Detmold (mah). Der Lippische Landrat Friedel Heuwinkel hält eine Befragung der Bevölkerung zum Nationalpark im Kreis für rechtlich zulässig, will aber zuvor die so genannte "Gebietskulisse" – die genaue Fläche für den Park – festlegen. Das allerdings zieht sich noch immer: Der von Umweltministerium bestellte Gutachter habe die Fläche, die der Landesverband Lippe (LVL) zum Nationalpark zusteuern könnte, komplett erfasst, berichtete Schlichter Günther Kozlowski.
Es gebe aber noch nicht genügend Landesflächen, die dem LVL zum Ausgleich angeboten werden könnten. "Die Erfassung und Bewertung von Landesflächen wird noch einige Wochen dauern", so Kozlowski. Parallel laufe die Wertermittlung für die Flächen – etwa unter dem Aspekt, ob Waldparzellen auch für Windräder geeignet sind. Stephan Prinz zur Lippe, dem privat Ländereien gehören, hat derweil sein Nein bekräftigt und einen "Schlussstrich" unter die Nationalpark-Debatte gefordert. Es gebe "keine den gesetzlichen Kriterien eines Nationalparks genügende Kulisse in Lippe". Der LVL solle seine Verhandlungen mit dem Land über einen Flächentausch beenden. LVL-Vorsteherin Anke Peithmann hatte vor einem Ja des Verbandes zu Tauschflächen das Ja der Lipper in einer Abstimmung gefordert.
Unterdessen hat sich zum zweiten Mal der "Runde Tisch" getroffen. Befürworter als auch Gegner hätten Wünsche und Befürchtungen geäußert, berichtet die Kreis-Pressestelle. Und weiter: "Die Mehrheit der Anwesenden war der Meinung, dass auch ohne eine im Detail feststehende Kulisse viele Fragen wie etwa Ansprüche an die Feizeitnutzung, die Jagd, die Brennholznutzung oder die regionale Entwicklung zu bearbeiten sind."













