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26.03.2013
Bielefeld/Dekasi
Kurschus rügt Kirchenabriss
Theologin zeigt Mitgefühl für indonesische Partnerkirche

Präses Annette Kurschus | FOTO: EKvW/LANDESKIRCHE

Bielefeld/Bekasi (nw). Nach der erneuten Zerstörung einer evangelischen Kirche in Indonesien hat Präses Annette Kurschus der Partnerkirche ihre Teilnahme ausgesprochen.

In einem Brief an den Leiter der christlich-protestantischen Toba-Batak-Kirchengemeinde, Willem Simarmata, schreibt die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (Bielefeld):

"Trotz all Ihrer Geduld, Kämpfe und Mühen um Menschenrechte und Religionsfreiheit haben Sie unter der gnadenlosen Politik einer verantwortungslosen Regierung und unter den hasserfüllten Aktionen intoleranter Gruppen zu leiden." Die Kirche in Bekasi auf Java war auf Anordnung staatlicher Behörden niedergerissen worden.

Kommentare
@Fr. Buntrock - schade das sie keine Stellung zum Thema nehmen.

Danke der Nachfrage. Der Sohn hat gerade sein Praktikum auf Barbados abgeschlossen u. macht jetzt Courchsurfing in den Staaten. Denke, jetzt in Californien. Im Winter studiert er dann in Südafrika. Aber nächsten Monat kommt er kurz an seine Heimatuni in D.

@Fr. Buntrock - was haben Ihre "alten Urlaubsgefühle - (ist ihr Sohn nicht am studieren? - vielleicht vertue ich mich ja... sie posten ihre familäre Situation permanent )" - damit zu tum, wenn in Islamischen Ländern anders- oder nichtgläubige verfolgt, ermordet werden oder die Kirchen einreissen?
Mich hätte eine Reflektion über die von mir geposteten Suren mehr interessiert.
Sie posten hier permanent auf Frauenrechte - aber bei Islam - ist das da für Sie kein Thema?

Meiner Meinung nach ist der Islam nur da Tolerant, wo er in der Minderheit ist.

Zum Urlaub mit meinem 9-monatigen Kind in Tunesien:

Wie genau hat das Kind Freude gezeigt, obwohl es das doch wohl kaum verbal erklären konnte? So lautet sinngemäß die Frage, die wirklich nur von einem Deutschen kommen kann. Diese Frage, auch von Ulk kommt, demonstriert die Problematik auf das Allerfeinste.

Damals war es so, dass mein Sohn Buggy und Gehfrei dabei hatte. Der konnte also um den Swimmingpool laufen, wenn jemand dabei war. Die Tunesier waren so begeistert von dem Gehfrei und dem Baby, das so laufen konnte, dass der Junge ständig umlagert war. Ich konnte schwimmen, mich sonnen und von den ersten Monaten Vollzeitarbeit bestens erholen. Nachts konnte das Baby mit in die Disko. Solange es wach war, wurde es beschäftigt und mit ihm getanzt. Wenn es im Buggy schlief, wurde es bewacht. Ich konnte tanzen. Wenn es unruhig war, wurde es im Buggy in den Schlaf geschaukelt. Das Gehfrei habe ich übrigens dann vor dem Rückflug unter begeisterten tunesischen Vätern versteigert. Besorgten Kinderärzten, die nichts von Gehfreis halten, sei versichert, der Junge hat keinen Schaden genommen und gehörte stets zu den Sportlichsten. Babys können sich auch ohne Worte sehr gut, sogar lautstark zu ihrem Befinden äußern. Das weiß in Deutschland aber noch lange nicht jeder Mann.

Als der Sohn 3 Jahre alt war, dachte ich, wir können es wagen, mal ein paar Wochen auf Wangerooge Urlaub zu machen. Nach 2 Wochen habe ich aufgegeben. Jede Mahlzeit mit Kleinkind in der Öffentlichkeit ein Drama. Irgend jemand fühlt sich immer in seiner Ruhe gestört. Ein kleines Kind bekommt sehr schnell Langeweile. Kaum jemand interessiert sich ja für ein Kleinkind. Eher fühlt man sich sehr schnell gestört.

Ich kann nur wiederholen, nirgends ist es mir mit Kind besser als in muslimischen Ländern gegangen. Sogar unmittelbar nach der Geburt, nach der ich mich noch im Krankenhaus mit unverständigem Personal um alles und jedes sogar das Essen streiten mußte ("So eine Mutter haben wir noch nicht erlebt") hat uns zum Glück ein tunesischer Taxifahrer nach Hause gefahren. Er konnte mein Schimpfen auf der Krankenhaus sehr gut nachvollziehen. Seine Frau hatte 5 Kinder zu Hause und eines im Krankenhaus geboren. "Zuhause alles gut, Drama im Krankenhaus." Jedes Gepäckstück hat er hoch in meine Wohnung und dort an seinen Platz getragen. Der erste verständige Mann, den mein Sohn kennen gelernt hat war ein muslimischer Mann.

@ Buntrock

Sie haben schlechte Erfahrungen als alleinerziehende Mutter hier in Deutschland gemacht, ok, aber ich sagen Ihnen, Ihr Leben wäre die Hölle als alleinerziehende Muslimin in einem muslimischen Land, bzw. Sie wären eine Aussätzige.



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