Lemgo. Was wäre, wenn Terroristen einen Anschlag auf die Lemgoer Lipperlandhalle verübten? Eine große Katastrophenschutzübung am Mittwochabend soll Einsatzkräfte auf diesen Ernstfall vorbereiten.

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"Regelmäßige Proben dieser Art sind unverzichtbar. Wir müssen im Schadensfall schnell und zielgerichtet reagieren. Am Mittwoch können wir unser gesamtes Krisenmanagement praktisch durchspielen", erklärte Landrat Friedel Heuwinkel. Um den fiktiven Krisenfall so real wie möglich zu gestalten, haben die Koordinatoren des Projektes folgende Geschichte inszeniert: In der Lipperlandhalle spielt der TBV gegen THW Kiel.
Krisenstab koordiniert
Gegen 20.30 Uhr wird plötzlich Alarm ausgelöst und eine Explosion im Kongresszentrum des Gebäudes gemeldet. Es gibt 40 Verletzte. Ab dann wird das Szenario Wirklichkeit: Der Landrat ruft die Großschadenslage aus, und der Krisenstab des Kreises wird aktiv. Dieser muss dann in Zusammenarbeit mit Land und Bund insgesamt 600 Einsatzkräfte reibungslos koordinieren. 40 Statisten müssen gerettet, von möglichen chemischen und radioaktiven Stoffen dekontaminiert und anschließend ins Klinikum Detmold transportiert werden.
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"Vor allem soll die Kommunikation über die verschiedenen Ebenen reibungslos verlaufen", betonte Rüdiger Most, Leiter des Krisenstabes bei der Bezirksregierung. Gleichzeitig sei während des Einsatzes auch die Information der Bürger eine sehr wichtige Aufgabe, ergänzte sein Kollege Meinolf Haase vom Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe.
Land trägt die Kosten
Lemgos Bürgermeister Dr. Reiner Austermann begrüßt, dass die Bundesrepublik sich intensiv auf solche Ereignisse vorbereitet. "Der Übungsort Lemgo ist gut gewählt, weil unsere Freiwillige Feuerwehr über besonderes Know-How und umfangreiche Einsatzerfahrung verfügt", sagte er und spielte damit auf den Gasalarm im Lüttfeld Berufskolleg an.Die Übung wird wahrscheinlich gegen ein Uhr morgens enden. Die Kosten von rund 30.000 Euro trägt das Land.















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