Dortmund/Bielefeld (nw). Immer mehr Kinder und Jugendliche in Westfalen-Lippe trinken bis zur Bewusstlosigkeit. Nach einer neuen Auswertung der Krankenkasse AOK stieg 2011 die Zahl der Krankenhauseinweisungen aufgrund von Alkoholvergiftungen erstmals seit 2009 wieder an. Insgesamt 970 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren wurden danach stationär behandelt. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Gesamtkosten für die stationäre Behandlung und den Notfalltransport beliefen sich bei der Gesundheitskasse in Westfalen-Lippe im vergangenen Jahr auf rund eine Million Euro. Zwölf Prozent der Betroffenen sind erst 14 Jahre und jünger. Auffällig ist auch das geschlechterspezifische Konsumverhalten: Alkoholmissbrauch ist bei Jungen stärker verbreitet als bei Mädchen. 60 Prozent der behandelten Jugendlichen 2011 waren männlich.




















