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03.09.2010
GÜTERSLOH
Flughafen Gütersloh: Neustart nicht ausgeschlossen
Machbarkeitsstudie gibt grünes Licht
VON RAINER HOLZKAMP

Gütersloh. Ein riesiges aufgemaltes weißes X signalisiert unmissverständlich: Diese Start- und Landebahn ist stillgelegt. Das muss nicht so bleiben. Eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs mit zivilen Maschinen auf dem Airport an der Marienfelder Straße in Gütersloh ist selbst dann möglich, wenn rund um das 344 Hektar große Gelände ein neues Gewerbegebiet entsteht. Das hat eine von der Stadt in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie ergeben.

Gütersloh-Peking nonstop: Das hört sich zunächst vollkommen illusorisch an, ist nach der Untersuchung des Münsteraner Büros gpa Goebel Projektsteuerung Airport Consulting aber nicht aus der Luft gegriffen. Nach einer Reaktivierung des Geschäftsflugverkehrs könnte dort nämlich der kleinste Airbus abheben. Das Modell A 319 CJ hat eine Reichweite von bis zu 11.100 Kilometern. Es wird häufig als Firmenshuttle eingesetzt; ebenso wie die Falcon 2000 mit 5.000 Kilometern Reichweite, deren Einsatz in Gütersloh ebenso in Frage käme.

Dabei ist das Fachbüro sogar von einer Verkürzung der Start- und Landebahn von derzeit 2.250 auf 1.800 Meter ausgegangen. Zum Vergleich: Auf dem Flughafen Münster/Osnabrück hat die Runway ein Länge von 2.170 Metern, in Paderborn wurde sie auf 2.590 Meter erweitert.

Auch wenn die zivile Mitnutzung des Militärflughafens für den Geschäftsreiseverkehr nach sieben Jahren 2003 wieder eingestellt wurde, die Genehmigung gilt nach wie vor. Erlaubt sind 3.500 Flugbewegungen pro Jahr mit Flugzeugen bis 20 Tonnen Höchstgewicht. Laut Studie müssten für die Wiederaufnahme des Flugbetriebs Befeuerungsanlagen, Enteisung, Tankanlage sowie Sicherheitseinrichtungen neu installiert werden. Südlich der Startbahn wäre der Bau eines Abfertigungsgebäudes plus Hangar denkbar.

Die heimische Wirtschaft hat in jüngsten Gesprächen mit der Stadt betont, dass der Flugplatzstandort Gütersloh "im Sinne einer langfristigen Infrastruktursicherung höchste Priorität" habe. Auch Landrat Sven-Georg Adenauer warnte davor, die Option leichtfertig aus der Hand zu geben. Daher werde auch die Flughafen Gütersloh GmbH (FGT) am Leben gehalten.

Um eine Interessenkollision mit der FGT und den heimischen Unternehmen zu vermeiden, hatte die Stadt das jüngste Gutachten in Auftrag gegeben. Man wollte ausloten, ob und in welchem Maß die geplante Gewerbeansiedlung beidseits der Marienfelder Straße die Perspektive Flugverkehr beeinträchtigt. Ergebnis: "Grundsätzlich ist beides nebeneinander möglich." Für Landrat Adenau-er hätte das sogar einen besonderen Charme: "Es wäre doch toll, wenn Firmen ihre Geschäftsfreunde aus aller Welt gleich nebenan empfangen könnten."


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Kommentare
der von BI nächste Flughafen DTM hat leider sein angebot auf osteuropäische und südliche Ziele minimiert, innerdeutsch ist da münchen und Stuttgart im angebot, HH, Berlin, oder andere innerdeutsche östliche flughäfen werden aus der owl ( nrw ) region nur über münchen oder stuttgart angeflogen.. somit ist der Zeitvorteil eines fluges nicht mehr existent. ich fände einen RICHTIGEN Airport in BI oder GT sehr gut.

Kann ich, lieber Freund, kann ich. Vor allem kann ich auch Beiträge zuende lesen... Hilft beim Verstehen :o)))))))

@Airport FFreund,"was will man mit so vielen Airports. in NRW gibt es genug Airports. Paderborn, Münster, Dortmund, Hannover demnächst Kassel Calden." Hannover,NRW????
wenn soetwas mit steuergeldern finanziert werden muss finde ich es kacke. pb ist ja auch nicht soweit weg. aber davon abgesehn, wir in Bielefeld brauchen auch dringend einen großen airport(achtung ironie). sonnst reicht doch auch ein kleiner flugplatz. für diese par flüge müssen doch nicht wieder unmengen an geld ausgegeben werden.

@ (Viel)Flieger, wo sie die Befürworter sehen, ist mir ein Rätsel, oder können sie Satire nicht erkennen?

@ Florian und @ Flieger: Das Argument mit den Arbeitsplätzen ist eine naive Milchmädchenrechnung. Denn jeder Passagier in Gütersloh wäre ein Passagier weniger in PB, Hannover oder MS/OS. Jeder zusätzliche Arbeitsplatz in GT wäre einer weniger an anderen Standorten, wo auch Leute aus GT arbeiten (u.a. in PB). Denn die Leute fliegen ja nicht plötzlich mehr, nur weil der Weg zum Flughafen 20 min kürzer ist. Und die Wirtschaftsförderung sehe ich auch nur bei Schüco, die schöne schalldichte Fenster herstellen, oder bei Ohrenärzten... Irgendwie scheint es in Sommerpausen immer mal wieder besondere lokale Themen zu geben, die völlig idiotisch sind (wie z.B. der Untersee in Bielefeld), es aber alle Jahre wieder in die Medien schaffen.



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