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21.07.2010
GÜTERSLOH
Toter Tigerpython landet im Bioabfall
Riesenschlange im Kompostwerk entdeckt

Was für ein Prachtexemplar | FOTO: RAINER HOLZKAMP

Gütersloh (raho). Clemens Pieper wurde sofort stutzig. Ein "untypischer Gegenstand" hing gestern Mittag halb aus der Schaufel seines Radladers. Der 44-Jährige schaute gleich nach und stellte staunend fest: "Hallo, das ist ja eine Schlange!" Und was für eine: ein 3,50 Meter langer Tigerpython. Das Reptil war vermutlich schon einige Zeit tot. Sein Besitzer hatte es über die Hausmüll-Biotonne entsorgt. Und so landete die Riesenschlange gestern im Kompostwerk auf dem Stellbrink, wo sie für einige Aufregung sorgte.

Betriebsleiter Sebastian Böhme kann sich an einiges erinnern - tote Zwergkaninchen oder Katzen, die illegal über die Müllabfuhr entsorgt wurden. Voriges Jahr fanden Mitarbeiter eine lebendige 30 Jahre alte Landschildkröte, die über die Privatanlieferung zum Stellbrink gebracht worden war. Sie wurde anschließend in ein neues Zuhause vermittelt. Aber eine Riesenwürgeschlange? So einen Fund machten die Mitarbeiter bisher noch nicht.

Aus Sicht des Kreises Gütersloh handelt es sich um einen "Verstoß in Sachen Tierkörperbeseitigung." Aufgrund der Artenschutzbestimmungen könnte die Behörde den Halter ausfindig machen. Denn Pythons müssen gemeldet werden. Und laut Böhme ist die Suche auf die Stadt Versmold einschränken. Denn von dort kam das Müllfahrzeug mit der ungewöhnlichen Fracht.

Da aber kein Mensch zu schaden gekommen sei, verzichte man auf intensive Nachforschungen, so Albert Ewerszumrode, Artenschutzexperte beim Kreis. Er wies zugleich darauf hin, dass die Haltung von Schlangen solchen Kalibers beträchtliche Infrastruktur erfordere. Und im Hinblick auf die Futtertiere sagte der Fachmann: "Mit Ratten kommt man da nicht mehr aus."

Der tote Python wird heute in der Tierkörperbeseitigungsanstalt Belm bei Osnabrück fachgerecht entsorgt. Bis zum Abtransport lagert er auf dem Bauhof - in einem Mantel aus Streusalz.


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Kommentare
@Artikelleser Komisch... ich wußte gar nicht, das ich mich bisher "hundefeindlich" geäußert habe!? Auch in meinem letzten Kommentar nicht. Und wenn eine HeidiX Google zu Rate ziehen muß, wo von Todesällen durch Phythons im Ausland die Rede ist, die allesamt von Tieren verursacht wurden, die min. doppelt so groß waren wie das Exemplar in GT, dann sind das für mich flache Argumente, weil sie gegen etwas ist, von dem sie absolut keine Ahnung zu haben scheint! Mal abgesehen davon, das alleine auf die Ergenisse ihrer selbst als Beispiel zitierten Google-Suche 6x der gleiche Todesfall auf Seite 1 behandelt wird, und sogar an erster Stelle der fall des toten Phyton in GT! Und mal abgesehen davon, das es in Deutschland keinen einzigen Todesfall durch einen Phyton zu verzeichnen gibt! Also wo ist das ein schlagkräftiges Argument, um Reptilienhaltern ihr Hobby verbieten zu wollen? Wenn ein "Artikelleser" dann meint, weil ich anführe, das in Deutschland mehr Menschzen durch Hunde ums Leben kommen, wo HeidiX sie doch als "vorbildliche" Haustiere sieht (übrings ist der Vorfahre eines jeden Hundes das wildlebende Tier namens Wolf!), er müsse mich als angeblichen Hundehasser denunzieren, dann frage ich mich, welche Artikel bzw. Kommentar dieser angebliche "Leser" mal wieder "gelesen" hat! Aber, liebe HeidiX, dann auch von meiner Seite ein freundlicher Hinweiß... "Artikelleser" fällt hier nur auf, in dem er, wie jetzt auch wieder, Kommentare abgibt, die absout gar nichts mit dem Artikel, den er angeblich gelesen hat, zu tun haben! *gg So.. und nun meine Grüße an alle Reptilienliebhaber, Halter von Kampfhunden, oder Aquarianern mit Piranhas im Becken (wo doch im Amazonas angeblich schon Leute von diesen Fischen gefressen wurden!)... genießt euer Hobby, und eure Tiere, und laß es euch nicht madig machen! :)

@Liebe HeidiX... "Chris W." hat sich hier schon bei anderen Artikeln durch sein großes "Wissen" über Hunde hervor getan. Ich würde sagen, er möchte hier nur provozieren, wo bei ich ihm eine gewisse Hunde-Feindlichkeit unterstelle, aus diesem Grunde habe ich mich auch bisher nicht geäußert, da das einfach ein zu "flaches" Niveau" ist. Lieben Gruß ein Artikelleser

@Chris W.: Ich weiß zwar nicht, wodurch sich ein flaches Argument auszeichnet, aber es ist immer noch besser man hat ein Argument als keins.

Sie könnten einfach einmal nach "python getötet" bei Google suchen. Da findet man weltweit recht viele Fälle und eine Python ist nicht gerade ein typisches Haustier. Wie viele Pythons auf Kommandos gehorchen oder an der Leine geführt werden, ist mir unbekannt. Sogar Sonya Kraus wurde vor laufender Kamera von einer Schlange gebissen. Jeder Hund, der unter diesen Umständen zugebissen hätte, würde sofort euthanasiert.

In deutschen Haushalten gibt es über 5 Millionen Hunde und etwa 5 Todesfälle durch Hunde jährlich. Also wenn sie einer Million Hunde begegnet sind, wirds langsam gefährlich. Wenn ein Hund einen Menschen angreift, ist das nahezu immer dem Halter anzulasten. Selbst ein wilder Hund oder Wolf greift normalerweise keinen Menschen an.

Im Vergleich zum Mensch sind Raubtiere ziemlich harmlos - rein rechnerisch sowieso. Wie viele Menschen werden denn jährlich durch andere verprügelt oder gar getötet? Das sind mehrere Tausend allein in Deutschland.

Im Straßenverkehr gab es über 4000 Tote letztes Jahr allein in Deutschland. Vielleicht sollte man jeden Unfallverursacher einschläfern, so wie man es bei Hunden praktiziert.

Also das gefährlichste Tier auf dieser Welt ist immer noch der Mensch. Aber im Gegensatz zu einer Python wird der nicht in einem Terrarium gehalten, schade eigentlich :)

Liebe Heidi, wenn Sie schon mit so einem flachen Argument kommen, habe ich auch noch eins... setzen wir doch mal die in Deutschland von einerm Python angefallenen in Relation zu denen, die von Hunden gebissen oder angefallen wurden. Also rein rechnerisch... welches Tier ist denn nun "gefährlicher"? ;)



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