Sonnabend, 04.02.2012
Homepage-Ticker | RSS | Twitter | Impressum | Kontakt | AGB | Mediadaten


Schrift

29.01.2010
BIELEFELD
Bielefeld wehrt sich gegen Google Street View
SPD, Grüne und FDP setzen sich im Stadtrat durch

Alles im Blick | FOTO/COLLAGE: GERALD DUNKEL

Bielefeld (los). Erstmals haben SPD, Grüne und FDP im Bielefelder Stadtrat gestern Abend einen gemeinsamen Antrag durchgesetzt. Mit der Ampel-Mehrheit und gegen die Stimmen der CDU-Fraktion hat das Stadtparlament beschlossen, dass die Verwaltung die Bielefelder Bürger bei der Wahrung ihrer Persönlichkeitsrechte gegenüber "Google Street View" unterstützen soll. Google lässt, wie berichtet, zurzeit in vielen Städten, darunter auch in Bielefeld, alle Straßen und Gebäude fotografieren, um dem Internet-Nutzer zu ermöglichen, sich virtuell durch eine Stadt zu bewegen.

Den Bürgern soll zu diesem Zweck ein Widerspruchsformular gegen die Veröffentlichung sie selbst betreffender Daten sowohl online auf der Internetseite der Stadt als auch als Info-Flyer in schriftlicher Form bereit gestellt werden. Außerdem soll die Verwaltung bei "Google Street View" Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Fotos kommunaler Gebäude und von Fahrzeugen der Stadt einlegen.

Zu einer härteren Gangart gegen Google – wie sie etwa die Stadt Ratingen eingeschlagen hat – konnte und wollte die Ratsmehrheit sich aber nicht entschließen. In der rheinischen Mittelstadt hat die Verwaltung Google eine Rechnung über mehr als 6.000 Euro ausgestellt, weil das Fotografieren von Straßen zu kommerziellen Zwecken einer kostenpflichtige Sondernutzung von öffentlichen Verkehrsflächen darstelle.

Mehr zum Thema in nw-news.de

Schrift

Kommentare
Es ist verständlich, das der Stadtrat die Darstellung der Stadt in Googel verhindern will. Denn,wenn jeder sehen kann, wie Bielefeld heruntergewirtschaftet wird, ist es mit dem Image der Stadt vorbei und das Bielefelder Marketing kann noch so schön färben. Allerdings wird sich relativ schnell herumsprechen, warum Bielefeld gegen die Googelaktion ist.

jaja,wieder nährboden für die bielefeldverschwörung... demnächst is bi auch ausm shell/adac-atlas verschwunden.^^

@Paul Panther: Ich habe überlegt, ob ich sachlich korrekt antworten soll, habe mich aber für die andere, affektive Lösung entschieden. Also Herr Panther, was ist denn ihr Problem? Ärgern Sie sich darüber, dass sie nicht Informatik studiert haben und auf die Idee kamen, eine Suchmaschine zu programmieren? Ist es einfach nur Sozialneid oder haben Sie persönliche Einbußen in ihrer Lebensqualität durch google erfahren? Oder sind sie einfach nur sauer, weil google Forrestle.de aus dem Ad-Sense-Programm geworfen hat, und Sie jetzt nicht mehr den Regenwald retten können? Vielleicht haben Sie einfach auch nur Angst vor Voyeuren, man weiß es nicht.

Google street view ! SUPER ! Ideal zur Planung für Straftaten durch Kriminelle ! Zugegeben: Auch ohne Street View wurde neulich nach Einschlagen einer PKW-Scheibe in Garage geklaut !

Zunächst einmal möchte ich anmerken, dass Orthographie inklusive der Groß- und Kleinschreibung anscheinend vernachlässigbar ist. Zum Thema: Ich finde es in Ordnung, wenn man sagt, es ist ein Eingriff in die Privatsphäre, wenn Google Fotos von mir macht und ich erkennbar bin. Auch finde ich es in Ordnung, wenn man sagt, Google macht das, was jeder macht, bzw. machen kann, nämlich Fotos des öffentlichen Raums zu machen und diese zu veröffentlichen. Ich selber würde mich eher der letzteren Argumentation anschließen. Was ich allerdings höchst bemerkenswert und ganz offen gesagt ziemlich besorgniserregend finde, ist, dass es momentan eine Welle der Entrüstung wegen Fotos von öffentlichem Raum gibt, gleichzeitig aber der Staat alle erdenklichen Daten, die weitaus tiefer in die Privatsphäre eindringen, sammelt und speichert. Ich stelle mal die kühne These auf, das gerade die, die sich hier über Google mokieren, gleichzeitig mit ihrer Deutschlandcard fleißig Punkte für ihre neue Kaffeemaschine sammeln.



 Seite 1 von 4
weiter >
  >>


WAS MEINEN SIE? SCHREIBEN SIE IHRE MEINUNG



Sicherheitscode:

Bitte geben Sie oben
stehenden Code hier ein*:


*Pflichtfelder




Weitere Nachrichten aus OWL
DETMOLD: Arzu in der Türkei beerdigt
Die ermordete Jesidin Arzu Özmen (18) aus Detmold soll an diesem Samstag in der Türkei beerdigt werden. Wie ein Sprecher der Detmolder... mehr
GÜTERSLOH: "Das erste Buch" weckt Lust am Lesen
Die Vorfreude ist den Mädchen und Jungen anzusehen, denn sie bekommen heute ein Geschenk: "Das erste Buch". Fantasievolle Geschichten von A bis Z -... mehr

OWL: Der Ansturm aufs Heizöl beginnt
Die sibirische Kälte hat auch Ostwestfalen-Lippe fest im Griff. Für die Heizölhändler bedeutet dies Dauerstress. Akute Lieferengpässe gibt es jedoch... mehr
BIELEFELD: Oetker: Metallfäden in Haselnuss-Beuteln
Der Bielefelder Nahrungsmittelkonzern Dr. Oetker ruft Beutel mit gehackten Haselnüssen zurück, weil das Produkt Metallfäden enthalten könne.... mehr


OWL / NRW: Meistgeklickt heute vor ...

Anzeige

Fotos aus OWL
Umut Anil bei "Unser Star für Baku"
Umut Anil bei "Unser Star für Baku"
SC Paderborn - Union Berlin 3:2
SC Paderborn - Union Berlin 3:2
BÜNDE: 15. Ausbildungsplatzbörse im Stadtgarten
BÜNDE: 15. Ausbildungsplatzbörse im Stadtgarten
Bielefeld: Bielefelder beim "Tough Guy Race" in England
Bielefeld: Bielefelder beim "Tough Guy Race" in England
Werther: Frau in Theenhausen erstochen
Werther: Frau in Theenhausen erstochen
Gütersloh: Rentnerin lebensgefährlich verletzt
Gütersloh: Rentnerin lebensgefährlich verletzt


Videos
Regionale Wirtschaft
BIELEFELD: Oetker: Metallfäden in Haselnuss-Beuteln
Der Bielefelder Nahrungsmittelkonzern Dr. Oetker ruft Beutel mit gehackten Haselnüssen zurück, weil das Produkt Metallfäden enthalten könne.... mehr

Gerry Weber zieht mehr Mode an
Halle/Düsseldorf. Die Modebranche hat einen neuen Mittelpunkt: Nach 20 Monaten Bauzeit nimmt Modeunternehmer Gerhard Weber an diesem Wochenende seine... mehr

Ein großer Sprung für Bertelsmann
Gütersloh/Neu Delhi. Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Rabe hat in Noida, einem Vorort der indischen Hauptstadt Neu Delhi... mehr

Keine Gefahr für die Energiewende
Paderborn (jkl). Kann sich Deutschland in Zeiten turbulenter Finanz- und Schuldenkrisen die Energiewende überhaupt leisten? Eine Frage... mehr

Tamaris stöckelt nach Paris
Detmold. Mit einer Rekordsumme von 100 Millionen Euro schickt sich der Schuhhersteller Wortmann an, ab der kommenden Herbst-/Wintersaison für vier... mehr


Kultur
Hilary Hahn und Valentina Lisitsa fesseln mit Ives’ Sonaten
Bielefeld. Mit ihrer Popularität hat sie vor Jahren schon Schönbergs Violinkonzert weltweit zu neuer Aufmerksamkeit verholfen. Dann hob Hilary Hahn... mehr

BIELEFELD: VNV Nation von rund 2.000 Fans gefeiert
Moschusduft liegt in der Luft. Rund 2.000 Gothic-Fans und Elektro-Freunde aus der Region kamen in den Ringlokschuppen... mehr

Carl Strüwes Werk: Das Unsichtbare wird Kunst
Bielefeld. Im Jahr 1982 fasste der Pionier der Mikrofotografie, der Bielefelder Carl Strüwe, einen Entschluss. Er übergab der Kunsthalle Bielefeld... mehr

Tim Bendzko: "Sind so unfassbar erfolgreich"
Seinen ersten großen Auftritt hatte Tim Bendzko 2009, als er vor 20.000 Menschen auf der Berliner Waldbühne auftrat. Er hatte an einem Wettbewerb... mehr

Kindergarten für Hochbegabte
Die einen sagen Sprücheklopfer, die anderen TV-Anarchos, die Süddeutsche Zeitung schreibt, sie trügen einen pubertären Freigeist ins ZDF. Joachim ... mehr