Paderborn (gär). In dem von einer behördlichen Schließung bedrohten Herz-Jesu-Haus in Paderborn hat es nach Informationen der Neuen Westfälischen offenbar noch viel größere Missstände gegeben, als bislang bekannt geworden sind. So existiert beispielsweise der Verdacht, dass in der Einrichtung Dokumentationen gefälscht und ärztliche Verordnungen nicht ausreichend beachtet worden sind.
Der "laxe Umgang" mit Medikamenten und ärztlichen Verordnungen falle "besonders negativ" ins Gewicht, konstatiert die Heimaufsicht des Kreises Paderborn in einem Schreiben. Am 20. und 21. Juli sei es sogar in Gegenwart einer Prüferin des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen "zu Manipulationen gekommen". Danach wurden Leistungen für die Altenheimbewohner schriftlich dokumentiert, die gar nicht stattgefunden hatten. Im übrigen gebe es in der Senioreneinrichtung "seit Jahren massive hygienische Mängel", die vom Kreisgesundheitsamt "nach den Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes separat verfolgt" würden. Auch Mängel beim Brandschutz stünden in Rede.
Wie berichtet, will der Kreis Paderborn das Herz-Jesu-Haus zum 31. Dezember schließen. Das Sozialwerk Heuser wehrt sich als Träger gegen die Verfügung und weist die Vorwürfe entschieden zurück. Das Sozialwerk betreibt zwölf Einrichtungen in Deutschland. Es wurde von Erich-Gottfried Heuser gegründet. Dieser habe selbst "leidvolle Erfahrungen mit der Unterbringung eines betagten Familienmitgliedes" gemacht, heißt es auf der Internetseite des Sozialwerkes.












Informationen dazu auf der Tagesschau-Seite:
Zustände in Hamburger Altenheim
"Da finde ich keine Worte mehr"
Der sogenannte Pflege-TÜV sollte die Pflege verbessern - ob das gelungen ist, ist zumindest fraglich. Der Journalist Markus Breitscheidel ließ sich als Pflegekraft in einem Hamburger Altenheim anstellen. Dort fand er mitunter unhaltbare Zustände vor - obwohl das Heim die Gesamtnote 2,1 bekommen hat.
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