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01.03.2013
OWL
Futtermittel mit krebserregendem Schimmelpilz auch in OWL

Giftig | FOTO: DPA

Bielefeld (nw). Mehr als 3.500 Höfe in Niedersachsen sind mit hochgiftigem Futtermittel aus Serbien beliefert worden. Mindestens 10.000 Tonnen des mit einem krebserregenden Schimmelpilz verseuchten Maisfutters seien über Futtermittelhersteller in Umlauf gekommen. Das NRW-Verbraucherschutzministerium teilte nun mit, dass auch Betriebe in Ostwestfalen betroffen sind.

Info
Hintergrund

Aflatoxine sind Pilzgifte und gelten als hoch kanzerogene Stoffe. Der Höchstgehalt für Milch beträgt 50ng/kg oder 0,05µg/kg. Im gesperrten Milchbetrieb in Niedersachsen ist ein erhöhter Aflatoxinwert von 57ng/kg Milch gefunden worden. Aflatoxine sind hitzestabil, werden also bei der Pasteurisation nicht inaktiviert. Deshalb ist die Minimierung in Lebensmitteln das wichtigste Ziel. Aflatoxine gehen leicht in die Milch über.

Die giftigen Schimmelpilze gelten als hochgradig krebserregend. Nach aktuellen Erkenntnissen des Ministeriums sind 29 Lieferungen Ergänzungsfuttermittel im Zeitraum vom 25. Januar bis 8. Februar in 15 Betriebe in den Kreisen Lippe, Minden-Lübbecke und Steinfurt geliefert worden. Nach Informationen der Neuen Westfälischen sollen im Kreis Lippe zwei und im Kreis Minden-Lübbecke fünf Betriebe betroffen sein.


Außerdem habe ein Mischfutterhersteller in NRW 1.050 Tonnen des betroffenen Futtermittels bezogen. Davon wurden 850 Tonnen sichergestellt. 200 Tonnen waren bereits verarbeitet. Die Vertriebswege werden derzeit ermittelt.

Das NRW-Verbraucherschutz-Ministerium habe laut Pressemitteilung unverzüglich das NRW-Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) aufgefordert, die betroffenen Betriebe zu identifizieren, festzustellen ob die betroffenen Futtermittel eingesetzt worden sind, im Einzelfall Milchlieferungen auszusetzen und Proben zu analysieren. Die amtlichen Untersuchungsämter wurden aufgefordert, Probenkapazitäten bereitzustellen und zu prüfen, ob Amtshilfe für Niedersachsen möglich ist.

Der staatlich anerkannte Milchkontrolldienst (Landeskontrollverband) wurde vom Ministerium aufgefordert, die Eigenkontrollen bei der Milchanlieferung auf Aflatoxine zu erhöhen. Darüber hinaus wurden die Kreisveterinärämter aufgefordert amtliche Kontrollen durchzuführen und auch Milcherzeugnisse in den Molkereien zu beproben.

Mehr lesen Sie am Samstag in der Neuen Westfälischen.

Kommentare
Berlin. Führende Ökonomen in Deutschland haben vor dem Hintergrund des Schuldenstreits in den USA und der unsicheren politischen Lage in Italien vor schwerwiegenden Konsequenzen für die weitere weltweite konjunkturelle Entwicklung gewarnt. "Die Weltwirtschaft und insbesondere der Euroraum gehen stürmischen Zeiten entgegen", sagte der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, Handelsblatt Online. "Der tiefere Grund liegt in den derzeit weltweit debattierten finanzpolitischen Strategien." Geht es denn nur noch ums Geld und wie wer wen am besten betrügen kann? Dieser ganze Globalismus hat den Völkern nur Nachteile gebracht und die Freiheiten werden immer mehr eingeengt. Sind wir Menschen alle blind und sehen und merken das nicht oder ist es uns egal und sind wir gleichgültig geworden? Beides ist auf alle Fälle ungesund für unsere eigene Zukunft und die Zukunft unserer Kinder.

Diese verdammten Verbrecher einsperren diese geldgeilen Lebensmitteldealer und hart bestrafen!
Die vergiften uns alles was kann man eigentlich überhaupt noch essen?

@Ch Sackewitz: Kann gut sein, aber erstmal wird ein runder Tisch gebildet und dann wird gelabert wie immer.

Ich bin sicher, Frau Aigner hat schon den nächsten "10 Punkte-Plan" in der Schublade!

Bei so einer Häufung an Skandalen besteht irgendwann auch die Gefahr der Gleichgültigkeit und wer erinnert sich dann noch an Skandal 1 oder 2. Als Konsument hast du kaum eine Möglichkeit der Kontrolle ( und wenn dann wäre es sehr zeitaufwendig ), versuchst nach logischem Menschenverstand einzukaufen ( nicht nur billig ) um dann festzustellen ( aus den Medien ) das man auch nur Mist gekauft hat. Bei Obst und Gemüse ( heimische Produkte ) bin ich auch nicht so kritisch. Ist vielleicht aber auch nur eine Frage der Zeit.



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