Paderborn (nw). Randalierende Fußballfans haben vor und während der Zweitligabegegnung zwischen dem SC Paderborn 07 und Fortuna Düsseldorf am Freitagabend für viel Arbeit bei der Polizei und den Ordnungskräften gesorgt.
Ein Zug der Deutschen Bahn mit etwa 800 Gästefans aus der Landeshauptstadt kam am Freitagnachmittag erst mit rund einer halben Stunde Verspätung am Hauptbahnhof in Paderborn an, nachdem randalierende Fußballfans auf dem Weg von der Landeshauptstadt nach Ostwestfalen Teile des Zuges beschädigt und zweimal die Notbremse gezogen hatten.
Beim Zwischenstopp in Lippstadt wurde mutwillig durch Anhänger der Gastmannschaft die Türverriegelung des Zuges abgestellt. Da der Zug mit offen stehenden Türen nicht weiterfahren konnte, kam es erneut zu weiteren Verzögerungen auf dem Weg nach Paderborn.
Bei Ankunft auf dem Hauptbahnhof in Paderborn feuerten Gästefans zahlreiche Silvesterraketen und Knallkörper ab, ohne dabei Rücksicht auf die eigenen Fans zu nehmen. Dort eingesetzte Polizeibeamte wurden zum Teil gezielt mit Feuerwerksknallern beworfen. Wegen der Beschädigungen und massiven Verunreinigungen musste der Zug in Paderborn stehen bleiben und konnte nicht wie geplant für eine Weiterfahrt benutzt werden. Die planmäßige Zugverbindung zurück nach Düsseldorf musste ersatzlos gestrichen werden.
Der Transport der Fußballanhänger vom Hauptbahnhof zum Stadion wurde wie gewohnt durch Shuttlebusse bewerkstelligt. Dabei wurden zwei Scheiben eines Busses durch Insassen erheblich beschädigt.
Um es den Gästefans trotz der Verspätung dennoch zu ermöglichen rechtzeitig zum Spielbeginn im Stadion zu sein, wurde durch die Polizei in Absprache mit den beiden Vereinen und dem Schiedsrichter vereinbart, dass der Rückrundenstart in der Energie Team Arena mit zehnminütiger Verzögerung angepfiffen wird.
Während des Spiels kam es aus Reihen der fast 4.000 Düsseldorfer Anhänger zum Abrennen von pyrotechnischen Gegenständen. Zudem wurden mehrfach Böller auf das Spielfeld geworfen und Werbebanden stark beschädigt.
Dabei konnten die Verdächtigen mit Hilfe der im Stadion verbauten Videotechnik gefilmt werden. Die drei Verdächtigen wurden festgenommen und Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Sie wurden nach ihren Vernehmungen wieder aus der Obhut der Polizei entlassen. Die Rückreise nach Spielende verlief dagegen ohne weitere Störungen.
Diese (...) haben eben noch nicht gemerkt, daß der Rest der Menschheit schon aufrecht geht...