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01.03.2013
OWL
Polizeiaktion "Riegel vor": 128 Festnahmen bei Razzien
Ausweis führt Polizei in Gütersloh zu einem Einbrecher

Hände ans Auto gedrückt | FOTO: CHRISTIAN MATHIESEN

Düsseldorf (ots). Mit einer positiven Bilanz endeten die Razzien und Kontrollen der Polizei gegen Einbrecher im Münsterland und Ostwestfalen. Die Ermittler nahmen 128 Verdächtige fest, davon 64 mit Haftbefehl gesuchte. Insgesamt kontrollierten rund 2.600 Polizisten über 10.000 Personen und 7.400 Fahrzeuge.

Dabei beschlagnahmten sie umfangreiches Diebesgut und Einbruchswerkzeuge. "Die NRW-Polizei verfolgt entschlossen die Wohnungseinbrecher", sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger am Freitag in Düsseldorf.


"Durchsuchungen und weiträumig angelegte Fahrzeugkontrollen bringen den Ermittlern wichtige Erkenntnisse über Personen, Strukturen und Verbindungen der Banden untereinander. Das erhöht auch das Risiko für die Täter, entdeckt zu werden." Zeitgleich mit den Polizeibehörden im Münsterland und Ostwestfalen kontrollierten auch Polizeibeamte im angrenzenden Niedersachsen und in den im niederländischen Grenzgebiet. "Es ist wichtig die gesamte Region über die Stadt-, Behörden- und Ländergrenzen hinaus im Blick zu haben. Die Einbrecher stören sich nicht an Zuständigkeiten", erklärte Jäger.

Als weitere herausragende Beispiele für die gute Arbeit nannte der Innenminister die erfolgreichen Ermittlungen gegen Einbrecher in Gütersloh und Herford: Bei der Überprüfung eines Geschäfts in Gütersloh fanden die Ermittler Diebesgut aus einem Tageswohnungseinbruch vom gleichen Tag. Über die hinterlegte Kopie des Personalausweises kamen sie dem Einbrecher auf die Spur.

Auch in Gütersloh kontrollierten Polizisten einen Pkw, in dem sie große Mengen gestohlene Kupferkabel sicherstellten. Der bereits einschlägig bekannte Fahrzeugführer wurde festgenommen.
In Herford beschlagnahmten Fahnder neben einer Vielzahl Spirituosen, Rasierklingen und andere Waren auch verdächtiges Einbruchswerkzeug in einem Fahrzeug. Die beiden Fahrzeuginsassen wurden vorläufig festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt.

Großangelegte Razzien und Kontrollen sind Teil des NRW-Konzeptes gegen Einbrüche. "Dieses Konzept ist auf eine verbesserte örtliche Analyse, eine systematische Spurensuche und Spurensicherung sowie der Ausschöpfung aller Fahndungsmöglichkeiten ausgerichtet.

Durch tagesaktuelle und landesweite Lageinformationen des Landeskriminalamtes können die Polizeibehörden neue Vorgehensweisen von Tätern oder Einbruchserien frühzeitig erkennen und gegensteuern", erläuterte Jäger. "Wir lassen im Kampf gegen Wohnungseinbruch nicht locker. Es werden Razzien und Kontrollen folgen."

Fotostrecke
OWL: Polizei im Großeinsatz gegen Einbrecher
 
Klicken Sie auf ein Foto, um die Fotostrecke zu starten (22 Fotos).



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Kommentare
Kommentar @Helmuth vom 1.3.13
diesem Kommentar schliess ich mich zu 100% an. aber die Wahrheit darf man ja nicht mehr äussern ,
Gruss an @ Helmuth

Ausländer, was willst Du uns mitteilen, mm ?

Wie viele xenophobe A... und Rassisten in diesem Land haben eigentlich einen deutschen Pass? Oder darf das auch nicht mehr veröffentlicht werden?

@Helmuth: ...jetzt geht wieder dieses Autofahrer-Abzocken-Geheule los!

@Helmuth: Über die Öffnung der Grenzen und die damit wegfeallenden Kontrollen kann man natürlich geteilter Meinung sein, aber da baden die Polizeibeamten "nur" das aus, was die Politik versaubeutelt. Als Bürger sollten wir dankbar sein, dass solche Aktionen wie "Riegel vor" mit einem solchen Aufwand durchgeführt werden.
Fraglich ist lediglich, ob eine Kontrolle und Überprüfung der Täter oder Verdächtigen abschreckende Wirkung entfaltet. Viele Täter verlagern ihre Einsatzorte nahezu täglich und sind daher kaum zu fassen. Ob Taschendiebe in den Innenstädten oder reisende Einbrecher von ihrem Tun abzuhalten sind, darf bezweifelt werden. Ich stelle es mir für die eingesetzten Beamten arg frustrierend vor, dass sie unter großem Einsatz arbeiten und dann die Täter wieder laufen lassen (müssen!), weil der Gesetzgeber das in vielen Fällen so vorgesehen hat. Siehe dazu den Fahrer des gestohlenen BMW X5, der ja "nur" die Überführung des Diebesgutes nach Polen übernommen hatte. (Die NW berichtete). Oder die Taschendiebe- (innen), die alle angeblich einen Wohnsitz im Ruhrgebiet haben und daher nicht wirklich greifbar sind. Von Abzocke der Autofahrer kann auch keine Rede sein. Wer sich passend verhält, wird nicht abgezockt, sondern zu Recht bestraft. Wilde Sau spielen genügend Autofahrer, die sich und andere in Gefahr bringen. Ich wünsche der Polizei und den Gerichten mehr Handlungsspielraum im Kampf gegen kriminelle Banden, egal welcher Nationalität. Auch Deutsche sollen schon mal als Einbrecher und Diebe in Erscheinung getreten sein...



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