Lemgo (gär/sew). Die lippische Koalition aus CDU, Grünen und Freien Wählern will einen Antrag zur Abwahl des Landesverbandsvorstehers Andreas Kasper (CDU) stellen. Das bestätigte der stellvertretende Verbandsvorsitzende Moritz Ihlemann (Grüne). Alle Parteien hatten Kasper, dem zahlreiche Plagiate vorgeworfen werden, aufgefordert, Konsequenzen zu ziehen.
Nur bei einem freiwilligen Rücktritt vom Amt würde Kasper dem Landesverband Lippe finanziell nicht weiter zur Last fallen. Doch bislang zeigte er sich nicht zu einem Rücktritt bereit.
Ein Antrag auf Abwahl muss von einer Mehrheit der Vertreter der Landesverbandsversammlung unterzeichnet werden. CDU und SPD haben dort je vier, Grüne und FDP je eine Stimme.
Zur Abwahl selbst, die sechs Wochen nach dem Antrag auf einer Sondersitzung geschehen könnte, wäre eine Zweidrittelmehrheit nötig. Nach einer Abwahl würde Kasper noch fünf Jahre lang 71,75 Prozent seiner Dienstbezüge erhalten. Die SPD fordert Kaspers Rücktritt, weil eine Abwahl den Verband zu teuer komme. Die FDP hält es wegen der finanziellen Folgen für verfrüht, den Abwahlantrag zu stellen. Kasper habe auch nicht genug Zeit gehabt, eine berufliche Alternative zu suchen.















