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28.12.2012
Bielefeld
Die kuriosesten Fälle der Bielefelder Polizei in 2012
Versenkte Autos und diebische Prostituierte

Eines der Glanzlichter

Die Polizei blickt zurück auf kuriose Fälle aus 2012:

Prostituierte stiehlt Hund
Ein 21-jähriger Bielefelder erstattete Anzeige gegen eine unbekannte Prostituierte, die Gefallen an seinem Hund fand und diesen kurzerhand nach ihrer Dienstleistung aus der Wohnung des Geschädigten entwendete.


Der Geschädigte hatte sich die Prostituierte in seine Wohnung nach Jöllenbeck bestellt. Nach deren Dienstleistung bat der Geschädigte die Frau, noch von einer Tankstelle Bier holen zu gehen.

Er gab der Unbekannten dazu den Wohnungsschlüssel mit. Während der Geschädigte unter der Dusche stand, kam die Prostituierte zurück in die Wohnung. Sie nahm den Hund des Geschädigten mitsamt Leine und Hundekissen an sich und verließ die Wohnung. Den vereinbarten Lohn hatte sie bereits nach der
Dienstleistung erhalten.Pkw im Löschteich versenkt
Die Polizei wurde über einen Pkw im Löschteich hinter der Teutoklinik an der Ummelner Straße 2 informiert. Die eintreffenden Beamten wurden von drei durchnässten Männern erwartet. Im Löschteich stand ein VW Polo.

Die Ermittlungen ergaben, dass der 18-jährige Fahrer aus Steinhagen mit seinem Fahrzeug vom Ende des Parkplatzes der Teutoklinik in den Löschteich gefahren war.

Der Fahrer und seine beiden 17-jährigen Beifahrer aus Bielefeld konnten sich unverletzt aus dem Pkw retten. Die Beamten stellten vor Ort fest, dass der Fahrer, der der Polizei durch mehrere Fahrten unter Betäubungsmitteln bereits bekannt war, auch diesmal offensichtlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand.Lebensmittel auf der Autobahn
Ein Lkw hatte mehrere Gitterboxen mit zum Teil frischen Lebensmitteln auf der A 30 verloren. Die verlorene Ladung verteilte sich großflächig auf der Fahrbahn, ohne dass der 27-jährige Fahrer aus Osnabrück dies bemerkte.

Durch nachfolgende Fahrzeuge wurden die Lebensmittel überrollt. Die dadurch zerquetschte Masse fror teilweise auf der Fahrbahn fest und bildete eine erhebliche Gefahrenstelle. Der LKW-Fahrer verließ später in Melle die Autobahn und verlor in der Ausfahrt weitere Teile der Ladung, ohne dies zu bemerken. Er konnte dort durch eine Streife der Autobahnpolizeistation Bissendorf angehalten werden.Wohnungseinbrecher auf Krücken
Eine 43-jährige Frau bemerkte in ihrer Wohnung an der Straße Schelpsheide einen unbekannten Mann in ihrem Schlafzimmer. Der Unbekannte war durch das zum Lüften geöffnete Fenster eingedrungen und hatte das Zimmer nach Beute durchsucht. Nach Entdecken flüchtete der Mann sofort ohne Diebesgut durch das Fenster.

Die Zeugin konnte noch angeben, dass der Täter einen Unterschenkel bandagiert oder eingegipst hatte. Seine Krücken hatte er in der Nähe abgestellt. Wenig später drang derselbe Täter, ebenfalls durch ein zum Lüften geöffnetes Fenster, in eine Wohnung an der Weihestraße ein. Auch hier wurde er durch einen 51-jährigen Wohnungsinhaber im Schlafzimmer entdeckt, als er den Raum bereits wieder verlassen wollte.

Der Geschädigte fand die Krücken vor dem Schlafzimmerfenster.
Der Täter hatte diese auf seiner Flucht zurück gelassen. Er konnte mit Schmuck unerkannt entkommen. Im Nahbereich wurden noch Teile des Gipses aufgefunden, dessen sich der Täter offenbar entledigt hatte."Dumme Idee" tut Diebinnen leid
Die Polizei stoppte zwei alkoholisierte Diebinnen, die Gefallen an Gartenmöbeln aus der Außengastronomie zweier Gaststätten in der Bielefelder Innenstadt gefunden hatten.

Eine Streifenwagenbesatzung bemerkte zwei Frauen, die einen Gartensessel und zwei Gartenstühle über die Elsa-Brandström-Straße hoben und schoben. Als die Beamten die Frauen ansprachen, flüchteten diese zunächst ohne die Gartenmöbel.

Nach einigen Metern stellte die Polizei die beiden Bielefelderinnen im Alter von 23 und 26 Jahren. Die beiden Diebinnen gaben zu, aufgrund ihrer Alkoholisierung auf die "dumme Idee" gekommen zu sein, die Möbel der Gaststätte Plaza (Arndtstraße) und des Cafes Knigge (Bahnhofstraße) für die eigene Wohnung zu stehlen. Die Tat täte ihnen nun leid.Ungewöhnliches Hilfeersuchen bei der Polizei
Ein aufgeregter und nicht mehr ganz nüchterner Bürger trug der Polizei auf der Wache Nord an der Kurt-Schumacher-Straße ein etwas ungewöhnliches Hilfeersuchen vor.

Nach einem Besuch bei einer Prostituierten hätte er Beschwerden mit seinem linken Handgelenk. Beide Schließen einer Handfessel hatten sich so fest um sein Handgelenk gezogen, dass dem
Mann jede Bewegung weh tat.

Erst mit dem reichhaltigen Schlüsselfundus des Polizeigewahrsams gelang eine Entfesselung. Die Handfessel wurde dem erleichterten Bürger belassen.Fahrschüler mit 2,34 Promille
Der Inhaber einer Fahrschule meldete der Polizei Bielefeld, dass ein Fahrschüler in alkoholisiertem Zustand seine Fahrstunde antreten wolle. Der Fahrlehrer wollte einen 26-Jährigen von seiner Wohnanschrift zur Fahrstunde abholen. Als der Mann das Haus verließ, sah der Fahrlehrer bereits, dass dieser torkelte.

Als der 26-jährige am Auto stand und einsteigen wollte, versagte ihm der Fahrlehrer die Fahrstunde und verschloss sofort das Auto, damit er nicht einsteigen konnte. Dennoch gelang es dem Fahrschüler zu einem späteren Zeitpunkt, sich auf die Rücksitzbank des Fahrschulwagens zu setzen.

Daraufhin fuhr der Fahrlehrer zum Chef der Fahrschule, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Während der Fahrt zur Fahrschule verhielt der Mann sich unauffällig, weil er offenbar hoffte, gleich fahren zu dürfen. Die beiden Männer stiegen aus und der Chef der Fahrschule erklärte dem Mann aus Kenia auf Englisch deutlich, dass eine Fahrt in seinem alkoholisierten Zustand
nicht möglich sei.

Nun wurde der Mann im Verlauf der Diskussion immer aggressiver und verdrehte die Augen. Der 26-jährige erklärte, dass er in seinem Zustand gut Auto fahren könne. Er wollte zunächst eine Fahrstunde in seinem jetzigen Zustand und eine in nüchternem Zustand nehmen und anschließend die Prüfung machen. Da der Fahrschüler offensichtlich kein Einsehen hatte, rief der Fahrschulchef die Polizei.Eisern gespart, um dem Gefängnis zu entgehen
Ein mit Haftbefehl gesuchter Betrüger hat an die Zukunft gedacht und Vorsorge getroffen. Gegen ihn bestand Haftbefehl wegen Betruges. Er war vom Amtsgericht Bielefeld zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von 83 Tagen verurteilt worden. Der haftbefreiende Betrag betrug knapp 1000 Euro.

Die Polizei fahndete nach dem Betrüger und machte diesen auch
ausfindig und nahm ihn fest. Überraschend war, dass der nötige Geldbetrag angeliefert wurde: In einer durchsichtigen Spardose mit vielen kleinen Münzen und etlichen kleinen Scheinen - aber genau die notwendigen 996 Euro.

Nach eigenen Angaben hatte er nach seiner Verurteilung immer wieder kleine Beträge in seine Spardose geworfen, um sich im Fall einer Festnahme frei kaufen zu können. Als der Betrag zusammen war, wartete er in Ruhe ab - bis er der Polizei ins Netz ging. Erst dann präsentierte er seine Spardose und kam frei!Baulärm mit Samuraischwert verhindern
Ein 27-jähriger Bielefelder fühlte sich offenbar so durch Baulärm gestört, dass er ein Kabel durchschnitt und einem Arbeiter von weitem mit einer Art Samuraischwert drohte.

Ein 64-jähriger Arbeiter stellte auf einer Baustelle an der Johanneswerkstraße fest, dass ein Kabel einer Kabeltrommel durchschnitten worden war. Es gab sich der 27-jährige Anwohner zu erkennen. Er habe das Kabel durchschnitten, weil er seine Ruhe haben wolle.

Der Arbeiter störte sich nicht an dem 27-Jährigen, reparierte das Kabel und setzte seine Fassadenarbeiten, die Geräusche verursachten, von einem Gerüst aus fort. Daraufhin forderte der 27-Jährige den Arbeiter aus seinem Wohnungsfenster heraus auf, sofort das Gerüst zu verlassen.

Dabei schwang er eine Art Samuraischwert mit einer geschätzten
Klingenlänge von 60 bis 80 cm. Der Arbeiter kam der Aufforderung nach und erstattete Anzeige bei der Polizei.Reizgas gegen Essensgerüche
Essensgerüche eines Deutschen vietnamesischer Herkunft störten einen 72-jährigen Bielefelder so sehr, dass er mit Reizgas gegen seinen Nachbarn vorging.

Der 72-Jährige fühlte sich durch die Essensgerüche aus der unter ihm liegenden Nachbarwohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Harrogate Allee belästigt. Daraufhin sprühte er durch einen Spalt seines Balkons auf den unter ihm liegenden Balkon Reizgas, welches den 51-jährigen Nachbarn vietnamesischer Herkunft traf und leicht verletzte. Der 51-Jährige erstattete Strafanzeige wegen Körperverletzung.Hilflose Person stellt sich als Puppe heraus
Ein besorgter älterer Herr hatte sich wegen einer offensichtlich hilflosen Person telefonisch an den Bezirksdienst der Polizei an der
Apfelstraße gewandt. Er hatte am Orchideenweg im Vorbeifahren eine augenscheinlich hilflose Person bemerkt, die auf einem Sandhügel lag.

Die Polizei stellte fest, dass es sich bei der "hilflosen Person" um eine menschengroße, bekleidete Puppe handelte, die anlässlich eines 50. Geburtstages als Überraschung dort mit dem Kopf in einem Sandhügel drapiert worden war. Auch wenn sich diese Situation im Nachhinein als kurios heraus stellte, lobt die Polizei ausdrücklich das Verhalten des älteren Herrn, der sich sofort mit seiner Beobachtung an die Polizei gewandt hatte.26-Jähriger versenkt Mercedes im Kunsthallen-Teich
Ein Zeuge meldete sich telefonisch bei der Leitstelle der Polizei und gab an, dass im Kunsthallenpark ein Fahrzeug in einem Teich stehen würde. Der Zeuge hatte beobachtet, während er an einer roten Ampel wartete, wie ein schwarzer PKW über den Bordstein des Gehweges in die Parkanlage des Kunsthallenparks gefahren war.

Die Polizei fand einen verlassen schwarzen Mercedes mitten im Wasserbecken des Kunsthallenparks. Im Rahmen der polizeilichen Fahndung wurde ein Mann im Bereich Herforder Straße, Ecke Friedrich-Verleger-Straße angehalten, dessen Kapuzenpullover auf der Rückseite einen großen dunklen nassen Fleck aufwies.

Bei dem Mann wurde Alkoholgeruch festgestellt. Der alkoholisierte
26-jährige Mann räumte ein, dass es sich um das Fahrzeug seines Vaters handeln würde und er damit gefahren sei. Ein durchgeführter Schnelltest auf Betäubungsmittel verlief positiv.Bielefeld ist nicht Florida
Eine 49-jährige Frau aus Palm Beach/ USA fiel gleich zwei Mal alkoholisiert am Steuer eines auffälligen grünen Rolls-Royce Corniche Cabrio auf. Einer Polizeistreife fiel die auffällige Fahrweise der 49-Jährigen auf der Straße Waldhof auf. Bei der Kontrolle des Wagens mit Bielefelder Zulassung nahmen die Beamten bei der Fahrerin deutlichen Alkoholgeruch wahr. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest verlief positiv.

Der Frau, die in Deutschland zu Besuch war, wurde eine Blutprobe
entnommen und ihr Führerschein wurde sichergestellt. Der Wagen wurde auf Wunsch der 49-Jährigen von einem Taxifahrer zu einer Bielefelder Anschrift gebracht.

Von der Amerikanerin wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1000 Euro erhoben. Ein paar Stunden später erhielt die Polizei einen weiteren Hinweis auf die alkoholisierte Frau mit dem auffälligen Wagen. Sie war fahrenderweise vor einer Pizzeria an der Straße Twellbachtal gesehen worden.

Ein Atemalkoholtest ergab einen noch höheren Wert als bei dem Test wenige Stunden zuvor. Ihr wurde eine weitere Blutprobe entnommen. Der Wagen wurde sichergestellt.Müder Einbrecher schläft am Tatort ein
Die Polizei fasste einen Einbrecher, der es sich in der Eisdiele, in die er eingedrungen war, gemütlich gemacht hatte und dabei eingeschlafen war. Ein Mitarbeiter einer Eisdiele an der Rathausstraße bemerkte, dass über Nacht offensichtlich in das Geschäft eingebrochen worden war.

Kellnergeldbörsen lagen verteilt auf der Theke und eine offen stehende Tür wies Aufbruchspuren auf. Als er sich in den hinteren Gästebereich der Eisdiele begab, fand er einen unbekannten Mann schlafend auf einer Bank vor.

Ohne diesen anzusprechen, informierte er die Polizei. Als die Polizisten eintrafen, saß der Einbrecher noch immer mit seinem Rucksack auf dem Rücken schlafend am selben Platz. Die Polizei nahm den 33-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz vorläufig fest.



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