Bielefeld. Das Messer-Attentat auf den 61-jährigen Passanten am Mittwochabend an der Bahnhofstraße in Bielefeld (nw-news.de berichtete) scheint ein Racheakt gewesen zu sein. Zwei Männer hatten den 61-jährigen Libanesen mitten auf der Straße zu Boden gedrückt und dann mehrfach auf ihn eingestochen. Das Opfer überlebte knapp – laut Polizei schwebt er weiterhin in Lebensgefahr, sein Zustand sei aber nicht mehr kritisch, so die Polizei.
Wie die Staatsanwaltschaft und die Mordkommission am Freitagmorgen mitteilten, sind zwei Verdächtige im Ruhrgebiet festgenommen worden. Ein dritter 33-jähriger Täter ist noch flüchtig. Hintergrund für die Tat ist eine Familienfehde zweier langjährig verfeindeter libanesischer Familien aus dem Hochsauerlandkreis und dem Ruhrgebiet.
Der 56-jährige Vater des Getöteten dürfte nunmehr als Vergeltung einen Mordauftrag an seinen 31-jährigen Sohn und einen 33-jährigen weiteren Familienangehörigen gegeben zu haben. Sie sollten Rache an dem Vater der Angeklagten üben. Die beiden Männer führten den Auftrag am Mittwoch gegen 17.45 Uh, in der Bielefelder Bahnhofstraße aus, nachdem sie das 61-jährige Opfer in einem Wettbüro erkannt hatten.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld erging gegen die drei Männer aus Gladbeck Haftbefehl wegen versuchten Mordes beziehungsweise Anstiftung zum Mord. Mit Unterstützung der Polizei Recklinghausen und SEK wurden am Donnerstagabend der 56-jährige Vater und sein 31-jähriger Sohn im Bereich Recklinghausen festgenommen.
Der 61-Jährige stand sogar im Krankenhaus unter Polizeischutz. Weitere Söhne des Mannes tauchten Donnerstag am Tatort auf: "Sie trauen sich nur noch mit einer Schutzweste in die Öffentlichkeit", berichtete ein Bekannter.
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