum Rausschmiss von Schnusenberg. Der GF des Vereines schafft es, hohe Investitionskosten der Stadiongesellschaft bei der Budgetplanung zu vergessen und da leistet man sich einen Leiter Finanzen/Controlling und der GF Herr Hornberger schafft es nicht, eine professionelle Finanzplanung und Budgetüberwachung zu installieren und das schon seit Jahren!!! Ist aber stolz wie Oskar, die Nachlizenzsierungskriterien des DFB zu erfüllen. Komisch, ein professionel geführter Verein sollte sich über Lizensierungsauflagen keine Gedanken machen. Noch besser, nach den letzten "Hornberger raus"- Rufen und Bannern bestellt er sich auch noch die vermeindlichen Anführer ins eigene Büro und droht mit Konsequenzen. Wie arm ist das denn??? Die Fans wollen mit der Aktion den Verein schützen und Herr Hornberger wirft denen vereinsschädigendes Verhalten vor. Lach mich kaputt, ich hätte als Fan meinen Rechtsanwalt zu der Anhörung mitgenommen. Aber das passt alles sehr gut zur augenblicklichen Darstellung des Vereins. Hier missbrauchen diverse Herren den Verein als Selbstdarstellungsbühne und jeden Tag bröckelt die Fassade und absolutes Anfängertum tritt zu Tage. Herr Finke sollte sich sehr genau überlegen, mit welcher Führungsriege er im neuen Jahr an Start geht, denn schliesslich fällt am Ende des Tages alles auf ihn zurück und das hat er nun wahrlich nicht verdient.

Hallo, Der SC Fan kann doch wohl nur aus den eigenen Reihen des SCP kommen! Bravo Herr Kulinna, genauso ist es!! Hier noch ein paar 'Gerüchte' von Beobachtern der Szene. Benik und Deffke ( Spielerberater!?) wurden zusammen beim Spiel Union Berlin und SCP gesehen. Und dort trafen sie sich mit dem 'Stasi Sponsor' , den Union Berlin nicht haben wollte. Dieser Sponsor hat doch eine Firma irgendwo in den Emiraten. Ein paar Monate nach diesem Treffen meldet dann Energie Team einen Grossauftrag aus diesem Gebiet! Jetzt sieht man Deffke und Benik bei RW Ahlen ein und ausgehen. Deffke ist ein Spieler aus DDR Zeiten (ja bei Union Berlin seinerzeit, dem Stasi Club). Man sollte hier seiner Phantasie mal freien Lauf lassen. Und wenn man Benik's Geschichte seit 1999 verfolgt, kommt der 'Griff' in die Kasse der anderen wohl öfters vor. Das der Pressesprecher Hack (SCP) auch der Pressesprecher von Benik ist, (auch ist oder war er es bis vor kurzem für Paragon), ist sicherlich auch nicht angebracht. Wer glaubt denn allen Ernstes, das seriöse Firmen das noch lange mitmachen?? Karla

Anmerkung der Redaktion:
Günter Benik legt Wert darauf klarzustellen: "Das was dort geschrieben wurde ist absolut falsch. Ich bin kein Spielerberater, war nicht beim Fussballspiel in Berlin. Es ist kein Großauftrag erteilt worden, es wurde auch nicht darüber berichtet."

Es ist doch als Fan des SCP07 nicht mehr tragbar, wie Personen und nun auch Firmen das Image des SCP07 zerreiben. Herr Finke, ziehen Sie die NOTBREMSE, es könnte bald zu spät sein. Schicken Sie Ihren Leiter für Marketing beim SCP0/, Herrn Marcus Rüther, schnell wieder dort hin, wo er Marketing studiert hat. Es dürfte doch in der heutigen Zeit nicht schwer sein, wirtschaftliche Auskünfte von Firmen und deren Personen zu erhalten. Aber so etwas hat Herr Rüther bis heute noch nicht gehört. In Heidelberg gibt es eine gute Marketingschule, ab dahin. Der Verein sollte sich mit solchen Personen nicht weiter beschäftigen.

Oha, im Kanton Zug eine Holding...



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