Lemgo (gär). Die SPD im Kreis Lippe fordert die Landesregierung in Düsseldorf auf zu prüfen, ob die Ernennung des lippischen Landesverbandsvorstehers Andreas Kasper (CDU) "wegen Unwürdigkeit" komplett rückgängig gemacht werden kann. In diesem Zusammenhang sei der Paragraf 12 des Beamtenstatusgesetzes zu prüfen, so SPD-Geschäftsführer Rainer Brinkmann.
Kasper war wegen zahlreicher Plagiate in Ungnade gefallen. Sein Doktortitel wurde aberkannt, er musste 9.000 Euro Strafe zahlen. Die Staatsanwaltschaft Detmold prüft, ob sich Kasper weiterer Verstöße gegen das Urheberrecht sowie eines Betruges zum Nachteil des Kohlhammer-Verlages schuldig gemacht hat.
Bei einer Abwahl Kaspers, die von CDU und Grünen ins Auge gefasst wird, hätte Kasper einen Anspruch darauf, dass ihm noch fünf Jahre drei Viertel seines Gehaltes gezahlt werden.