Mettmann (brm). Für besonderes Aufsehen und einen Großeinsatz der Polizei sorgte am frühen Mittwochmorgen gegen 7.30 Uhr, ein 28-jähriger Mann aus Paderborn an der innerstädtischen Düsseldorfer Straße in Mettmann.
Aufmerksame Verkehrsteilnehmer hatten den Mann beobachtet, wie er in Höhe des Hauses Nr. 17 auf einer Treppe am Straßenrand saß und dabei eine Pistole in der Hand hielt und die Polizei alarmiert. Die Beamten leiteten sofort Absperr- und Evakuierungsmaßnahmen ein, da sich in unmittelbarer Nähe des Einsatzortes ein Kindergarten und ein Altenheim befinden.
In einem Großeinsatz, an dem bis zum Einsatzende insgesamt 17 Streifenwagen und Funkmotorräder aus dem ganzen Kreis Mettmann eingesetzt waren, ging die Kreispolizei von einer möglichen Bedrohungslage aus.
Während des ersten Gesprächs konnte der scheinbar alkoholisierte Mann, der auch weiterhin offen mit einer Schusswaffe hantierte, von Polizisten dazu bewegt werden, den Fußweg zum Kindergarten zu räumen. Der Mann ging dann in den Eingangsbereich eines unbewohnten Hauses in der Nähe, wo er sich auf den Stufen vor der Haustür niederließ.
Noch bevor besonders geschulte Verhandlungsbeamte am Tatort eintrafen, setzte der Mann plötzlich die Schusswaffe an den eigenen Kopf und drückte ab. Von dem ausgelösten Schuss wurde er aber nur leicht verletzt, da es sich bei der Waffe um eine Schreckschusspistole handelte. Der Verletzte wurde von Polizeikräften sofort entwaffnet, überwältigt, festgenommen und ambulant vom Arzt behandelt.
Mitarbeiter des Ordnungsamtes ließen den Paderborner in psychiatrische Behandlung einweisen. Der 28-Jährige ist der Mettmanner Polizei kein Unbekannter. Schon am 3. Dezember hatte sich der Mann, den psychische Probleme einer gescheiterten Beziehung immer wieder nach Mettmann zur Düsseldorfer Straße führen, mit bereits angeschnittenen Handgelenken und an beinahe gleichem Ort vor ein fahrendes Auto geworfen, dass aber gerade noch stoppen konnte. Auch damals schon wurde der suizidgefährdete 28-Jährige in psychiatrische Behandlung übergeben.