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01.08.2011
MÜNSTER/HARSEWINKEL
Wirbel um schwulen Schützenkönig mit Freund als "Königin"
Paar marschiert in Harsewinkel auf

Sorgt für Wirbel | THEMENFOTO: DPA

Münster/Harsewinkel (dpa/nw). Ein schwuler Schützenkönig aus Münster hat Ärger mit seinem Dachverband, weil er seinen langjährigen Lebensgefährten zur "Königin" gemacht hat. "Ich wollte eigentlich erst jemand anderen fragen", sagte Dirk Winter (44) am Montag und bestätigte einen Bericht von "Spiegel Online".

Doch dann hätten ihn Freunde im Verein ermutigt: "Mach doch den Olli zur Königin." Mit seinem Partner ist Winter seit 15 Jahren zusammen. Im Juni dieses Jahres hatte er in seinem Stadtteilverein Sankt Wilhelmi in Münster-Kinderhaus den Vogel nach 366 Schuss heruntergeholt.

"Es haben sich alle gefreut", sagte Winter, der einen Getränkehandel betreibt, über seine Wahl. "Die Kunden fanden das gut und die Nachbarvereine auch. Dann kam der Brief von der Dachorganisation, dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften." Demnach habe das Sakrament der Ehe eine wesentlich tiefere Bedeutung als jede andere Lebenspartnerschaft.

In einer Reihe mit den Adjutanten

Zwar dürfe das Paar beim Landesbezirks-Königsschießen im münsterländischen Horstmar und Bundeskönigsschießen in Harsewinkel (Kreis Gütersloh) im September aufmarschieren. "Wir dürfen aber nicht nebeneinander gehen." Die Reihe davor und dahinter sei möglich, so der Vorschlag eines hohen Vereinsfunktionärs und Weihbischofs. "Ich finde, die Kirche sollte sich besser um andere Sachen kümmern." Dennoch führe an dieser Auflage kein Weg vorbei, sagte Winter.

Sein Freund werde nun mit den Königsbegleitern, einer Art Adjutanten, in einer anderen Reihe mitlaufen. Er wolle sich seine Amtszeit davon nicht verderben lassen. "Ich freue mich auf das Stadtschützenfest in Münster." 


Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
Ich bin selbst Sportschützin und ich schäme mich für den DSB, der so unglaublich diskriminierend ist.
Freie Liebe - muss man jetzt, um ein gewisses Hobby zu verfolgen, auch eine gewisse Sexualität haben? Eine DREISTIGKEIT! Unehelicher Sex, Scheidungen und Seitensprünge sind also vertretbar, aber eine aufrichtige Beziehung zweier Menschen nicht, nur weil sie die gleiche Toilette nutzen und die gleiche Anatomie besitzen? Ich könnte platzen. Was hat denn "Glaube, Sitte und Heimat" damit zu tun? Was ist daran unsittlich? Was daran geht gegen seine Heimat Harsewinkel? Seine Schützenkameraden haben doch hinter ihm gestanden und es ihm sogar noch vorgeschlagen. Ich will gar nicht wissen, wie viele Abgeordnete des DSB selbst Homosexuell sind... ehrlich, kläglich, dass hier wieder einmal mit zweierlei Maß gemessen wird.
Es lebe die Ignoranz und der Aberglaube, Willkommen Anno 1011!

Unser Schützenkönig ist mit seiner Freundin in Regentschaft. Auch sie haben das Sakrament der Ehe nicht Empfangen. Dann muß unsere Königin ja nun auch in einer anderen Reihe mitlaufen, oder?

ich komme aus Harsewinkel.und ich finde es super.sollten sich manche mal eine scheine von abschneiden.und nur so gehts nicht nur TOLERANZ FÜR SICH ALS SEBSVERSTÄNDLICH ANSEHN SONDERN AUCH MAL FÜR ANDERE ZEIGEN:

@ beobachter
Sie raten mir, richtig zu lesen? Als ob ich das nicht könnte...
Nun gut. Sie schreiben: "Es ging darum, dass sich Intellektuelle oder Menschen, die sich dafür halten, ihr Position über die anderer Menschen stellen."
Gleichzeitig stellen Sie sich selbst aber ganz selbstbewusst über andere Menschen, indem Sie sagen: "Jeder soll tun was er will. es gibt aber Dinge, die gehören nicht in einen Schützenverein."

Ja, was denn nun? Welche Dinge sollen das denn sein, die nicht in den Schützenverein gehören. Sprechen Sie es ruhig aus und begründen Sie ihre Meinung dann aber bitte auch fundiert.
Vergessen Sie auch nicht, daß Sie selbst gefordert haben, niemand dürfe sich selbst über andere Menschen stellen. Na, denn mal los.

Wie ich schon sagte. Die Diskriminierung geht viel weiter, als auf den ersten Blick sichtbar. Alleine schon die Tatsache, daß Beiträge wie der von Franzl überhaupt von der Redaktion freigeschaltet werden und damit als freie Meinungsäusserung zu gelten scheinen! Unglaublich.
Dabei ist das, was Franzl da äussert, schlicht menschenverachtend. Er spricht Homosexuellen sämtliche Rechte ab und das fällt doch tatsächlich unter "Meinungsfreiheit"? Für mich klingen solche Beiträge eher nach übelster Hetze.



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