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02.06.2012
DELBRÜCK
Überraschender Tigernachwuchs in Delbrück
Rasse ist vom Aussterben bedroht
VON ANNIKA FALK

Niedlich | FOTO: ANNIKA FALK

Delbrück-Schöning. Da staunten die Besucher im Tierpark Nadermann nicht schlecht: Am hellichten Tag brachte Tigerdame Tessa in ihrem Gehege zwei Babys zur Welt. Normalerweise werden die Tiere vorher in eine Geburtenbox gebracht, doch Tessa war schneller.

Das zehnjährige Raubtier ist eine erfahrene Mama, hatte bereits sieben Würfe. Anfangs war sie alleine mit ihrem Nachwuchs. Nach drei Tagen konnten die Tierpfleger Tessa ablenken und so das Geschlecht der beiden bestimmen: Das Mädchen wog 1.400, der Junge 1.600 Gramm. Sie sind zwei Wochen alt und schon jetzt der Besuchermagnet.

Auch Papa Ike akzeptiert die Kleinen – nicht selbstverständlich bei sibirischen Amurtigern. Da die Rasse vom Aussterben bedroht ist und in freier Wildbahn weltweit nur noch 400 Exemplare leben, hat Marlies Nadermann keine Bedenken, dass die Tiger nach dem Winter ein neues Zuhause finden werden: "Der Kater muss auf jeden Fall gehen und wir haben leider nur begrenzt Platz", so die Tierpflegemeisterin.

Außerdem gibt es bei Nadermanns noch Nachwuchs bei den Stachelschweinen, Känguruhs, Lamas, Javaneraffen sowie den Waschbären und Ozeloten – diese beiden sind allerdings noch nicht für die Besucher zu sehen.
              

Kommentare
@ Faxendicke

Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu. Einen Trost
gibt es allerdings. Wir werden den Tigern und den
anderen Tierarten folgen, was das Aussterben
angeht.
Danach es wieder Platz für Neues. Einige hundert
Millionenjahre bleibt ja noch Zeit.

Mich stimmen solche Berichte eher traurig, da die Kleinen nicht die Wildnis kennen lernen werden, andererseits was man nicht kennt vermisst man ja angeblich nicht, wollen wir es hoffen. Die eigentliche Katastrophe liegt ja darin, das sie in der Wildnis vor dem Aussterben bedroht sind, wie viele andere Tierarten auch und die Menschheit nimmt es als gegeben hin und begafft die Tiere lieber im Zoo. Hauptsache das Geschäft brummt, fuer den Kater bekommt der Zoo bestimmt eine Menge Geld.

@Desiree Nosbusch
Widersprechen Sie sich nicht selbst? Eine Tigerin gebärt selbstständig Nachwuchs, also war es eine natürliche Geburt, und da sprechen Sie davon, dass das weit entfernt von der Natur ist, bzw der Natur ins Handwerk gepfuscht wird!?

Aha, so so, eine Tigerkatze gebärt am hellichten Tag. Daran kann man schon sehen, wie weit weg sie inzwischen von der Natur ist. Normal gebären sie im Schutz der Dunkelheit der Nacht. Typisches Beispiel dafür, dass der Mensch, selbst im 'Tierpark', der Natur ins Handwerk pfuscht!

Für die Tiere freut es mich natürlich, allerdings hoffe ich, dass der Tierpark inzwischen mit den Tierschutzgesetzen konform ist.
In der Vergangenheit war das eher eine Katastrophe.


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