Salzkotten (lnw). Fünf Monate nach dem Feuer in einem Mutter- Kind-Heim in Salzkotten im Kreis Paderborn muss sich eine Frau vor Gericht verantworten. Der Prozess beginnt am kommenden Dienstag.
Der Angeklagten werden schwere Brandstiftung und versuchter Totschlag vorgeworfen. Die damals 49-Jährige soll am 12. April Feuer in einem Zimmer gelegt haben, in dem ein 14 Monate altes Kind schlief. Die Mutter entdeckte damals die Flammen und rettete ihr Kind. Es erlitt eine Rauchgasvergiftung. Das Tatmotiv ist unklar.
Die 49-Jährige soll im Zimmer einer Mitbewohnerin ohne Brandbeschleuniger einen Wäschekorb angesteckt haben, sie war zur Tatzeit allein auf der Etage. Die 21 Jahre alte Mutter der Kleinen sei in der Gemeinschaftsküche gewesen, hieß es damals. Sie roch plötzlich Qualm, entdeckte den Brand und konnte das Baby gerade noch aus dem Bettchen reißen. Nach Angaben des Notarztes hätte das Mädchen im stark verqualmten Zimmer nur noch wenige Minuten überlebt.
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