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09.06.2010
HILLE - UPDATE: LUFTBILDER
Tornado richtet Verwüstungen an

Schwer zerstört | FOTO: POLIZEI

Hille (tyl/ton). Eine plötzlich auftauchende Windhose hat nördlich von Hille (Kreis Minden-Lübbecke) eine etwa vier Kilometer lange Schneise der Verwüstung verursacht. Der angerichtete Schaden geht nach ersten Schätzungen in die Hunderttausende. Nach Angaben der Polizei gab es keine Verletzten.

Gegen 16.15 Uhr zog die Windhose von Westen kommend über die Brennhorster Straße in Richtung Nordosten. Auf Höhe der Hausnummer 88 stürzte ein entwurzelter Nußbaum auf einen in der Einfahrt geparkten Geländewagen. Einige Dächer wurden dabei abgedeckt.

Die Kreuzung Brennhorster Straße/Im Höfen mußte wegen eines umgestürzten Baumes für den Verkehr gesperrt werden. An der Ecke Hainweg gab es die schwersten Schäden an einem Wohnhaus. Die Bewohner müssen die Nacht anderweitig verbringen.

Die Feuerwehr Hille beseitigte zusammen mit zahlreichen Anwohnern der Brennhorster Straße sowie privaten Unternehmen die gröbsten Schäden.

Die Besatzung des Polizei-Hubschraubers "Hummel 6" von der Fliegerstaffel aus Dortmund schoss einige Luftbilder, um das Ausmaß der Zerstörungen zu dokumentieren. Diese Bilder können Sie in unserer Fotostrecke sehen.

Fotostrecke
 
Klicken Sie auf ein Foto, um die Fotostrecke zu starten (10 Fotos).




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Kommentare
Ich wohne ca. 12 km von Hille entfernt und habe die Ausläufer des Sturms ebenfalls mitbekommen. Man spürt in solch extremen Situationen die Urgewalten der Natur hautnah, und steht diesen fast hilflos gegenüber. Aber seit die Erde existiert ist alles auf ihr in Bewegung, immer wieder kommt es zu Ausbrüchen deren Gewalten mich ehrfürchtig staunen lassen. Wir haben das Glück in einem Gebiet zu leben in denen Naturkatastrophen relativ selten sind, aber alles befindet sich im Wandel, und wir sollten nicht der Illusion verfallen das Leben ginge immer so weiter wie es ist, egal auf welchem Gebiet. Immer wieder gibt es plötzlich Ereignisse die auf unser Leben einwirken, nichts ist wirklich gesichert. Und der Ausbruch von solchen Urgwalten, besonders wenn man sie selbst am Rande miterlebt, sollte man als als Lektion nehmen um sich ins Bewußtsein zu rufen wie vergänglich doch alles ist... Ich wünsche Euch einen wunderschönen Tag. Hainer Ruschmeier

Es ist wohl unbestritten das der Mensch ein Förderer jener Grundlagen ist die solche Phänomen sich häufen lassen. Man sollte keineswegs die Entwicklungen unterschätzen, die oft verwendete und etwas dürftige Aussage "die Niederschläge, im Jahresmittel gesehen, gingen sogar leicht zurück" halte ich sogar für gefährlich. Die Wetterereignisse fallen mehr und mehr ins Extreme und nehmen an Häufigkeit zu, der wir jedoch recht machtlos gegenüber stehen und an der wir auch nur wenig änder können. Man könnte zwar wie in den 70gern vielerorts praktiziert, sogenannte Windschutzpflanzungen zum brechen von bodennahen Luftströmungen, mittels Pappeln oder ähnliche errichten. Doch da werden sich wohl, zurecht wie ich meine, die Landwirte entgegen stellen. Verhältnisse wie in den USA mit F5 und F6 Tornados sind wohl kaum zu erwarten da Europa eine völlig andere Topographie aufweist jedoch darunter ist alles möglich und wird von Jahr zu Jahr auch wahrscheinlicher. Langfristig gesehen, helfen da wohl nur Glück und eine gute Versicherung.

das liegt auch viel an der Menschheit, sowie viele menschen glauben und meinen in die Natur eingreifen zu können wie sie gern wollen. eines Tages, da wird sich die natur so daran Rächen, das wir sehen werden, was wir davon haben.
Das ist meine Meinung dazu. das was ich glaube.
Und wenn das so weiter geht, dann wird es wirklich so enden, wie Mike das schon gesagt hat.

Zu dem Zeitpunkt befand ich mich in Lübbecke! Selbst die Ausläufer waren sehr heftig mit mehr als trommelnden Regen & heftigen Wind! Man sollte Naturgewalten, die innerhalb kürzester Zeit zerstörerisch & sogar tödlich sein können, nicht unterschätzen! Es ist ein Glück, dass niemand verletzt oder sogar getötet wurde!
Und ich denke, dass auch wir uns im laufe der Jahre auf Tornados u. ä. einstellen & vorbereiten müssen!

Hallo, als Meteorologe untersuche ich Tornados in Deutschland. Bitte entfernen Sie den Zusatz "Mini", es gibt keine "Mini-Tornados". Die Tornados können hier in Deutschland genauso stark sein wie in den USA und die meisten Tornados sind nur schwach, egal ob hier oder in den USA.
Gruß, Thomas Sävert
Tornadoliste Deutschland
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