Bielefeld (alwa). Im Gespräch mit den beiden Veranstaltern der Bielefelder Facebook-Party, Giannis P. (19) und Jonas P. (18), haben Polizei und Ordnungsamt am Mittwoch wenig neue Erkenntnisse über den Ablauf der Veranstaltung erhalten. "Wir hatten viele Fragen, haben aber keine Antworten bekommen", sagt Kriminaldirektor Dirk Butenuth.
Bis Freitag sollen die beiden Bielefelder Schüler nun ein Sicherheitskonzept vorlegen. Für die Party haben sich mittlerweile rund 4.000 junge Leute angemeldet.
"Wir fördern gern konkrete Veranstaltungskonzepte. Aber nach derzeitigen Erkenntnissen wird es sehr schwer sein, diese Party durchführen zu können. Wir würden uns natürlich gern eines Besseren belehren lassen", sagt Roland Staude vom Ordnungsamt der Stadt Bielefeld. In Anlehnung an einen neuen Erlass des Innenministeriums, der seit der Katastrophe in Duisburg gilt, handele es sich hierbei um eine gefahrengeneigte Veranstaltung.
Ein Sicherungskonzept nachreichen
"Wir erwarten, dass die beiden uns bis Freitag ein Sicherungskonzept nachreichen. Dazu gehört eine genaue Gefahren- und Risikoanalyse, zudem ist ein Räumungsszenario darzustellen. Dieses bedarf einer zeitintensiven Abstimmung", erläutert Staude.
Problematisch sei auch, dass die Grundstückseigentümer nicht über die Feier informiert worden seien. "Es wurde bislang kein Gespräch zwischen den Veranstaltern und dem Sportamt Bielefeld geführt", so Staude. Für die Fläche sei ein Mietvertrag nötig, bei dem es üblich sei, eine Kaution in Höhe von rund 50.000 Euro zu fordern. Insgesamt sei für die Durchführung mit einer sechsstelligen Kostensumme zu rechnen.
"Bei der Facebook-Party haben die beiden Jugendlichen die normale Reihenfolge nicht eingehalten: Erst die Räumlichkeit zu buchen und dann einzuladen", sagt Butenuth. Die Jugendlichen seien im Gespräch mit Ordnungsamt und Polizei dazu beraten worden, die Feier abzusagen. "Wir hoffen, dass ihre Entscheidung in diese Richtung geht", so der Kriminaldirektor.
Definitiv gibt es am 6. August einen Polizeieinsatz
Klar sei aber auch: "Wir werden definitiv am 6. August einen Polizeieinsatz haben." Denn möglicherweise könnten trotz einer Absage Jugendliche zur Veranstaltung erscheinen. "Bei einer Absage kommt der Steuerzahler für die Kosten auf", so Butenuth.
Giannis P. und Jonas P. wollen sich erst am Freitag dazu äußern, ob sie das Sicherheitskonzept vorlegen können. "Das, was Polizei und Stadt sagen, hat für uns höchste Priorität", sagt Giannis P. Er schließe nicht aus, dass am Freitag die Veranstaltung abgesagt werde. Im Gegensatz zu vergleichbaren Facebook-Partys "haben wir uns jedoch mit der Stadt in Verbindung gesetzt", betonte der 19-Jährige.
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Tip für die Facebooker: Organisiert Euch, trefft Euch, keine Veranstaltung erklären und das Ganze als Flashmob in Hoberge, Gellershagen, Kirchdornberg und Johannistal durchziehen. Hach..Jung sein- was gibt es besseres..Siehe auch Schulabschlußlauf in Heepen.