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27.03.2013
Bielefeld
Weniger Schüler ohne Abschluss
OWL leicht besser als Landesschnitt / Experten wollen Quote weiter drücken

Die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss im Land NRW sinkt | FOTO: FELIX KAESTLE

Bielefeld (bth). Die positive Nachricht zuerst: Die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss im Land NRW und in OWL ist weiter rückläufig. Die Quote der Jugendlichen, die die Schule sogar ohne Hauptschulabschluss verlassen haben, sank von 5,4 auf 5,1 Prozent, wie der Statistikbetrieb IT NRW in Düsseldorf mitteilte.

Insgesamt beendeten in NRW im Sommer vorigen Jahres 10.691 Mädchen und Jungen ihre Schulzeit ohne Abschlusszeugnis. In OWL waren es 1.144 junge Menschen, das entspricht einer Quote von 4,8 Prozent.


Der Detmolder Pädagoge und Bildungsökonom Klaus Keßler, Betreiber des Bildungsportals Lippe, sieht die Bilanz allerdings nach wie vor kritisch. "Dieser Prozentsatz muss dringend verringert werden", forderte Keßler im Gespräch mit dieser Zeitung. Seiner Beobachtung nach werden noch immer zu viele Mädchen und Jungen an eine Förderschule geschickt.

Das Vorhandensein von Schülern ohne Schulabschluss sei auf die Existenz von Förderschulen zurückzuführen

Doch "ein Förderabschluss nützt ihnen auf dem Ausbildungsmarkt überhaupt nichts". Keßler fordert deshalb, dass das Land den Weg der Inklusion verstärkt beschreitet. Nur so lasse sich die Quote der Schulabgänger ohne Abschlusszeugnis deutlich verringern. Denn, so Keßler: "Das Vorhandensein von Schülern ohne Schulabschluss ist im Wesentlichen auf die Existenz von Förderschulen zurückzuführen."

Elmar Barella, Geschäftsführer Berufsbildung bei der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe in Bielefeld, betonte ebenfalls die Bedeutung eines Schulabschlusses. Das OWL-Handwerk habe rund 50 Prozent der im Vorjahr abgeschlossenen 4.000 Ausbildungsverträge an Hauptschulabgänger vergeben.

Aber: "In letzter Konsequenz möchten wir uns die Jungen und Mädchen erst mal ansehen." Insofern seien auch Bewerber ohne Abschlusszeugnis nicht ganz chancenlos.



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