Oelde/Rheda-Wiedenbrück (ei). Bei einem schweren Auffahrunfall ist am Mittwoch gegen 16.20 Uhr auf der A 2 bei Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh ein Lkw-Fahrer schwer verletzt worden. Viel Glück hatten bei diesem schweren Unfall die Mitarbeiter des Glas-Recyclers Reiling aus Marienfeld: Die Scania-Zugmaschine war wegen eines Schadens an der Wasserpumpe liegen geblieben, gerade als die Reparaturarbeiten beginnen sollten, fuhr der mit Lebensmitteln beladene Lkw aus Gießen auf.
Der 51-Jährige Fahrer des Marienfelder Unternehmens war in Fahrtrichtung Dortmund unterwegs, als er rund drei Kilometer vor der Anschlussstelle Oelde auf dem Seitenstreifen anhalten musste. Er rief einen Servicewagen des Unternehmens, der kurze Zeit später eintraf. Als der Monteur seinen Werkstatt-Wagen zur Absicherung hinter den defekten Lkw abgestellt hatte und gerade mit den Arbeiten beginnen wollte, näherte sich ein mit Lebensmitteln beladener Lkw.
Der Fahrer erkannte die Gefahrenstelle offenbar nicht und fuhr scheinbar ohne zu bremsen auf das Heck des mit Glasscherben beladenen Aufliegers. Ob eventuelle die tief stehende Sonne für den schweren Unfall mit verantwortlich ist, müssen nun weitere Untersuchungen der Polizei ergeben.
Der in Gießen zugelassene Lkw schrammte an der Fahrerseite des Pannen-Lkw vorbei und krachte nach knapp 100 Metern in die rechte Leitplanke. Der vor allem mit Süßigkeiten beladene Auflieger drückte auf die Mercedes-Zugmaschine, die einknickte und liegen blieb. Der Fahrer konnte zwar das Führerhaus verlassen, er wurde vom Notarzt aus Rheda-Wiedenbrück behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht.
Den Schaden schätzt die Autobahnpolizei auf rund 170.000 Euro. Die dreispurige Autobahn blieb zunächst knapp eine Stunde voll gesperrt. Während der Bergungsarbeiten, bei denen unter anderem zwei 80-Tonnen-Autokräne und mehrere Tieflader eingesetzt wurden, wurde der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbei geleitet. Der Verkehr staute sich auf einer Länge von rund 15 Kilometern.