Bad Lippspringe (nw/red). Eine gruselige Szenerie bot sich Polizeibeamten am frühen Freitagmorgen in Bad Lippspringe (Kreis Paderborn). Sie ertappten laut Polizeimeldung eine Gruppe von fünf Männern und einer Frau, die in einer Wohnung drei Schafe schlachteten.
Nach einem Zeugenhinweis betraten die Beamten gegen 5 Uhr eine Wohnung am Kirsperbaumweg. Als sie an der Tür schellten, sahen sie bereits Blutspuren und nahmen Schlachtgeruch wahr. Die fünf Männer und eine Frau hätten auf Fragen der Polizisten "keine oder unglaubwürdige" Antworten gegeben, heißt es im Bericht.
In der Küche stießen die Ermittler neben diversen Schlachtwerkzeugen auf ein bereits zerlegtes Kamerunschaf. Drei dort anwesende Männer im Alter von 26 bis 35 Jahren waren mit Blutspuren an Händen, Armen und am Oberkörper übersät. Verschiedene Kleidungsstücke waren zum Teil blutdurchtränkt.
In der Badewanne fanden die Ordnungshüter zwei weitere Schafkadaver.
Frische Blutlachen auf der Weide
Da sich die drei Hauptverdächtigen nicht ausweisen konnten, wurden sie in Gewahrsam genommen und zur Wache nach Paderborn gebracht.Bei den weiteren Ermittlungen folgten die Beamten einer Blutspur, die vom Kirsperbaumweg bis zu einer Weide mit Schafen Auf der Mersch führte. Hier fanden sie mehrere frische Blutlachen, die darauf schließen ließen, dass die Tiere von den Dieben noch vor Ort getötet worden waren.
Nach Angaben des Schafhalters fehlen insgesamt fünf Tiere aus der Herde. Der Verbleib der beiden anderen Schafe ist zur Zeit unklar.
Die drei in Gewahrsam genommenen Männer, die bei der Polizei bereits wegen diverser Delikte bekannt sind, verweigerten die Aussage. Sie wurden am Freitagmorgen wieder entlassen. Gegen sie wird nun wegen des Verdachts des Großviehdiebstahls und Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.















