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14.02.2010
LEMGO
"Kasper hat uns betuppt"
Ärger über lippischen Landesverbandschef / Rücktritt oder Abwahl

Unklare Zukunft | FOTO: LANDESVERBAND LIPPE

Lemgo (gär/hl). Am Ende war sich Andreas Kasper immer noch keiner Schuld bewusst. Der lippische Landesverbandsvorsteher werde "mit Blick auf den Kampagnencharakter der Medienberichterstattung die Gelegenheit nutzen, sich umzuorientieren", sagte Freitag seine Sprecherin Peggy Pfaff. Den geistigen Diebstahl in Kaspers Publikationen erwähnte sie nicht. Kasper werde "vorerst keine weiteren Erklärungen abgeben".

Damit blieb zunächst offen, ob und wann Kasper offiziell zurücktritt. Alle Parteien erwarten das – ansonsten wollen sie einen "Antrag auf Abwahl" stellen, der dann zur Folge hätte, dass der auf acht Jahre gewählte Kasper dem Landesverband Lippe wohl noch länger auf der Tasche liegen würde. "Kasper hat uns betuppt", er sei "untragbar geworden": Der lippische SPD-Kreisvorsitzende Dirk Becker sprach gestern aus, was viele andere schon länger dachten.

Der Landesverband Lippe ist nicht zu beneiden. Anfang 2008 musste Vorsteher Joachim Bünemann (SPD) wegen Vorteilsannahme den Hut nehmen. Doch auch die Wahl von CDU-Mann Kasper entpuppte sich als Fehler. Bei der Suche nach einem Nachfolger müsse nun "Sorgfalt vor Schnelligkeit gehen", sagt Grünen-Bezirkschefin Sigrid Beer.

Die FDP sieht das genauso. "Wir brauchen jetzt eine Personalentscheidung, die lange trägt", betont Bezirkschefin Gudrun Kopp. Zunächst aber sei es wichtig, bei der Trennung von Kasper Wege zu finden, die keine Kosten verursachten. Daher wäre sein "freiwilliger Rückzug der einzig richtige Weg", meint die SPD-Regionsvorsitzende Ute Schäfer. Die Stelle müsse auf jeden Fall neu ausgeschrieben werden. "Der Kandidat sollte nicht nach Parteizugehörigkeit ausgewählt werden."

Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
Die Kasper ist erst seit 1,5 Jahren im Amt - wie kann man nach Abzug der "Einarbeitungszeit" davon reden, dass er gute Arbeit geleistet hat? Für Jemand, der fast in der gesamten Zeit damit beschäftigt war, den Dreck von seinem Stecken zu wischen ( Schadenersatzforderungen von Verlagen / Aberkennung des Doktortitels usw. ) ist das Loblied auf seine angeblichen positiven "Hinterlassenschaften" eine mehr als kühne Behauptung derer, die sich von dem schillernden Parteibuch bei seiner Berufung haben blenden lassen.

Apropos die gute Arbeit, die Andreas Kasper trotz allem geleistet haben soll: Erst will er die Externsteine zum Weltkulturerbe machen und keine Woche später einen Baumwipfelpfad in unmittelbarer Nähe der Steine errichten lassen. (Beides groß in der Lippischen Landes-Zeitung) Entweder hat er nie von der Dresdener Waldschlösschenbrücke gehört oder es übersteigt seine intellektuellen Fähigkeiten zu erkennen, dass beide Vorhaben sich gegenseitig ausschließen. Der Mann hat nicht nur abgeschrieben, er ist auch inkompetent (und wollte eigentlich nur immer mit Bild in die Zeitung!)

Wie wäre es denn, den lippischen Landesverband als Relikt der Kleinstaaterei endlich aufzulösen?! Der 12. Juni 2010 wäre dafür ein dem Anlass angemessenes Datum; der 40ste Todestag Heinrich Drakes. Dann könnte er wenigstens in Frieden ruhen; denn vor dem Hintergrund, was aus dem Landesverband geworden ist, hat sich Heinrich Drake wohl schon mehrfach im Grabe umgedreht.

Naja, wenn man sich Zeit lassen kann, dann scheint die Stelle ja überflüssig zu sein. Angesichts leerer Kassen, kann man auch überflüssige Stellen streichen.

In dieser Angelegenheit sieht man so einiges an Vitamin B (weiter höher nennt man es Lobbyismuss). Welcher Politiker möchte sich mit der kurzen Geschichte dieses Herren schmücken frage ich mich momentan? Und ich frage mich momentan, warum so einiges zeitlich verschleppt wurde? Hier Profsessoren und Verlag? Und warum sind diese dann eingeknickt und haben dann zugegeben, dass etwas falsch gelaufen ist? Ich als Bürger dieser Republik fordere Aufklärung, da mir das momentane Gefüge innerhalb der regierenden Parteien nicht mehr das Gefühl gibt, dass diese unseren Staat und uns als Volk vertreten! Ich frage mich aber auch, warum ein Bertüger durch unsere jetzigen Politiker geschützt wird? Denn durch diese, ist diese Person in dieses Amt gedrückt worden, trotz bessere Konkurrenten! Rechtlich sollte und kann man diese Person wegen Betrug und Erschleichung eines Amtes anzeigen. Sowie zur Rückzahlung der bisherigen Bezüge! Warum dann eigentlich die Disskussion innerhalb der Politik und die Verschleppung, Verzögerung? Warum schützen Sie Ihre Verantwortung? Haben die alle Angst um ihren Posten? Hier geht es nicht mehr um das Grundgesetz, bzw. um das Wohl des Volkes, sondern um den Anfang von Schachereien zwischen Lobbyisten (=sagen wir mal reiche Firmen) und Machterhalt der Parteien und deren Einzelpersonen für ihre gesicherte Rente nach 8 Jahren, wo das Volk 45 Jahre arbeiten muss und auch zahlt?!? Sind unsere Politiker noch volksnah? Oder Glaubwürdig? Dieser Vorfall zeigt doch eine gewisse Eigendynamik in der Arbeit unserer gewählten Vertreter, die wir und das deutsche Volk nicht hinnehmen müssen! Schönen Gruß Tom_K



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