Holzminden. Eine gewaltige Detonation schreckte in der Nacht zu Montag in Holzminden zahlreiche Bewohner auf. Vor einem Wohnhaus war offensichtlich ein abgelegter Sprengkörper zur Explosion gebracht worden. Im Eingangsbereich des Hauses entstand erheblicher Sachschaden, Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt.
Um 0.33 Uhr lief die Meldung über einen lauten Knall im Hasenstieg in der Leitstelle in Hameln auf. Nach dem Eintreffen der Einsatzbeamten vor Ort wurde festgestellt, dass vor einem Wohnhaus ein mit Erdreich und Blumen bestückter Kübel aus massivem Blech stark deformiert und umgestürzt und die gesamte Fensterfront des Eingangsbereichs erheblich beschädigt war.
Lichtschachtabdeckungen (Gitterrosten) wurden deformiert und aus der Verankerung gerissen. Im gesamten Grundstücksbereich und auf der angrenzenden Straße wurden abgerissene Blumenteile, Glasscherben bis zu einer Entfernung von zehn Metern und Steine bis zu einer Entfernung von sieben Metern vorgefunden.
Selbstgebaute Rohrbombe
Spezialisten des Landeskriminalamtes Niedersachsen untersuchten die Explosionsstelle. Erste Feststellungen haben deutlich gemacht, dass der unbekannte Täter eine selbstgebaute Rohrbombe zur Explosion gebracht hatte. Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar. Die Ermittlungen dazu laufen derzeit auf Hochtouren. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro.
Die Ermittler bitten Zeugen, die gegen 0.30 Uhr im Zusammenhang mit der Explosion möglicherweise verdächtige Beobachtungen im Bereich des Hasenstiegs gemacht haben, sich unter Tel. (0 55 31) 95 80 zu melden.
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