Sonnabend, 26.05.2012
Homepage-Ticker | RSS | Twitter | Impressum | Kontakt | AGB | Mediadaten


Schrift

18.10.2011
DETMOLD
Nationalpark im Teutoburger Wald lohnt sich
Laut Gutachten entstehen neue Arbeitsplätze

Natur | FOTO: REINHARD ROHLF

Detmold (jab). Das Gutachten zum Nationalpark im Teutoburger Wald, über das die Neue Westfälische bereits vorab berichtet hat, ist offiziell vorgelegt worden – und kommt zu dem Ergebnis, dass lippische Firmen kaum negativ von den Plänen betroffen wären. Das hat die Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants im Auftrag des Kreises und des Landesverbandes Lippe errechnet.

Anhand von Kundendaten des Staatswaldes und des Landesverbands ermittelten die Gutachter, dass gut die Hälfte des Holzes, das zurzeit in der Zone geschlagen wird, die im Nationalpark streng geschützt wäre, an Holzhändler, Sägewerke, Holzverarbeiter und Brennholzhersteller aus OWL geht. Konkret sind das 34 Firmen. Aber selbst diese Firmen deckten ihren Holzbedarf nur zu 14 Prozent aus der "Prozesschutzzone", seien also von dem Holz keineswegs abhängig.

Lediglich sechs kleinere Unternehmen wären von der Errichtung eines Nationalparks nachhaltig betroffen. Diese, so empfehlen die Gutachter, sollten Unterstützung erhalten. Bei den Arbeitsplätzen rechnet Roland Berger mit einem Verlust von 8 Stellen, dazu kämen 34 in der Forstwirtschaft. Entstehen würden laut Gutachten aber 61 neue Arbeitsplätze im Nationalpark, 68 im Tourismus.

Das vollständige Gutachten gibt es unter www.lippe.de.

Mehr zum Thema in nw-news.de
Kommentare
@adelbert - @senneranger-
Zwei Tage nach diesem Artikel hat CDU-Chef Cajus Caesar die augenfälligsten Lücken im Nationalpark-Gutachten mutig und deutlich angeprangert. Jeder Grundschüler hätte das auch nachrechnen können. Andere verantwortliche Politiker hätten längst das Gleiche tun sollen, damit sich diese (teilweise an Dummheit nicht mehr zu überbietende) Diskussion nicht noch weiter in die Länge zieht. Lasst uns unsere Region selbst gestalten und nicht von fernen Düsseldorfer Träumern. Ein Ziel-Nationalpark hat ohne Konsens in der Bevölkerung so oder so keinen Sinn.

@Bubo Bubo: Auweia. Was für Agrumente. Da mussten Sie aber Tief in die Steinzeit zurück gehen oder?

Hier ein paar Fakten:

Fakt 1: Nationalparkgegner = Naturschutzgegner -
Wie man an der Politik des Augustdorfer Bürgermeisters sieht, geht es hier um die entscheidende Frage: Wollen wir die SEnne oder den Teuto mit Gewerbegebieten oder neuen Siedlungen verschandeln oder angraben. Oder wollen wir das einmalige Naturerbe erhalten. Der Bürgermeister von Augustdorf hat es auch in einem Zeitungsinterview durchblicken lassen: Er will den Schutzstatus der Senne aufweichen - und das droht auch dem Teuto, wenn sich die Nationalpark- und Naturschutzgegner durchsetzen. Daher ist ganz klar: Wer den Teuto erhalten will, der muss für den Nationalpark sein.

Fakt 2: Fichtenterror -
Die Nationalparkgegner wollen den Teuto weiter mit Fichten verspargeln. Das sieht man jetzt schon in der Egge. Auf der einen Seite der Staatswald (unberührte Natur) auf der anderen Seite Privatwald (Fichtenterror und Borkenkäfergefahr). Die Fichte wächst schnell und kann schnell geschlagen werden, damit es mehr Geld bringt. Die Gefahren für die gesamten Wald und den Teuto sind aber durch diese Monokultur gewaltig.

Fakt 3: Jeder will einen Nationalpark -
Bayern hat seinen Nationalpark aus ökonomischen Gründen gegründet. NIedersachsen auch. Beides sind Unionsländer. Komisch oder?! :-)

Fakt 4: Nationalpark rechnet sich -
Durch einen Nationalpark bleibt das Geld in der Region. Bisher fließen die Steuern und Abgaben der Holzindustrie in die Kassen des Landes. Bei einer touristischen Nutzung bleibt viel mehr Geld in der Region hängen.

Fakt 5: Minderheitsdiktatur -
Es geht hier um 6 Unternehmen, die durch einen Nationalpark betroffen wären. 6 Firmen, die sich nun durch viel Geld die Nationalparkgegner kaufen und damit ihre eigenen Minderheitsinteressen der Mehrheit, die für einen Nationalpark sind, aufdiktieren wollen. Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen. Jetzt sind wir, die Bürger dran, und nicht die Wirtschaft.

Keine Experimente mit dem Teuto: Die Aussagen des Augustdorfer Bürgermeisters zum Schutzstatus der Senne zeigt, dass das Naturerbe in der Senne genauso wie im Teutoburger Wald gefährdet ist. In einem Zeitungsinterview machte der Bürgermeister klar, dass er den Schutzstatus der Senne nicht beibehalten will. Warum wohl? Weil er das Naturerbe Senne angraben will? Das wäre verheerend. Die Senne mit einem Gewerbegebiet oder neuen Wohnsiedlungen zu verschandeln, das darf nicht sein. Gleiches könnte auch dem Teuto drohen, denn es zeigt sich immer mehr, dass die Nationalpark-Gegner, und dazu gehört auch die FDP, nur ein wirkliches Ziel haben - Klientelinteressen durchsetzen. Auch die FDP hat sich beim Runden Tisch gegen die Beibehaltung des Schutzstatus für die Senne ausgesprochen. Es sind also Wölfe in Schafspelzen - und es zeigt: Das einzige Mittel, um die Senne und den Teuto wirklich für die nächsten Generationen zu bewahren, ist der Nationalpark.

@Rakete @scheues Reh - Was genau wollt ihr?
Ein Nationalpark ist ein Instrument zur Stilllegung sehr großflächiger in der Regel von Menschen unbeeinflusster Gebiete für den Naturschutz. Bekanntermaßen ist ein Nationalpark kein Instrument zur Belebung der regionalen Wirtschaft oder des Tourismus. Das wirtschaftliche Gutachten überzeugt daher überhaupt gar nicht.
Ein Nationalpark sowie alle Anstrengungen für diesen Nationalpark in Lippe sind wirklich überflüssig und kosten unnötig unsere Zeit und unser Geld! Denn (Wiederholung!): Der Lippische Wald ist gut gepflegt und bereits mehrfach geschützt. Dieser Wald enthält ganz nebenbei sehr viel hochwertige Naturschutzflächen. Der Zustand des Waldes verbessert sich sogar weiter in Zukunft durch verantwortliches Handeln von Förstern und Naturschützern. Der Zustand des Waldes, der als nationalparkwürdig von den Fachleuten begutachtet wurde ist auch in keiner Weise gefährdet. Nichts gefährdet die Verhältnisse dieses Waldes momentan stärker als die irrrsinnige Idee einen Nationalpark daraus machen zu wollen. Keine andere Überplanung droht diesem Wald. Diesen Wald wollen wir alle erhalten und schützen aber eben auch verträglich oder nachhaltig nutzen! Wir können es uns nicht leisten, diesen Wald vergammeln zu lassen, während wir zuschauen wie andere Wälder auch in den echten nicht regenerationsfähigen Urwaldregionen unserer Erde intensiv und rücksichtslos ausgebeutet werden. Auch durch den Ausstieg aus der Atomenergienutzung in Deutschland wächst die Bedeutung des Rohstoffs Holz noch mehr als bisher. Warum reden wir nicht über die Bewirtschaftung der Wälder im globalen Zusammenhang als die Stilllegung vorbildlich nachhaltig bewirtschafteter Wälder zu propagieren. Zigtausend Bürger haben längst verstanden , worum es bei der Ausweisung eines Nationalparks hier im Teuto geht. Es gibt ganz sachliche Fakten (z.B. zu hohe Kosten, Waldbetretungsverbot, Abhängigkeit vom Land NW, etc) die eindeutig gegen eine Nationalparkausweisung in dieser Region sprechen.
Auch Bubo bubo fühlt sich hier in unserer Region (noch)wohl.

Für diese Scheiß geldverschliongende EU machen die Politiker alles und für uns Deutsche bleibt nicht mal mehr ein Erholungsgebiet im eigenem Land vor unserer Haustür.
Der Wahnsinn dieser politisches Mafia muß ein Ende haben sonst machen die immer weiter mit uns allen was und wie sie es wollen.



 Seite 1 von 6
weiter >
  >>



Anzeige
Weitere Nachrichten aus OWL
OWL
Westfalen kommt in Schulbüchern kaum vor
Wie wichtig es offenbar ist, den Blick NRWs – wie an diesem Wochenende – öfter nach Ostwestfalen-Lippe zu lenken, zeigt eine Studie, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vorgelegt hat. mehr

MINDEN
Korrupter Beamter in Minden kassiert Asylbewerber ab
Ein leitender Mindener Beamter ist wegen Korruption zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Er soll von Asylbewerberinnen eine stattliche Summe Geld für Hilfe im Asylverfahren kassiert haben. mehr


HERFORD
"Chefsekretärin" gesucht: Männlicher Bewerber fühlt sich diskriminiert
Ausgerechnet ein Personaldienstleister hat bei einer Stellenausschreibung eine Bestimmung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) verletzt und die Position einer Chefsekretärin nur in der weiblichen Form ausgeschrieben. mehr

BIELEFELD
Ex-Armine Oliver Kirch heiratet Model Jana Flötotto kirchlich
Oliver Kirch, Ex-Fußballer von Arminia Bielefeld, und das Model Jana Flötotto haben sich in Gütersloh trauen lassen und in der Orangerie von Schloss Rheda kräftig gefeiert. mehr



Anzeige


Anzeigen

Fotos aus OWL
Bad Oeynhausen: 29. Nationaler Stadtlauf
Bad Oeynhausen: 29. Nationaler Stadtlauf
Herzebrock-Clarholz: Unfall mit sechs Verletzten
Herzebrock-Clarholz: Unfall mit sechs Verletzten
Espelkamp: Saisonstart im Waldfreibad
Espelkamp: Saisonstart im Waldfreibad
Höxter: Kollision auf der Kreuzung
Höxter: Kollision auf der Kreuzung
Bad Oeynhausen: Fußball-Turnier der Grundschul-Mädchen
Bad Oeynhausen: Fußball-Turnier der Grundschul-Mädchen
Entrup: Aussichts- und Telegrafenturm eingeweiht
Entrup: Aussichts- und Telegrafenturm eingeweiht


Videos
Regionale Wirtschaft
RÖDINGHAUSEN: Das längste Solarmodul der Welt
Solarenergie gewinnt an Bedeutung, soll die Energiewende forcieren – und wurde nun Ziel einer technologischen Innovation. Einem von der... mehr

BIELEFLD: Dr. Oetker übernimmt tunesisches Nahrungsmittelunternehmen
Dr. Oetker steigt in den nordafrikanischen Nährmittelmarkt ein. Der Bielefelder Lebensmittelkonzern habe die Mehrheit an dem tunesischen... mehr

BIELEFELD: Begegnungswoche der Bielefelder Industrie- und Handelskammer
Im vergangenen Jahr drehte sich die alljährliche "Internationale Begegnungswoche" der Bielefelder Industrie- und Handelskammer um die ASEAN-Staaten im... mehr

BIELEFELD: Große Chancen für Lehrstellensuchende
Jugendliche, die in diesem Jahr noch einen Ausbildungsplatz in Ostwestfalen suchen, sind am 12. Juni zu "Speed-Datings" eingeladen. Interessenten... mehr

Entlassungen bei Premiummöbel-Hersteller Interlübke
Rheda-Wiedenbrück (lnw). Trotz Aufwärtstrends will der Premiummöbel-Hersteller Interlübke den Betrieb umstrukturieren und bis Jahresende 40 der knapp... mehr


Kultur
Theater verzaubert die Paderstadt
Paderborn. Das neue Theater Paderborn war bis Freitagabend Gastgeber des 28. professionellen Kinder- und Jugendtheatertreffens NRW "Westwind". Elf... mehr

PADERBORN: Trügerische Paradiese des William Turner in Paderborn
Paderborn-Schloß Neuhaus. Er war einer der mobilsten Künstler seiner Zeit, skizzierte unermüdlich auf seinen Reisen und rückte die Landschaftsmalerei... mehr

DETMOLD: Detmold als Freilichtbühne
Detmold (nw). Die Stadt aus ganz neuen Blickwinkeln zu erleben: Dazu lädt das Europäische Straßentheaterfestival in Detmold ein. Über Pfingsten wird... mehr

GÜTERSLOH: Liz Mohn feiert 25 Jahre Wettbewerb "Neue Stimmen"
Vor 25 Jahren hat Bertelsmann-Matriarchin Liz Mohn den Wettbewerb "Neue Stimmen" für den Opernachwuchs ins Leben gerufen. Das soll gefeiert werden:... mehr

Literarisches Staraufgebot
Wuppertal (dpa). Mit hochkarätigen Autoren feiert die Wuppertaler Literatur Biennale 2012 Premiere. Gäste des neuen Literaturfestivals vom 6. bis 16.... mehr