Bielefeld. Bei der Neuen Westfälischen wird Sport groß geschrieben, nicht nur in der täglichen Berichterstattung, sondern auch durch die finanzielle Unterstützung wichtiger regionaler Veranstaltungen. Jüngstes Projekt ist der Sparkassen-Marathon 2011, bei dem sich diese Zeitung mit einem namhaften Betrag engagieren wird. "Dieser Marathon ist eine wunderbare Ergänzung zu unseren schon längere Zeit praktizierten Beteiligungen am Hermannslauf, am Run&Roll-Day oder am Paderborner Osterlauf", sagte NW-Geschäftsführer Axel Frick bei der offiziellen Bekanntgabe der Kooperation mit der Sparkasse.
Bielefelds größtes Geldinstitut veranstaltet am 17. September 2011 den Sparkassen-Marathon, die inoffizielle Internationale Deutsche Meisterschaft der Sparkassenorganisation, an der etwa 3.500 Läuferinnen und Läufer aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland teilnehmen, allesamt Mitarbeiter der Bank oder angeschlossener Unternehmen.
Comeback nach 29 Jahren
Lang, lang ist’s her, dass in Bielefeld ein Lauf über die klassischste aller Distanzen, eben die 42,195 Kilometer eines Marathon-Rennens, stattfand: 1982 ging es mit Unterstützung der Britischen Rhein-Armee letztmals durchs Stadtgebiet. Bis Mitte der 90er-Jahre gab es dann den Citylauf, der regelmäßig große Zuschauermassen in die Obern- und Niedernstraße lockte, doch irgendwann mangels Sponsoren einschlief. So blieb nur der "Hermann" als das Bielefelder Lauf-Event schlechthin.
Von dieser Traditionsveranstaltung profitiert auch der Marathon am 17. September 2011: Zum Projektteam der Sparkasse Bielefeld gehören auch einige Mitglieder aus dem Hermannslauf-Organisationsteam des TSVE 1890 Bielefeld. (dogi)
"Da die Kapazitäten es ohne weiteres hergeben, war von Anfang an daran gedacht, den Lauf für jedermann zu öffnen. Deshalb haben wir einen Partner gesucht, der die sogenannte ,freie Wertung’ trägt – und den nun in der Neuen Westfälischen gefunden", erklärte Dr. Dieter Brand, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bielefeld. "Wir als Zeitungsverlag können ja unmöglich die ganze Organisation einer solchen Veranstaltung schultern. Deshalb lag es nahe, die bei der Sparkasse vorhandene Infrastruktur zu nutzen, also gewissermaßen auf den schon rollenden Zug aufzuspringen, und den sportlichen Schulterschluss mit einem befreundeten Unternehmen zu vollziehen", meinte NW-Geschäftsführer Wolfgang Kaeller.
Bis zu 2.500 Teilnehmer – die Gesamtzahl der Starter soll auf 6.000 begrenzt werden – können sich voraussichtlich ab April 2010 auf einer eigens dafür eingerichteten Internet-Plattform für den "Neue-Westfälische-Stadtlauf" anmelden. Hier bestehen Startmöglichkeiten über die Marathon- und Halbmarathonstrecke sowie in einer 4x10,5-Kilometer-Mixed-Staffel. Die Läufer des Sparkassen-Marathons und des NW-Stadtlaufs machen sich zwar um 8.30 Uhr am Bielefelder Rathaus gemeinsam auf den Weg, werden aber gesondert gewertet.
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Die mit dem Bielefelder Amt für Verkehr bereits abgesprochene und exakt vermessene Strecke führt nach einer kurzen Runde um die Ravensberger Spinnerei und nach einem Abstecher in die Innenstadt ab Kilometer drei schnurstracks über die Artur-Ladebeck-Straße in Richtung Bielefeld-Quelle. Dort wird im Waldstadion bereits das Ziel des 10-Kilometer-Laufes (nur für Sparkassen-Starter) erreicht. Die Halbmarathon-Läufer absolvieren anschließend eine knapp elf Kilometer lange Schleife durch die Ortsteile Quelle und Ummeln, ehe auch sie im Waldstadion abgewunken werden. Die Marathon-Männer und -Frauen müssen diese Runde sogar dreimal hinter sich bringen. Alle Siegerehrungen der freien Wertung finden ebenfalls im Waldstadion statt.
Abschließend sprach Axel Frick die Hoffnung aus, dass Sparkassen-Marathon und NW-Stadtlauf dazu beitragen könnten, "Bielefeld als Läuferstadt noch weiter zu etablieren". Zur Dauereinrichtung der beiden Unternehmen wird die Veranstaltung allerdings nicht werden: Alle Beteiligten betonten nachdrücklich die Einmaligkeit ihres Engagements.