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02.06.2012
HERFORD/BIELEFELD
Bielefelder Verein Drogenberatung will Landesfachstelle Glücksspielsucht übernehmen
Neuer Träger, neues Glück
VON HARTMUT BRAUN

Wichtige Aufgabe

Herford. NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Bündnis 90/Grüne) hat offenbar einen neuen Träger für die vom Diakonischen Werk (DW) Herford aufgegebene Landesfachstelle Glücksspielsucht gefunden. Ihr Ministerium verhandelt mit dem Bielefelder Verein Drogenberatung.

Dessen Geschäftsführer Michael Wiese bestätigte das gestern gegenüber der NW: "Wir sind im Gespräch und auf einem guten Weg". Steffens hatte sich persönlich in die Suche nach einem Nachfolge-Träger für die Landesfachstelle eingeschaltet. Auch der Bielefelder SPD-Landtagsabgeordnete Günter Garbrecht nahm sich der Sache an. Jetzt scheint kurzfristig ein fließender Übergang zum 1. Juli möglich zu sein.

Der Verein Drogenberatung Bielefeld zählt zu den innovativeren Einrichtungen der Drogenhilfe in Deutschland. Er betreibt ambulante und stationäre Einrichtungen in Bielefeld und Lippe sowie eine größere Fachstelle für Suchtvorbeugung.

Mit der Leiterin der Landesfachstelle Glücksspielsucht, Ilona Füchtenschnieder, werde man eine hoch qualifizierte Kollegin dazu gewinnen, sagt Wiese: "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit."
Die Personal– und Sachkosten der Landesfachstelle werden wie bisher vom Land NRW getragen. Zu ihren Aufgaben gehört die Unterstützung von Spielsucht-Beratungsstellen, die Koordination von Spielerhilfe-Aktivitäten sowie die Beratung des Landes.

Das Diakonische Werk Herford, einst bundesweit Pionier in der Spielsuchthilfe, hatte die Trägerschaft für die von ihr seit 2002 geführte Landesfachstelle zum 30. Juni aufgegeben – unter anderem wegen persönlicher Auseinandersetzungen zwischen dem Geschäftsführer Christian Lümkemann und der Spielsuchtexpertin Füchtenschnieder.
Unterdessen hat der Herforder Superintendent Michael Krause die Arbeit der Landesfachstelle und ihrer Leiterin ausdrücklich gewürdigt. Deren "politischer" Ansatz sei ebenso bedeutsam wie die – vom Diakonischen Werk weiter geführte – konkrete Beratung von Spielsüchtigen und dürfe nicht gefährdet werden.

Er sei froh, dass sich ein fließender Übergang zu einem neuen Träger abzeichnet. Der Kirchenkreis Herford habe dem Land NRW schon zuvor die Bereitschaft signalisiert, die Trägerschaft notfalls selbst direkt zu übernehmen.

Zur Mitarbeit des DW-Geschäftsführers Christian Lümkemann in einer Stiftung des Glücksspielunternehmers Gauselmann äußerte er sich distanziert: Er gehe davon aus, dass es sich um eine ordnungsgemäß genehmigte ehrenamtliche Mitarbeit handle, die allerdings im Aufsichtsrat des DW noch einmal zur Sprache kommen werde.

Mehr zum Thema in nw-news.de
Kommentare
@Kirchgängerin

Niemand erwartet von Christen Fehlerfreiheit. Menschen machen Fehler und hin und wieder können sie sich an ihnen entwickeln und von ihnen lernen. Zur Diskussion steht keinesfalls eine mögliche Vergebung.

Stattdessen steht zur Diskussion, ob gewisse Herren der Kirche im Kreis Herford ihren Führungsaufgaben gewachsen sind. Für Christian Lümkemann ist das glasklar zu verneinen. Daher hat er sein Amt aufzugeben. Mit echtem Gottvertrauen kann auch er nur in Gottes Hände fallen. So ist das Leben, wozu Sie Gott sagen.

Ob der Superintendent Krause seiner Führungsaufgabe gewachsen ist, wird sich m.E. in nächster Zeit herausstellen. Bis jetzt ist er vor allem mit Weichspülen aufgefallen. Eine notwendige echte große Wäsche steht noch aus.

Kaum jemand kann sich konsequent Gottesdiensten entziehen. Garantiert niemand kann sich sämtlichen Einrichtungen entziehen, für die die Kirche ihren Namen gibt, ohne sie zu finanzieren. Kirche lässt ja in sehr großem Stil auch außerhalb ihres eigentlichen Finanzierungsrahmens über den Staat finanzieren. Da wird der Steuerzahler dann wohl doch noch ein Wörtchen mitreden dürfen - mindestens diskutieren dürfen und Bewußtsein schaffen.

Das sind Feststellungen, die absolut sachlich ohne jede Emotion getroffen werden. Ob bei Ihnen Emotionen wie Hass vorliegen, kann ich anhand eines Textes nicht beurteilen.

@Kirchgängerin. Sie haben so Recht. Dummerweise fällt es nur Heiden auf, daß Kirchenmusiker auf Trauerfeiern keine Quittungen für ihre Nebentätigkeit unterzeichnen und wenn man sie darauf anspricht lächeln sie und sagen wenn das Finanzamt kommt sage ich ich hätte alles in die Kollekte gesteckt oder gespendet.Ha ha hah ...

@Sabine Buntrock. Besser hätte man es nicht schreiben können und genau deshalb wird Alles dafür getan, das die Trauerfeier ohne Leiche im Sarg an die Öffentlichkeit kommt denn der Herr Superpfarrer hat seit langer Zeit Kenntnis davon.

Es ist schon erstaunlich wie manche hier ihren Haß gegen die "Kirche" ausleben, andererseits aber - es mag Einzelfall sein – die Chuzpe haben, sich bei der "Kirche" um eine führende Position zu bewerben, obwohl sie "Heiden" (im biblischen Sinne") sind. Christen sind keine perfekten Menschen, sondern Sünder, die aber willens sind auf Gottes Wort zu hören und wissen, daß Gott ihre Sünden vergibt. Allerdings keine Sündenvergebung in dem Sinne "wenn ich viel sündige, erhalte ich viel Vergebung, nein, so nicht, sondern in Bemühen, die Weisungen Jesu – z. B. "liebe deinen Nächsten wie dich selbst" – zu befolgen. Im übrigen zwingt die Kirche (richtiger formuliert: Die Gemeinde der Heiligen") niemanden, ihre Dienste wie z. B. Gottesdienste, diakonische Einrichtungen, Krankenhauseinrichtungen) in Anspruch zu nehmen, sondern jedermann/-frau kann nach seiner/ihrer eigenen Fasson selig werden und seine Seele freiwillig dem Teufel überlassen. Schlußendlich bedeutet Christsein auch, nicht das "Rollen von Köpfen" (Lümkemann, Krause & co.) zu verlangen, sondern die Verantwortlichen hinsichtlich des von der NW beschriebenen Skandals in Ermahnung des Herrn zur Buße (im Sinne des Evangeliums) zu rufen und die Verantwortlichen in ihr tägliches Gebet einzuschließen.

@Hammerharte Meinung

Aus der Kirche austreten, um dem Kirchenklüngel zu entgehen, nützt ja nichts. Der Staat schließt eine Unzahl von Kooperationen mit ihr. Niemand kann derzeit "christlichen Einrichtungen" entgehen!!!

Deswegen geht Kirche jeden viel an. Deswegen ist es von hohem Interesse, ob Führungskräfte dort auch mal durchgreifen können oder alles und jedes decken, weil´s ja gut gemeint war.



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