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03.02.2010
Regierungspräsidentin prüft Klinik-Kredit für Arminia
Krankenhaus stellt 250.000 Euro zur Verfügung und behandelt alle verletzten Spieler
VON PETER STUCKHARD

Bielefeld. In Bielefeld zeichnet sich ein in Deutschland bisher wohl einmaliges Geschäft zwischen einem Fußballverein und einem kommunalen Krankenhaus ab: Das städtische Klinikum vergibt an den DSC Arminia einen Kredit von 250.000 Euro.

Dafür verpflichtet sich der Zweitligist, alle Spieler über 17 Jahre zur Sporteingangsuntersuchung und alle verletzten Spieler zunächst in dem Krankenhaus vorzustellen. Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl prüft die Rechtmäßigkeit des Vertrags.

Seitdem mit Alexander Rübbardt ein neuer Chefarzt die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie leitet, bemüht sich das Klinikum Bielefeld, im Sportbereich wieder mehr Patienten zu behandeln. Zusätzlich ist eine eigene Oberarztstelle für ein Zentrum für Sportverletzungen eingerichtet worden. "Natürlich haben die Armina-Spieler weiterhin freie Arztwahl", sagt Klinik-Geschäftsführer Johannes Kramer, "aber wir setzen auf zwei Effekte."

Erstens ist das Krankenhaus davon überzeugt, dass sich dort in Zukunft viele Spieler auf Dauer behandeln lassen. "Durch die Behandlung der Spieler erzielen wir einen Werbeeffekt, denn wir signalisieren dem gesamten Amateursport ein großes Vertrauen in die Kompetenz unserer Ärzte", erläuterte Kramer gestern die Übereinkunft mit Arminia, nachdem er am Tag zuvor nähere Auskünfte darüber verweigert hatte.

Stellungnahme von Stadt und Krankenhaus gefordert

Arminia Bielefeld bekommt als Gegenleistung den Kredit, den Kramer "aus dem Laufenden finanziert". Über dessen Laufzeit und den vereinbarten Zinssatz wollte sich der Geschäftsführer nicht äußern. Man kann aber davon ausgehen, dass er unterhalb des marktüblichen Zinses liegt.

Die Frage, ob die finanzielle und rechtliche Situation der gemeinnützigen Klinikum Bielefeld GmbH einen solche Vorgehensweise erlaube, sei, so Kramer, ausführlich von Wirtschaftsprüfern "und zwar" so Kramer, "auch von externen" und Juristen geprüft worden". "Die waren alle der Meinung, die Kreditvergabe gehe in Ordnung, wenn eine entsprechende Gegenleistung da ist." Kramer betrachte die Kreditvergabe denn auch als "Investition, die sich innerhalb kürzester Zeit rechnen wird" und "in keiner Weise als eine Art Sponsoring des Vereins". Doch die Detmolder Regierungspräsidentin als Aufsichtsbehörde bat dennoch Stadt und Krankenhaus um eine Stellungnahme.

Über die Pläne der Geschäftsführung war der Aufsichtsratsvorsitzende Detlef Werner (CDU) informiert, sein Stellvertreter Holm Sternbacher (SPD) dagegen nicht. Während Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) die Zusammenarbeit von Klinik und Arminia begrüßte, hagelte es gestern auch Kritik. So meinten die Grünen, dass das Engagement der Klinik wegen der Finanzlage im Gesundheitswesen und in den Krankenhäusern nicht zu vermitten sei.

Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
Rat für jeden Arminen-Fan:
Spende doch monatlich 5% Deines Netttoeinkommens für Deinen Verein, damit er sich teurere Spieler leisten kann. Spenderliste ist im Internet zu veröffentlichen.

Ja, das ist sicherlich nicht glücklich gelaufen. Das kommt eben aus ewiger Heimlichtuerei heraus. Aber das Gesundheitswesen ist eben im Moment wirklich ein heißes Eisen. Allerdings was die Politik jetzt draus macht, dass ist schon lächerlich. Und wenn das Klinikum (was ja nun wirklich nicht den besten Ruf genießt) meint, dass es im Sportbereich besser plaziert ist, dann sollen die es doch versuchen. Genauso finde ich die Argumentation des Aufsichtsrates lächerlich. Von wegen "Einem Verein einen Kredit geben aber kein Geld für besser bezahlte Schichtdienste..." HALLO??? Bei einem Kredit VERLEIHE ich Geld und bekomme es Verzinst (DAS BEDEUTET ES WIRD MEHR) zurück. Plus der Zusatzdeal. Wenn ich dem Oberarzt 1.000 Euro im Monat mehr zahle, dann sind das 12.000 Euro im Jahr die WEG sind. Und die gibt der mir nicht wieder. Aber sei es drum, allerdings würde ich die Politik gerne mal daran erinnern, dass keiner seinerzeit geprüft hat, ob es rechtens ist, dass ein ganzes LAND (NRW) für einen völlig ÜBERSCHULDETEN Fussballverein (Borussia Dortmund) als Bürge eingesprungen ist. Klar, ist ja auch der BVB und ob wir Bürger (denn wer finanziert denn bitte das Land) für 160.000.000,- Euro gerade stehen hat auch keiner gefragt. Sowas ist in meinen Augen viel Schlimmer. Solche hoch überschuldeten Vereine sollten eigentlich keine Lizenzen mehr für das Profigeschäft bekommen. Insolvenz, alles pfänden und (in diesem Fall der BVB...kann aber auch ohne weiteres auf andere Vereine übertragen werden) spielt wieder auf Asche amateurfußball. Mich würde mal interessieren was das Land NRW machen würde, wenn Arminia Bielefeld mit 50.000.000,- Euro Schulden vor der Insolvenz stehen würde. Dann würde es heißen "War schön mit euch." Also soll auch gefälligst kein Politiker oder Angestellter des Klinikums mit Gerechtigkeitsgefasel daher kommen.

Also ich finde diesen Deal wirklich unangebracht, unduwar aus folgenden Gründen.
Man muss sich doch einmal die aktuelle Lage der Krankenhäuser bzw. überhaupt des Gesundheitssystems vor Augen führen. Die Kosten explodieren, der Aufenthalt im Krankenhaus wird auch immer kürzer etc. Da könnte man noch etliche Beispiele bringen.

So und dann kommt ein KKH daher und gibt einem Profiverein Geld? Auch wenn es nur ein Kredit ist. Kann man dieses Geld nicht besser einsetzen? Etwa in neue Geräte in die Ausstattung des KKH? Wäre es nicht auch eine tolle Werbemaßnahme wenn die Patienten begeistert wären von einer modernen Ausstattung oder zumindest von einer guten Behandlung und Pflege?

Das die Profivereine versuchen ihre Kosten auf das minimalste zu beschränken nur um nochmehr Geld in den Etat der Spieler zu pumpen ist eine scheußliche Entwicklung. Die Mitarbeiter vom DSC und damit meine ich nicht die Herren von Oben oder die Spieler, verdienen schlecht...nur damit ein Spieler aus Togo oder Albanien oder sonstwo ein bißchen kickt?

Naja der Fußball kann sich sehr gut selbst finanzieren. Glaubt ihr wirklich ein Profispieler des DSC muss nach einem Ende der Karreire mit ca. 33 Jahren noch einmal arbeiten gehen?

Bielefeld und Fußball das ist wie ein Trauma!!!!!
jedes Jahr was neues, was für Klöpse die Arminen bringen.
An meiner Stelle würde ich den DSC maximal in eine untere Klasse spielen lassen.Sowas ist ist Profiuntauglich
ist doch peinlich sone Schlagzeilen zu machen.
das Geld für neue Spieler wäre ja drin gewesen aber nein der Bus mußte ja neu angeschaft werden-
Traurig Traurig der Verein !!!!!!!!

Viel schlimmer als der Fußball den uns der DSC bietet sind die Leute die sich als Fans titulieren und dabei den Verein und alles was damit zu tun hat nur schaden zufügen ... schade, das es zu den Usernamen hier keine Bilder gibt, dann wüsste man wenigstens auf der Alm welcher Eiernacken da neben einen Steht !!! Ich kriege das k... wenn ich eure Beiträge lese ... es muss schon einiges im Leben schief laufen, damit man immer nur so pessimistischen denken kann !!! Ihr bremst damit nur den "eigenen" Verein …



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