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28.06.2011
BIELEFELD
Polizei und Ordnungsamt hoffen auf Absage der Facebook-Party
Aufklärungsgespräch mit Veranstaltern

Die beiden Veranstalter | FOTO: BARBARA FRANKE

Bielefeld (alwa). Im Gespräch mit den beiden Veranstaltern der Bielefelder Facebook-Party, Giannis P. (19) und Jonas P. (18), haben Polizei und Ordnungsamt am Mittwoch wenig neue Erkenntnisse über den Ablauf der Veranstaltung erhalten. "Wir hatten viele Fragen, haben aber keine Antworten bekommen", sagt Kriminaldirektor Dirk Butenuth.

Bis Freitag sollen die beiden Bielefelder Schüler nun ein Sicherheitskonzept vorlegen. Für die Party haben sich mittlerweile rund 4.000 junge Leute angemeldet.

"Wir fördern gern konkrete Veranstaltungskonzepte. Aber nach derzeitigen Erkenntnissen wird es sehr schwer sein, diese Party durchführen zu können. Wir würden uns natürlich gern eines Besseren belehren lassen", sagt Roland Staude vom Ordnungsamt der Stadt Bielefeld. In Anlehnung an einen neuen Erlass des Innenministeriums, der seit der Katastrophe in Duisburg gilt, handele es sich hierbei um eine gefahrengeneigte Veranstaltung.

Ein Sicherungskonzept nachreichen

"Wir erwarten, dass die beiden uns bis Freitag ein Sicherungskonzept nachreichen. Dazu gehört eine genaue Gefahren- und Risikoanalyse, zudem ist ein Räumungsszenario darzustellen. Dieses bedarf einer zeitintensiven Abstimmung", erläutert Staude.

Problematisch sei auch, dass die Grundstückseigentümer nicht über die Feier informiert worden seien. "Es wurde bislang kein Gespräch zwischen den Veranstaltern und dem Sportamt Bielefeld geführt", so Staude. Für die Fläche sei ein Mietvertrag nötig, bei dem es üblich sei, eine Kaution in Höhe von rund 50.000 Euro zu fordern. Insgesamt sei für die Durchführung mit einer sechsstelligen Kostensumme zu rechnen.

"Bei der Facebook-Party haben die beiden Jugendlichen die normale Reihenfolge nicht eingehalten: Erst die Räumlichkeit zu buchen und dann einzuladen", sagt Butenuth. Die Jugendlichen seien im Gespräch mit Ordnungsamt und Polizei dazu beraten worden, die Feier abzusagen. "Wir hoffen, dass ihre Entscheidung in diese Richtung geht", so der Kriminaldirektor.

Definitiv gibt es am 6. August einen Polizeieinsatz

Klar sei aber auch: "Wir werden definitiv am 6. August einen Polizeieinsatz haben." Denn möglicherweise könnten trotz einer Absage Jugendliche zur Veranstaltung erscheinen. "Bei einer Absage kommt der Steuerzahler für die Kosten auf", so Butenuth.

Giannis P. und Jonas P. wollen sich erst am Freitag dazu äußern, ob sie das Sicherheitskonzept vorlegen können. "Das, was Polizei und Stadt sagen, hat für uns höchste Priorität", sagt Giannis P. Er schließe nicht aus, dass am Freitag die Veranstaltung abgesagt werde. Im Gegensatz zu vergleichbaren Facebook-Partys "haben wir uns jedoch mit der Stadt in Verbindung gesetzt", betonte der 19-Jährige.

Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
@hurga
(...)
Tip für die Facebooker: Organisiert Euch, trefft Euch, keine Veranstaltung erklären und das Ganze als Flashmob in Hoberge, Gellershagen, Kirchdornberg und Johannistal durchziehen. Hach..Jung sein- was gibt es besseres..Siehe auch Schulabschlußlauf in Heepen.

Tut mir echt Leid, wie sich manche Menschen hier Verbal ausleben, ich schäme mich wirklich! Haben wahrscheinlich nie selber was in ihrem Leben auf die Beine gestellt aber hier Rumheulen und Diffamieren! Traurig das eine solche Veranstaltung im vorhinein schon dermassen platt geredet wird das sie letztendlich nicht mehr stattfindet!

Auch ich bezahle Steuern und finde es mehr als nur gerrecht wenn solche kosten von der Allgemeinheit getragen werden! Nazis werden schließlich auch auf Kosten der Steuerzahler durch unsere Städte gelotzt! Und die möchte auch nicht jeder haben und bezahlen müssen wir ihren Schutz trotzdem......
Vielleicht meldet ihr das Ganze nächstesmal als Demonstration an da gibt es Zwar auch Auflagen aber die sind denk ich leichter zu erfüllen als die einer Privatveranstaltung!
Die Berichterstattung der Nw und der Umgang mit zulassung einiger Kommentare verblüft mich nicht weiter, wir leben ja in einer Gesellschaft die so geil auf Sensationsnachrichten sind das jede noch so kleine Fliege zum Jumbo gemacht wird! Und wenn ich schon höre Love Parrade usw könnt ich Kotzen (auch mir tut Leid was dort passiert ist) aber kann mann Duisburg mit Bielefeld vergleichen ich glaube nicht!!!!!
Leute zieht den (...) und seid Froh das es Menschen gibt die sich mal was trauen wo wären wir wenn wir immer mit den Strom schwimmen wahrscheinlich noch im Dritten Reich mit "Zucht und Ordnung"

Also jetzt mal ehrlich,

immerhin haben sich die Veranstalter in diesem Fall mit den Behörden in Verbindung gesetzt, und wollten das ganze auf eine rechtliche Grundlage stellen, dafür verdienen sie ein großes Lob, und nicht die Androhung von Kosten oder sogar, wie einige übertriebener maßen fordern, Inhaftierung.

Sie hatten nicht mit einem so großen Ansturm gerechnet und wurden von dem aufkommenden Medien-Hype überrumpelt, bevor sie sich ein vernünftiges Konzept überlegen konnten.

Dieser Medien-Hype ist es auch, der das ganze erst zu einer gefährdeten Veranstaltung macht. Zuerst wurde Interesse geweckt, was die Besucherzahlen in die Höhe trieb, und ein umfassenderes Konzept erforderte. Und nun, wo die Veranstaltung öffentlich als gewaltträchtig und chaotisch betitelt wird, kommen doch erst Recht die Idioten und die normalen Partygäste bleiben fern.
Man sollte die beiden Jugendlichen hier nicht an den öffentlichen Pranger stellen. Sie haben einige Fehler gemacht, das bleibt unbestritten, aber die Art, wie damit umgegangen wird, finde ich persönlich unverantwortlich !

@mark: Leider nichts begriffen. Es geht nicht darum, solche Veranstaltungen generell zu verhindern, sondern lediglich darum, solche Art von Großveranstaltungen ordentlich zu planen und so umzusetzen, dass kein Teilnehmer gefährdet wird. Notwendig ist es also zwingend, daß die Veranstalter für entsprechende Sicherheitsmaßnahmen (Polizei, professionelle Sicherungsdienste, Einbindung des DRK oder Technischen Hilfswerkes usw.) sorgen. Ebenso für die Beseitigung von anfallendem Müll und Unrat. Auch müssen WC-Anlagen usw. eingeplant werden! Ebenso sollte eine Haftpflichtversicherung in auskömmlicher Höheabgeschlossen sein. Da dieses alles nicht zum Nulltarif zu haben ist, muß im Vorfeld auch eine entsprechende Finanzierung (sei es durch die Veranstalter selbst, Eintrittsgelder, Sponsorengelder usw) geregelt sein. Unter den vorgenannten Aspekten halte ich es für äußerst fraglich, ob 18 und 19jährige Amatuere solche umfassende, aber zwingend notwendige, Voraussetzungen umsetzen können. Allein mit einem "Facebook-Aufruf" ist es doch nicht getan!

Hier wird von manchen angeprangert, dass die meisten den Verstand der Beiden "anzweifeln"...

Zu recht!

Wenn ich einen Aufruf bei Facebook vor Tausenden starte und weiß, welche Auswirkungen solche Parties haben können( da schon einige Veranstaltungen in der Vergangenheit eskaliert sind), diese also weder in der Teilnehmerzahl noch in der Eigendynamik steuerbar sind und zum krönenden Abschluß (trotz der Erfahrungen der letzten Loveparade!!!) mir null Gedanken zum Thema Sicherheit, Ablauf, Finanzierbarkeit, etc mache, dann bin ich

(...)



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