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05.02.2010
PADERBORN
Kinderpornos: Staatsanwalt befördert
VON HUBERTUS GÄRTNER

Befördert | FOTO: DPA

Paderborn. Sowohl auf dem privaten als auch auf dem Dienstcomputer des Staatsanwaltes waren kinderpornografische Darstellungen gefunden worden. Der skandalöse Vorfall liegt bereits neun Jahre zurück. Die Paderborner Staatsanwaltschaft leitete damals gegen den Beschuldigten ein Verfahren ein. Es wurde an die Detmolder Staatsanwaltschaft abgegeben. Diese stellte das Verfahren im Juni 2002 gegen die Zahlung einer Geldauflage von 6.000 Euro ein. Das Düsseldorfer Justizministerium wurde seinerzeit über die Ermittlungen unterrichtet.

"Dem Vorschlag entsprochen"

Im vergangenen Jahr bewarb sich der wegen der Kinderpornos vorbelastete Staatsanwalt dann auf eine freie Stelle als Gruppenleiter in seiner Behörde. Der damalige Paderborner Behördenleiter, Oberstaatsanwalt Wolfgang Specht, schrieb dem Kandidaten zur allgemeinen Überraschung eine sehr gute Beurteilung, die an die Generalstaatsanwaltschaft in Hamm weitergeleitet wurde. Auch der Generalstaatsanwalt hielt die Beförderung offenbar für angemessen. Die Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter habe "dem Vorschlag der Generalstaatsanwaltschaft entsprochen" und schließlich "die Beförderungsentscheidung getroffen", teilte das NRW-Justizministerium gestern auf Anfrage mit.

Der Besitz von Kinderpornografie ist ein verabscheuungswürdiges Delikt. Deshalb hat der Gesetzgeber in den vergangenen Jahren den Strafrahmen verschärft. Viele Staatsanwälte finden es kaum erträglich, wenn einer ihrer Kollegen sich einer solchen Tat schuldig macht. Sie sind empört darüber, dass dieser Mann später sogar noch Karriere macht und in die mittlere Leitungsebene befördert wird.

"Nicht rückgängig zu machen"

Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter wird heute in Paderborn den ehemaligen Leiter der Staatsanwaltschaft, Wolfgang Specht, in den Ruhestand verabschieden und seinen Nachfolger, Volker Schmerfeld-Tophof, ins Amt einführen. Müller-Piepenkötter betont, dass die Personalakte des umstrittenen Kinderporno-Staatsanwaltes keine Hinweise auf den inkriminierten Sachverhalt mehr enthalten habe. Der Vorgang zu einem im Herbst 2002 abgeschlossenen Disziplinarverfahren "wurde den Vorschriften der Tilgungsverordnung entsprechend bereits im Jahr 2005 getilgt", so das Ministerium.

Nach dem Ablauf der Tilgungsfrist eines Disziplinarvorgangs dürfe der "Vorgang" "keine Berücksichtigung mehr finden". Es sei daher "den jetzt handelnden Personen aus zwingenden rechtlichen Gründen weder möglich, die Beförderung zu versagen", noch sei es möglich, "die erfolgte Beförderung rückgängig zu machen".

Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
Sehr geehrte Frau Müller- Piepenkötter,was für ein Rechtsverständnis haben sie.Ein verurteilter Straftäter wegen Kinderpornographie wird von ihnen zum Gruppenleiter in der Staatsanwaltschaft befördert und sie stellen fest, dass diese Beförderung nicht mehr zurücjh zu nehmen sei. Dieser Mann hat für mich eine schwere Straftat begangen. Diese ist ihnen zur Kenntnis gelangt. Auch wenn diese Tat in den Akten und sonstwo gelöscht wurde- Strafe bezahlt usw.walten sie ihres Amtes als Justizministerin, sonst machen nicht nur sie sich lächerlich, sondern auch die gesamte CDU/FDP Regierung, was ich sehr bedauern würde, da ich ein Anhänger dieser Regierung bin. Glauben sie nicht, es ist Blödsinn, was diese Idioten schreiben. Das sind ihre Wähler. Politiker sind nur Momentaufnahmen.

wenn man bei Rot über die Ampel fährt, wird man mit einem einmonatigen Fahrverbot, Bußgeld und Punkten in Flensburg bestraft... nur mal n kleiner Vergleich zum Thema Bestrafung

soviel also zur Glaubwürdigkeit und inneren Einstellungen in unserer Justiz. Biste oben haste nix zu befürchten. Biste unten treten alle ohne Konsequenzen nach. Gerade bei diesem sensiblen Thema sollte doch die weiße sowas von rein und weiß sein dass es blenden muss. Klar sind es auch nur Menschen, aber sie haben sich dem Recht und der Gerechtigkeit verschrieben. Sieht die für die Amtsinhaber anders aus als für das normale Volk???? Weg, ohne Bezüge und ohne "Pensionsansprüche". Solchen einen muss das Volk von seinen Steuern nicht auch noch unterstützen. Jeder kleine Popans wäre im hohen Bogen geflogen und würde nie wieder einen Job bekommen. Aber es gibt halt die Bessermenschen

und bald haben wi ichte da sitzen die Mode begannen haben... ich glaubs nicht... jede hans und wurst wird gekündigt, weil man hunge hat, sich was nimmt... und so eine nicht??? Wo leben wir???? Mir fehlen echt die Worte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Abe das ist Deuschtland... GELD egiet die Welt... wid Kohle auf den Tisch gepackt und schon ist die sache gegessen....

Als Beamter in einer solchen Position sollte seine Weste eigentlich weiss sein - hier leider nicht ganz der Fall. Frau Piepenkötter macht offenbar Ihre - durch die Wähler aufgegebenen - Schularbeiten nicht mit der gebotenen Sorgfalt - Piepenkötter - sechs - setzen. Aber hinterher die Hand aufhalten, wenn die Pension reinrieselt, das wird sie bestimmt gewissenhafter machen. So langsam entwickeln wir uns eh' zur Bananenrepublik, was soll man sich noch aufregen. Wer es noch nicht gemerkt hat, wir leben in einer "demokratischen Diktatur".



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