Minden. Für große Aufregung sorgte am Dienstagmorgen ein Fund im Becken des Abstiegshafens in Minden. Bei Nassbaggerarbeiten zur Vertiefung der Fahrrinne war gegen 8.30 Uhr ein Metallkörper aus dem Wasser befördert worden, der wie ein Torpedo aussah. Der 49-jährige Baggerfahrer stellte die Arbeiten vor Ort ein und verständigte die Wasserschutzpolizei. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst in NRW kümmerte sich um die vermeintliche Entschärfung.
Ziemlich schnell wurde den Experten klar, dass es sich bei dem 1,80 Meter großen Gegenstand nicht um eine Bombe handelte. Vielmehr stellte sich heraus, dass ein alter Schwimmkörper, der in früheren Zeiten Messgeräte enthielt, durch den Bagger ans Tageslicht befördert worden war. Es wurde umgehend Entwarnung gegeben, teilte die Polizei mit.
Während des Zweiten Weltkriegs waren die Schachtschleuse und die Kanalüberführung bedrohte Ziele, sodass ein Bombenfund nicht unwahrscheinlich gewesen wäre. Im Vorfeld der Bauarbeiten hatte es aber bereits Suchmaßnahmen nach Blindgängern gegeben.
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