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01.06.2011
BIELEFELD/GÜTERSLOH
Streit zwischen Gütersloh und Bielefeld um Porta-Neubau
Rechtsgutachten sieht gute Chancen für eine Klage
VON MARIUS GIESSMANN

Bielefeld. Rheda-Wiedenbrück ist Bielefeld einen Schritt voraus. In geheimer Abstimmung votierte deren Rat am Montagabend für eine Klage gegen den Porta-Neubau in Gütersloh - allerdings bereits auf Grundlage eines 20-seitigen juristischen Gutachtens, wie es Bielefeld erst nach seinem Ratsentscheid vom vergangenen Donnerstag in Auftrag gegeben hat.

Die Ergebnisse dieser Prüfung von Klagegrundlage und Erfolgsaussichten gebe es "spätestens Freitagabend", sagt der Verwaltungrechtsexperte Bernd H. Schulte von der Bielefelder Kanzlei Streitbörger & Speckmann, der auch das Gutachten für die Rheda-Wiedenbrücker erstellte - und verklausuliert ein vergleichbares Ergebnis andeutet. "Der Unterschied zwischen beiden Städten ist nur, dass Rheda ein Mittelzentrum und Bielefeld ein Oberzentrum ist", sagt er.

Komplizierter ist die juristische Bewertung der Gesamtsituation: Die Einleitung eines Normenkontrollverfahrens sei aktuell nicht möglich, weil der strittige Bebauungsplan noch nicht bekannt gemacht worden sei, und "der Flächennutzungsplan noch nicht durch die Bezirksregierung genehmigt ist", erklärt Schulte. Ergebnis: Aktuell gebe es nur die Möglichkeit einer Klage auf einstweiligen Rechtsschutz.

"Wir gehen jetzt zum Angriff über"

"Porta baut aktuell nur aufGrundlage von Teilbaugenehmigungen", erklärt der Jurist und relativiert: "ein übliches Verfahren." Sollten jedoch nicht alle der bisher auf dem Pfleiderergelände durchgeführten Arbeiten in diesen Teilbaugenehmigungen enthalten sein, könne der Porta-Neubau "ein Schwarzbau sein", sagt er. "Solange kein Gericht einen Baustopp verhängt, läuft das so weiter."

Noch. Schulte: "Wenn der jeweilige Rat sagt, ,wir gehen jetzt zum Angriff über’, könnten die Klagen Mitte kommender Woche beim Verwaltungsgericht in Minden eingereicht werden."

Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
Also Porta begrüsse ich sehr für Gütersloh, und die Bielefelder sind echt zu bemitleiden!!! Die Stamm Kunden werden ikea und den anderen bestimmt nicht den Rücken Kehren!!!

Man glaubt es nicht: Nachbarkommunen klagen gegen den Porta Bau in GT. Da scheinen die Dornröschen in unserem ach so schönen Rathaus endlich wach geküsst und tun was für die Attraktivität unserer Stadt, da rumort es im Umland. Hat es einen dieser Nachbarn je interessiert, ob GT durch seine Ansiedlungen Kaufkraft verloren geht? Zusätzlich noch die wettbewerbsresistente Gütersloher Kaufmannschaft die den Bau einer Galerie verhindert und die Tatsache ignoriert, dass Attraktivität mehr Leute und Kaufkraft in die Stadt lockt. GT hat schon viele Chancen verschlafen, sollte sich endlich der Tatsache bewusst werden Zentrum des Kreises mit seinen über 350.000 Einwohnern zu sein! Also Ihr Dornröschen, "Auf in den Kampf" gegen Nachbarn und Möchtegern Metropole. Die Bürger der immerhin drittgrößten Stadt in OWL haben mehr verdient!

@Gütersloher
Komm nach PB zu Finke!
Danke!

Also ich habe meinen Schluss schon daraus gezogen. ich boykotiere ALLE Bielefelder und Rheda-Wiedenbrücker Geschäfte ! ich lasse mir doch nicht von einer Nachbarstadt vorschreiben wo ich meine Möbel zu kaufen habe ! Am besten die beiden Städte klagen generell gegen Geschäfte, Kinos, theater in gütersloh. Am besten sollen alle Gütersloher nur in BI oder Rh-Wd. kaufen und "lustwandeln" ! So weit kommt es noch !

Mhh aber warum darf z.B. IKEA denn dann erweitern, und was ich persönlich nicht verstehen kann ist, das man jetzt mit einer Klage dort die einen Baustop nach sich zieht , wobei die Pläne doch schon lange bekannt sind, und selbst die Bezirksregierung Detmold das alles abgesegnet hat.
Also muß dann doch dort Neid und Angst um Kunden vorliegen, die ihre Einkäufe dann in Gütersloh erledigen könnten.
Was passiert denn , wenn wirklich sich einmal Saturn in Gütersloh ansiedeln sollte, können wir dann auf die nächste Klage warten?



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