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23.12.2010
Bielefeld
Die große Winter-Parknot
Stadtbahnblockade: Umweltbetrieb kann trotz Halteverbots den Schnee nicht räumen
VON FRANK BELL UND JOACHIM UTHMANN

Schilder allein genügen nicht | FOTO: ANDREAS FRÜCHT

Bielefeld. Ein halbes Dutzend Parkbuchten geräumt – und abends trotzdem keinen Stellplatz gefunden. Viele Autofahrer sind von den Schneebergen auf den Straßen genervt. Die Räumdienste schaffen es oft nur, eine schmale Fahrspur freizuhalten. Parkflächen bleiben auf der Strecke. Die Parknot trifft auch Weihnachtseinkäufer. Einige von ihnen wiederum behindern Winterdienst und Stadtbahnen.

Um ein Chaos wie am Montagabend, als ein Falschparker die Linie 3 blockiert hatte, zu vermeiden, hat das Amt für Verkehr gestern Absperrgitter und Baken an den Parkbuchten an Schildescher und Nikolaus-Dürkopp-Straße aufgestellt. Bereits am Dienstagabend hatte es an der Hauptstraße in Brackwede Schilder mit absolutem Halteverbot angebracht. "Doch als gestern der Umweltbetrieb versuchte, dort Schnee zu räumen, hatte sich kaum ein Autofahrer an das Verbot gehalten", so Martina Hülsmann vom Amt für Verkehr: "Der Umweltbetrieb will heute Morgen vor Geschäftsbeginn einen neuen Versuch starten. Wir möchten möglichst schnell den Schnee beseitigen, bevor wieder neuer fällt."

Im Internet bei nw-news.de kritisieren Leser, dass Anwohner kaum ihren Räumpflichten nachkommen und die Stadt Bielefeld wie viele andere auch den "Winterdienst systematisch kaputtgespart" habe. Die Brackweder Geschäftsleute sollten ihre Parkbuchten selbst räumen, dann gebe es keine Probleme mit der Stadtbahn mehr. Die Kritik an "Dumm-Parkern" und "Schlecht-Schnee-Räumern" paart sich aber auch mit einem gewissen Verständnis. Einer fragt: "Wohin soll man den Schnee denn schieben?"
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Ein Problem, vor dem auch der Umweltbetrieb steht. In den engen Straßen, gerade, wenn auf beiden Seiten geparkt wird, haben Räumfahrzeuge Mühe, wenigstens eine Spur freizuhalten. Rainer Hempelmann von der Stadtreinigung: "Da ist es oft heftig." Um einzelne Parkflächen freizuräumen, schütten Anlieger teils Meter hohe Haufen auf. Hempelmann: "Der Schnee ist nicht mehr fortzuschaffen." Da hilft nur: Warten, bis es taut. Anlieger sollten, wenn genug Platz vorhanden ist, den Schnee in die Gärten schaufeln.

In mancher Straße versperren haltende Autos den Räumfahrzeugen den Weg. "Dann versuchen wir es später noch einmal", erklärt Hempelmann. Den Abschleppwagen zu holen, sei zu aufwändig. Trotzdem habe es der Winterdienst bis gestern geschafft, auch alle Wohn- und Anliegerstraßen zu räumen. Salz komme aber nur auf Haupt-, Berg- und Gefahrenstrecken.

Große Probleme hat weiter die Müllabfuhr. Etwa zehn Prozent der Behälter konnten nicht geleert werden. Für die härtesten Tage 17., 20. und 21. Dezember gebe es Ersatztermine am 31. Dezember, 3. und 4. Januar. Am schwierigsten sei es an Wohnanlagen, wo die Großbehälter im Schnee nicht zu bewegen seien.

Wo es Mangel gibt, lassen Beschwerden nicht auf sich warten. Am Dienstag, als die Probleme besonders groß waren, riefen hunderte Bürger bei der Stadt an, weil nicht geräumt oder Müll nicht abgefahren war. "Manche reagieren sachlich, andere aber beschimpfen uns aufs Übelste", so Hempelmann. Die Grünunterhaltung verstärke mittlerweile den Winterdienst. Und die Kanalunterhalter schaufeln Gullys frei, damit bei Tauwetter das Wasser abfließt.

Pfützen und Matsch ärgern nicht nur Fußgänger und Radfahrer. Auch in Tiefgaragen und Parkhäusern bilden sich kleine Seen. Taut ein dick mit Schnee bedecktes Auto ab, fließen über 200 Liter ab. Das Parkhaus Am Zwinger hat das oberste, offene Deck gesperrt, weil der Schnee nicht mehr fortzuschaffen ist.

Trotzdem ist der Einzelhandel relativ gelassen. "In Bielefeld klappt das Parken trotz Eis und Schnee ganz gut", sagt Jörg Beyer vom Einzelhandelsverband: "Keiner muss fürchten, sein Auto nicht loszuwerden." Die Parkhausdichte in Bielefeld sei hoch. Schwieriger ist es beim Kurzparken in den Straßen. Beyer: "Aber das ist bei gutem Wetter auch nicht anders."
     

Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
Geduld ist eine Tugend! Nur die genervten können meckern, weil sie ihre tatsächlichen Probleme auf den SCHNEE schieben. Es gibt schlimmeres, als nicht parken zu können. Es ist die Natur und der Mensch macht sie kaputt. Jeder von uns trägt dazu bei. Jetzt ist Weihnachten und alle schimpfen über das Wetterchaos. Es sollte sich jeder an die eigene Nase fassen. Na, und ich wohne in der Hauptstraße ich habe heute einen Parkplatz gefunden wo ich ca. 10 min festgefahren war. Ich habe mich kaputtgelacht. Rutsch rutsch knirsch... Ich liebe diese Geräusche von Schnee. Und ich finde es nicht schlimm sich dem Wetter zu stellen. Dies ist MEINE Meinung und jeder hat das Recht diese zu äußern. Jedoch sollte die Wahl der Worte höflich und überlegt sein. Viele Grüße aus der HAUPTSTRAßE... Da wo der Schnee in den Parkbuchten liegt. NUR WER GEDULD HAT KOMMT ANS ZIEL. Es gibt schlimmeres im Leben!

Mühsam den Gehweg, Stellpätze und Einfahrt freigeschippt kommt prompt der Räumdienst und es liegt noch mehr Schnee samt Matsch, wo gerade noch alles frei war. Da der Schnee sowieso nur von links nach rechts und wieder zurück bewegt wird, welchen Sinn macht das? Mal ganz zu schweigen von den Aurofahrern, die abends nicht mehr wissen, wo sie parken sollen, weil der Schneeräumer sämtliche Parkbuchten mit Schnee- und Matschbergen überhäuft hat. Vielerorts frage ich mich nach den Sinn der Aktion. Statt der sinnfreien 'Schnee Hinundherschieberei' wäre eine festgefahrene Schneedecke viel besser - andere Länder mit traditinell hohem Scheefall machen es vor.

1.)habe ich kein Grund zu Lügen.2.)sollen sich hier mal lieber VIELE an die eigene Nase packen.Viele lehnen sich bei ihren Statements zu weit aus dem Fenster.Die sollten dabei mal Aufpassen das man dabei nicht zu tief fällt.3.)@elfblaue,das tut mir leid für deine Tochter.Trotzdem wünsche ich schöne Weihnachten und deiner Tochter eine gute Link unterdrückt,etwas vorsichtiger mit Ihren Vermutungen und Äusserungen.Wenn man der Meinung ist die Sie nicht teilen ist es kein Grund andere als Lügner darzustellen.Solche Schüße könnten sehr schnell nach hinten los gehen.Oder auch:vorsicht beim schmeißen der Steine im Glashaus.

Eure Probleme möchte ich heute gerne haben.
Kommentare werden zum Teil als unglaubwürdig dargestellt.
Es wird sich über Parkplätze und über Schuld anderer gestritten.
Seit 22.30 uhr leigt unsere kleinste mit 4 Monaten erneut im Krankenhaus.
Wir waren die ganze Nacht in Bethel und wissen nicht ob es sich um eine Allergie oder Asthma handelt.
Wir haben sie mit Atemnot und blau angelaufen ins Krankenhaus gebracht.
Wenn ich Eure Sorgen hätte würde ich froh sein.
Statt sich über Parkplatznot oder über Pflichten im Winter zu Streiten sollten einige mal darüber Nachdenken das es wichtigeres gibt als Eure pemanente Meckerei gegen irgendwelcher Mitarbeiter im Winterdienst.
Unser Weihnachten ist zumindest ohne Gewissheit vom Tisch.
Das traurige ist das man sich um 2 Kinder kümmern muss und so tun muss das nichts schlimmes ist.
Wenn ich mir diese SCHEI**E hier anschaue wäre ich froh wenn es Leute geben würde die nicht immer nur an sich DENKEN.
@chris,warum sollte man kittycat nicht glauben???
Sie Unterstellen anderen zu Lügen.
Als Niveau kann man solche Vermutungen zumindest nicht Bezeichnen.

Bielefeld ist wirklich eine Katastrophe. Und das die Anwohner und Inhaber nicht ihren Pflichten der Schneeräumung nachkommen kann ich nur bestätigen. Schlichtweg eine Katastrophe! In Gütersloh sind zwar die Straßen nur einigermaßen geräumt, hierfür sind alle Fußgängerwege von Stadt und Anwohner geräumt worden. Vielleicht sollte die Stadt BI für ihre klammen Kassen das Ordnungsamt hierfür ansetzen...



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