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22.03.2013
Leopoldshöhe
Fahrer fährt in Asemissen mit qualmendem Bus weiter
Schulkinder berichten von Übelkeit und Atemproblemen

Viel Rauch | FOTO: PRIVAT

Leopoldshöhe-Asemissen. Zwischenfall am Bahnhof in Asemissen: Ein für den Busverkehr Ostwestfalen-Lippe (BVO) tätiger Busfahrer eines Subunternehmens hat Schulkinder transportiert, obwohl der Bus sichtbar qualmte.

Andreas Kassen wohnt in der Nähe des Bahnhofs. Gegen 7 Uhr am Mittwoch beobachtete der selbstständige Unternehmer die Rauchentwicklung und sah, wie sich der vollbesetzte Bus ungeachtet dessen in Bewegung setzte. Kassen fuhr hinterher und bat den Fahrer, die Fahrt nicht fortzusetzen, was dieser dennoch tat.

Mitfahrende Schüler berichten, dass Qualm auch in den Innenraum des Busses drang und der Fahrer sie schließlich am Leopoldshöher Marktplatz vor die Wahl gestellt habe, weiterzufahren oder aber auszusteigen.

Übelkeit, Kopfschmerzen und Atemprobleme

Eine Reihe von Schülern stieg aus und ging zu Fuß zur Schule. Einige Kinder klagten nach Auskunft der Eltern später über Übelkeit, Kopfschmerzen und Atemprobleme. Marion Stanoschecks Sohn gehörte dazu: "Er war nicht der einzige, der von der Schule abgeholt werden musste", berichtet die Mutter. Andreas Kassen will unterdessen von einem anderen Fahrgast erfahren haben, dass der Bus bereits zwei Tage vor dem Zwischenfall Probleme gehabt haben soll.

Bernd Schulze-Waltrup hätte sich eine sofortige Rückmeldung gewünscht. Der Verkehrsplaner der Kommunalen Verkehrsgesellschaft Lippe (KVG) betont, dass das Verhalten des Fahrers nicht in Ordnung gewesen sei, und verweist auf die vertraglich verankerte Möglichkeit der Sanktionierung. "Die hat es früher nicht gegeben." Schulze-Waltrup spricht von einem bedauerlichen Einzelfall. "Im Regelverkehr laufen Tausende von Fahrten einwandfrei", betont der KVG-Mitarbeiter.

Nach ersten Einschätzungen sei am Bus eine Zylinderkopfdichtung defekt gewesen. Bernd Schulze-Waltrup betont, dass die Busse regelmäßig untersucht werden. Der Verkehrsplaner verweist noch einmal auf "einen verlässlichen Takt und vernünftige Anschlussverbindungen, die es vor dem Fahrplanwechsel nicht gegeben hat". Der Subunternehmer habe zwar seinen Originalsitz in Hannover, aber auch einen Betriebshof in Bielefeld und fahre nur in diesem Gebiet, sagte Schulze-Watrup.

Kommentare
Das Wörtchen "Subunternehmer" im Artikel erklärt alles.

Aber auch, wenn der Busfahrer dem Geldsparenen Unternehmen den Schaden frühzeitig gemeldet hätte, hätte sich am Bus nix getan, da muss ja erst etwas passieren, bis freiwillig Geld von der BVO rollt.

Immer muss die Bourgeoisie auf ihres gleichen herumhacken! GRRRR...

Tja, das gibt ne Anzeige wegen Körperverletzung, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und und.Der könnte nicht nur seinen Job, sondern auch seinen Lappen los sein.Sollte bei einem der Schüler ein bleibender Schaden zurückbleiben, besteht auch noch ein Anspruch auf Schmerzensgeld.Für einen noch halbwegs seriösen Verkehrsbetrieb ein Albtraum, vor allem diese und andere Schlagzeilen.

Bei einem derart qualmenden Fahrzeug hätte der Fahrer SOFORT sämtliche Fahrgäste aus dem Bus evakuieren müssen. Es hätte ja in dem vollbesetzten Bus ja auch eine Massenpanik unter den Kindern ausbrechen können - da kommt es schnell zu mehreren Verletzten. Darüber hinaus kann bei Verlust von Kühlwasser und starker Erhitzung des Motors auch schnell ein gefährlicher Brand entstehen. Die Kinder dann in Leopoldshöhe einfach zu zwingen, entweder auszusteigen, oder die Klappe zu halten und weiterzufahren, ist die Krone der Frechheit. Vielmehr hätte der Fahrer schon vorher alle aussteigen lassen müssen und für ein Ersatzfahrzeug sorgen müssen. Man kann nur hoffen, dass die betroffenen Eltern Strafanzeige gegen den Fahrer wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung stellen werden, damit er und sein Bus dauerhaft aus dem Verkehr gezogen werden!

wenn man den Busfahrer auf darauf aufmerksam macht und er trotzdem weiterfährt, ist das mehr als unverantwortlich. Was hätte der Busfahrer gemacht, wenn der Bus gebrannt hätte, weitergefahren? Oder kommt von der Fa. BVO die Anordnung egal was passiert, weiterfahren?



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