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04.02.2012
BAD WÜNNENBERG
900 Haushalte ohne Heizung
Verschmutzte Filter in der Druckregelstation sorgen für kalte Stuben
VON SIGURD GRINGEL

Kuscheln sich zusammen | FOTO: MARC KÖPPELMANN

Bad Wünnenberg. Tausende Menschen in Bad Wünnenberg, Leiberg und Bleiwäsche froren gestern in ihren Wohnungen. Einige müssen am Wochenende noch bibbern. Schuld war eine Druckregelstation des Gasversorgers Eon, die nicht funktionierte. Sämtliche Heizungsanlagen fielen aus – auch in der Aatalklinik.

Ab 9.30 Uhr meldeten Bürger den Ausfall beim Gasversorger, zeitgleich schlug dessen Überwachungsleitstelle wegen Druckabfalls Alarm. Michael Wippermann, Unternehmenssprecher von Eon, machte Staub als Ursache aus, der die Filter in der Regelstation verstopft hatte. Gegen Mittag waren diese Filter wieder gereinigt, allerdings sei Luft in die Leitungen hineingeraten. Deshalb mussten etwa 30 Techniker bei jedem der rund 900 betroffenen Haushalte die Anschlüsse abdrehen, die Leitungen entlüften und erst dann die Heizungsanlage einzeln wieder in Betrieb nehmen. Bis Freitagabend konnten noch nicht alle Haushalte ans Netz angeschlossen werden.

Die Feuerwehr richtete im Schulzentrum Fürstenberg eine "warme Stube" ein, in der sich Betroffene bei einer heißen Suppe aufwärmen konnten, dazu einen Shuttle-Service von den Feuerwehrgerätehäusern in Wünnenberg, Leiberg und Bleiwäsche. "So einen Fall haben wir noch nicht erlebt", sagte Wippermann.

Erklärung: "Weil so viel geheizt wurde"

Karl Kroll hatte eine mögliche Erklärung für den Ausfall. "Weil plötzlich so viel geheizt wurde, wurde auch viel Dreck durch die Leitungen gepustet." Der Videoproduzent aus Bad Wünnenberg hat kurzerhand über die Leitungssäuberung einen Film gedreht. "Mit hohem Luftdruck haben die Techniker den Dreck wieder aus den Rohren gepresst", schilderte er. Bei ihm und seiner Ehefrau Karin fiel ebenfalls die Heizung aus. Die Krolls hatten aber noch Glück.

Die Küche blieb bei ihnen nicht kalt, weil die Öfen mit Strom betrieben werden. Und auch warmes Wasser stand ihnen wegen der Solarmodule auf dem Dach zur Verfügung. Damit die Wohnung nicht komplett auskühlte, haben sich die Eheleute einen Heizlüfter ins Wohnzimmer gestellt.

Betroffen war auch die Aatalklinik. "Unsere Patienten frieren", sagte Verwaltungsleiterin Frauke Haaks mittags. Damit nicht zu viel Wärme verloren ging, blieben Fenster und Türen ausnahmsweise geschlossen. Doch die Klinik wurde bevorzugt behandelt: Ab etwa 14 Uhr nachmittags lief dort die Heizung wieder. "Wir machen jetzt straßenweise weiter", sagte Wippermann. Bis zum Abend wollte der Gasversorer so viele Haushalte wie möglich wieder anschließen, allerdings könne sich die Reparatur auch ins Wochenende ziehen.

Am Samstag sagte ein Eon-Sprecher gegenüber der Presseagentur dpa, dass mittlerweile fast alle Wohnungen und Häuser wieder angeschlossen seien.

Im Störungsfall


- Der Energieversorger empfiehlt Haushalten, deren Anschluss noch nicht funktioniert, die Wohnräume nicht zu sehr auskühlen zu lassen.

- Bei Bedarf können sich die Bürger über die kostenlose Störungsnummer (0 52 51) 5 03 89 50 informieren.


Mehr zum Thema in nw-news.de
Kommentare
Ja ne is klar, EON macht's möglich! Wir die Bürger sind mal wieder die dummen! Große Firmen können ja wieder machen was sie wollen, wie unsere Politiker...........

Ich habe am Freitag gegen 11 Uhr bemerkt, daß die Heizkörper kalt waren und sofort den Heizungsmonteur benachrichtigt. Der war gegen 12.30 schon da(vielen Dank nochmal an die Fa. A.) und mußte feststellen, das kein Gasdruck da war. Erst durch seinen Anruf beim Gasversorger habe ich von den technischen Schwierigkeiten erfahren.Und als der Monteur schon längst sein Werkzeug verstaut hatte, fuhr ein Lautsprecherwagen durch die Stadt, mit einer sehr unverständlichen Ansage, was den Vorfall betraf.Jetzt frage ich mich, wer bezahlt die Rechnung des Heizungsmonteurs? Schließlich war schon am frühen Morgen bekannt, das die Gasversorgung defekt war.

hat doch alles auch was gutes...Kuschelzeit...schau mer mal in 9 Monaten....schmunzel

Das war kein Scherz mit dem Gasausfall, habe es in der Nachbarschaft gehabt. Viele Haushalte hatten um 12 Uhr heute Mittag noch kein Gas.

@ Norbert
Kann mich der Meinung nur anschliessen ,
veräppeln kann Ich micgh selber!



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