Bielefeld (dpa) - Zum Prozessauftakt hat ein Mann vor dem Bielefelder Landgericht zugegeben, einen neunjährigen Jungen mehrmals sexuell missbraucht zu haben. Der 41 Jahre alte Angeklagte aus Petershagen habe in nichtöffentlicher Sitzung sieben Fälle gestanden, sagte Gerichtssprecher Guiskard Eisenberg am Freitag.
Diese reichten von leichteren Vergehen bis hin zu schweren Übergriffen. Die Anklage spricht dagegen von 355 Fällen.
Die Taten sollen sich zwischen Juli 2008 und Oktober 2009 ereignet haben. Der geistig leicht behinderte Täter arbeitete als landwirtschaftlicher Helfer auf Hof Klanhorst, einer Einrichtung der Diakonie für geistig Behinderte in Petershagen.
Dort soll er sich mit dem neunjährigen Nachbarsjungen angefreundet haben, der eine Förderschule besucht. Er soll den Jungen mit Todesdrohungen dazu gebracht haben, die Vorfälle lange zu verschweigen. Ein Gutachten, das die Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben hat, spricht von einer Intelligenzminderung des Angeklagten. Er sei aber voll schuldfähig.










