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28.09.2011
NRW
Strafferer Schutz für Nichtraucher
Ausnahmeregelungen werden gestrichen
VON UNSEREM KORRESPONDENTEN PETER JANSEN

Schärfere Regeln | FOTO: DPA

Düsseldorf. "Das geltende Nichtraucherschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen ist so löchrig, dass es diesen Namen eigentlich gar nicht verdient", schimpft der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Landtag, der Bielefelder SPD-Abgeordnete Günter Garbrecht, selbst übrigens starker Raucher. In der Tat enthält das von der schwarz-gelben Koalition verabschiedete Gesetz so viel Ausnahmeregelungen und Schlupflöcher, dass selbst viele Wirte nicht immer genau wissen, was eigentlich erlaubt ist und was nicht, so Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) in einem Zeitungsinterview.

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Die Landesregierung plant ein generelles Rauchverbot in Gastronomiebetrieben. Wie stehen Sie dazu?





In Steffens’ Haus wird derzeit ein neues Nichtraucherschutzgesetz erarbeitet, das diesen Namen verdient und das Schluss machen soll mit Ausnahmen und Schlupflöchern. "Damit ziehen wir auch mit den anderen Bundesländern gleich", sagt Garbrecht. Die haben meist sehr viel strengere Regeln erlassen als jene, die in NRW gelten. Orientieren will sich die rot-grüne Koalition in Düsseldorf vor allem an dem bayerischen Gesetz, mit dem die CSU-Regierung einem Volksentscheid zuvorkam und das selbst das Rauchen in Festzelten wie auf dem Münchner Oktoberfest untersagt.

Der NRW-Entwurf, der in den nächsten Wochen vom Kabinett verabschiedet und noch in diesem Herbst dem Landtag zugeleitet werden soll, macht Schluss mit den Raucherräumen in Gaststätten und den zu Raucherclubs umfunktionierten Eckkneipen. In gastronomischen Betrieben gilt dann ein generelles Rauchverbot, auch bei geschlossenen Veranstaltungen wie Betriebsfesten oder Familienfeiern. Überlegt wird lediglich, Gastwirten, die in die bessere Klimatisierung der Raucherräume investiert haben, eine Übergangsfrist von ein bis zwei Jahren zu gewähren.

Rauchverbot auf Spielplätzen

Gestrichen werden auch Ausnahmeregelungen für Schulen, Kindergärten, Turnhallen und andere öffentlichen Gebäude, in denen das Rauchverbot bei Veranstaltungen außerhalb der üblichen Öffnungszeiten nicht galt. "Es kann doch nicht sein, dass die Kinder dann morgens in Räume kommen, in denen es noch nach dem Qualm vom Vorabend stinkt", empört sich Garbrecht. Er will auch durchsetzen, dass auf Kinderspielplätzen ein generelles Rauchverbot gilt. Ein Gesetzentwurf der Grünen zu diesem Thema sieht darüber hinaus vor, dass in Fußballstadien wie der Schalke-Arena nicht mehr geraucht werden darf, wenn das Dach geschlossen ist.

Garbrecht setzt sich zudem dafür ein, den Zigarettenpreis deutlich zu erhöhen. Zigaretten seien in Deutschland mittlerweile erheblich billiger als in den meisten anderen europäischen Ländern. "Auch der Kampf gegen die Alcopops (alkoholhaltige Getränke, die speziell für Jugendliche auf den Markt gebracht wurden) war erfolgreich, weil die Preise so erhöht wurden, dass die meisten jungen Leute das nicht mehr bezahlen wollten oder konnten." Er wolle aber ein Nichtraucherschutzgesetz und kein Gesundheitspräventionsgesetz wie in Island, wo Preise von 20 Euro pro Packung verlangt werden und wo Zigaretten nur noch in Apotheken verkauft werden dürfen. Garbrecht hält jedoch eine Erhöhung um zwei bis drei Euro für eine Schachtel für angemessen. Für die Höhe der Tabaksteuer ist allerdings der Bund zuständig.


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Kommentare
Wer beim Rauchen erwischt wird, muss nach CDU Antrag (Google:rauchfr. Sp. KA) auf Karlsruher Spielplätzen seit 1.6.11 mit 30 Euro Bußgeld rechen. In Heidelberg schützen A3 Schilder Kleinkinder vor dem Essen von giftigen Kippen. Das dkfz fand 2009 10 Kippen je Platz, während es in der Region um MA; KA; Speyer 100-1000 K. waren.Die Landesregierung wäre für mich nur glaubwürdig, wenn sie wie Saarland, Bayern, Brandenburg ein Rauchverbot auf Spielplätzen erließe. Dies fordert das Europa Parlament 2007 bis 2009!! von allen europ. Ländern. In der Türkei kostet 1Kippe 26 Euro. Deutsche Politiker sind unglaubwürdig, wenn sie Kinderrechte in der Verfassung fordern, vom "C" reden, aber13 Bundesländer den Kleinkinderschutz verweigern.

Ich weiß gar nicht, was wohl schlimmer ist:
Die staatliche Regulierungswut gepaart mit Profilierungssucht oder aber die teilweise so intoleranten und zum teil verbohrten Geisteshaltungen der hier teilnehmenden Diskutanten (was mein Bild über den typischen Ostwestfalen wieder bestätigt)?

Intoleranz auf beiden Seiten, deutsche Spießbürger und Menschen, die die Fliege an der Wand stört basteln sich ja ein schönes Land zurecht....

p.s. ich bin Nichtraucher und finde die Ausuferungen von Verboten in diesem Bereich eher beängstigend

Es ist nach der europäischen Menschenrechtskonvention Art. 14 Diskriminierung, denn es gibt keinen sachlichen Beweis dafür, daß Passivrauchen gesundheitsschädlich ist.
Die angeblichen 3300 Todesopfer durch Passivrauchen sind zu 2/3 über 75 Jahre alt und ehemalige Raucher werden ebenfalls in diese Statistik aufgenommen.
Vielmehr handelt es sich bei den Nichtraucherschutzgesetzen um puren Aktionismus, der sich dank massiver Lobbyarbeit hat durchsetzen können.
Sich vom rauch belästigt zu fühlen, reicht leider nicht. Man muss schon gesundheitliche Beeinträchtigungen nachweisen können und das ist unmöglich, weshalb die Diskussion grundsätzlich emotional geführt wird.
Tatsächlich befürchte ich, daß es sich bei diesen Debatten um reine Augenwischerei handelt, die von dringlichen Problemen ablenken soll.

@ Ernte23: Deine Probleme zahlt die Krankenkasse, einfach mal unverbindlich informieren!

Rauchfrei, Bau Dir eine Om-Kapelle, da stört Dich keiner.
Mich stört z.B. im Außenbereich immer der Wind !
Der macht mich nervös und ich bekomme Panikattacken ! Mein Bluthochdruck beruht darauf !
Ich bin dafür, dass mehr Geld in die Wetterforschung gepumpt wird, das Ziel muss lauten: Wettermanipulation pur !
Schaffung von windfreien Zonen ohne Haus-und windschutzbau !!



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