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18.03.2010
HERFORD
Zoff im Go Parc: Jetzt spricht der Sicherheits-Chef
Lindemann: Verletztes Pärchen hat gelogen
VON MEIKO HASELHORST

Herford. André Lindemann, Sicherheits-Chef im Go Parc, hat die Nase voll. Gut 60 Online-Kommentare zum NW-Bericht "Zoff im Go Parc" vom 5. März zeigen, dass die Sympathien klar verteilt sind – fast alle Leser ergriffen Partei für das Pärchen, das am frühen Sonntagmorgen von den Türstehern der Großdisco unsanft behandelt worden sein soll. "Dabei war der Artikel objektiv", sagt Lindemann. Jetzt geht er in die Offensive.

"Es kann nicht sein, dass junge Menschen bewusst lügen und damit den Ruf und die Existenz anderer gefährden", sagt Lindemann, der nicht nur im Go Parc, sondern auch noch für andere Auftraggeber arbeitet. Im Fall von Kevin und Nele (Namen geändert) handle es sich eindeutig um eine solche Lüge.

Die Frau hatte sich über eine raue Behandlung seitens der Türsteher beklagt, der Presse zwei Tage später blaue Flecken gezeigt und gegen Lindemann Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Der dreht den Spieß nun um und kontert mit einer Anzeige wegen Nötigung, Hausfriedensbruch und Bedrohung. Die Frau sei hysterisch gewesen, habe ihm eine Sektflasche "über den Kopf ziehen" wollen und sei nur mit Hilfe der Polizei zu beruhigen gewesen.

"Die Meisten haben nichts zu beanstanden"

"Es wurde ein Rechtsanwalt eingeschaltet und ein polizeiliches Ermittlungsverfahren eingeleitet", sagt Lindemann. Die Frau werde in den nächsten Tagen vorgeladen und vernommen. "Zeugenaussagen von Polizeibeamten, Go-Parc-Personal und Gästen werden die Vorwürfe gegen sie bestätigen", sagt Lindemann.

In letzter Zeit, so der Security-Mann, werde es "unter jungen Leuten zur Mode", dem Go Parc schon bei kleinsten Konflikten mit der Presse zu drohen. "Wir haben schon überlegt, jedem Besucher die Nummer der NW in die Hand zu drücken – für Beschwerden", sagt Lindemann und lacht etwas gequält.

Apropos Beschwerden: Letztere, so der Sicherheits-Chef, werde es in seinem Job immer geben, dessen sei er sich bewusst. "Defensiver als jetzt kann ich meine Leute aber nicht mehr einstellen – die meisten Gäste haben auch nichts zu beanstanden."

Ein Exempel statuieren

Die wenigen Besucher, die mit seinen Mitarbeitern in Konflikt gerieten, so Lindemann, nähmen die Sache aber persönlich. Wenn dann ein entsprechender Artikel in der Zeitung stehe, sprängen alle, die mal Probleme hatten, auf den Zug auf und prügelten verbal auf die "bösen Türsteher" ein.

Lindemann will der Sache jetzt einen Riegel vorschieben und am Fall von Kevin und Nele ein Exempel statuieren. "Die Leute müssen sehen, dass sie mit uns nicht alles machen können", sagt er.

Die Polizei möchte sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern, Kevin und Nele bleiben bei ihrer Darstellung. Zum Vorwurf der Bedrohung sagt die 22-Jährige: "Ich wusste nicht mal, dass man im Go Parc Sektflaschen kaufen kann."

Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
Lieber some1, bei einem Autounfall vor fünf Jahren habe ich schwere Verbrennungen erlitten und mein Gesicht wird für immer entstellt bleiben...aber ich bin Stammgast im Go-Parc..! Obwohl es Tage gibt, an denen ich selber nicht in den Spiegel sehen kann, habe ich noch nie Probleme an der Tür gehabt...eher im Gegenteil. LG

Ich sag nur eins,der go park war immer schon ein (...) Laden.Ich bin mit einer Lippenspalte zur welt gekommen wofür ich nichts kann,und die Türsteher mit Ihrem Machtkomplex meinten mir sagen zu müssen,"auf grund deines aussehens kannst du heute nicht rein".(schon länger her).Naja,ich hoffe das dass Pärchen vor Gericht Recht bekommt und die Türsteher entlich ein auf den Sack kriegen.Verdienen würden Sie es.

Der Go-Parc ist seit 25 Jahren eine der besten und erfolgreichsten Grossraumdiscotheken in Deutschland. Geschäftsleitung, Personal und Türsteher können kritisiert werden...aber der Erfolg gibt ihnen recht!!! Weiter so...

Du verstehst nicht, worauf ich hinaus will: Es gab ja 2 Presseberichte der NW, im ersten meldeten sich viele Kommentatoren, die ähnliches mit Türstehern im Allgemeinen und dem Go Parc im besonderen erlebt haben, eine Angestellte schrieb, dass sie zwar in der Nähe war, die ganze Aktion aber so schnell ging, dass sie da nix vernünftiges zu sagen könnte (Aufgrund dessen wirkt der Kommentar auch glaubhaft, denn sie ergrift keine Partei), jetzt kommt dieser zweite Artikel mit dem Interview des Herrn Lindemann und auf einmal postet hier anscheinend die halbe Belegschaft dass sie ganz genau gesehen hat, was passiert ist und natürlich die Geschichte des Herr Lindemann bis ins Detail bestätigt. Deshalb kommt mir das Ganze Treiben hier in der Kommentarfunktion ein wenig abgesprochen vor um euren Laden in ein besseres Licht zu rücken.

Der Artikel ist interessant - ich arbeite im GoParc habe aber nichts mitbekommen von der Aktion weil ich in einem anderen Bereich zu der Zeit gearbeitet habe. Ich möchte dazu nur mal folgenden Punkt loswerden: Einige Gäste sollten sich selber an die Nase packen. Solange man nicht im Laden rumkotzt, nicht die Zeche prellt (Karte vollsaufen und dann kein Geld in der Tasche hat), Drogen nimmt bzw. vertickt und keinen, Sachen vom GoParc zerstört oder Stress (Schlägereien) anfängt hat man auch keinen Ärger mit den Türstehern. Der Otto-Normal-Gast sieht die Türsteher in der Regel 2x pro Abend - beim Betreten und Verlassen der Disco. Leider nehmen die "schwierigen" Gäste immer mehr zu. Das übrigens nicht nur im GoParc - zwei Freunde arbeiten in einer anderen Discothek und berichten ähnliches. Was mich interessiert - wieso wird dieses Thema im Moment so krass in der Presse zertreten? In anderen Discotheken gibt es genau die gleichen Probleme - wieso finde ich z.B. im Lokalteil von Bielefeld keine solchen Berichte? Hat die NW in Herford das bekannte "Sommerloch" etwa schon im März? Wie wäre es mal hiermit: Ein Mitarbeiter der NW Lokalredaktion Herford wird einen Abend lang einen Türsteher begleiten - damit endlich mal ein objektives Bild veröffentlicht wird, damit auch mal klar wird - so schlimm wie hier teilweise zu lesen ist der Laden nicht! man man man



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